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HalloweenBlogStöckchen. Soso… Halloween….

Oktober 29, 2014

Karoline & ihre Freaks haben mich gebeten, doch auch mal was zum Halloween zu sagen. Und viele andere dürfen auch was sagen… Ich finde das gut, denn zu Halloween wollte ich eh schon länger mal was sagen. Also, hier sind Karoline & ihre 10 Fragen sowie meine dazu passenden Antworten:

1. Für die einen ist es ein blöder Ami-Brauch, für die anderen ein ernsthafter Feiertag: Wie ist deine Meinung zu Halloween?

Doof. Genau wie Valentinstag und andere besondere Tage habe ich da einfach das Gefühl man hat uns so ein paar Sonderfeste reingedrückt damit wir noch mehr Dekoartikel & BLumen und die passenden Gadgets kaufen. Das ist eigentlich der einzige Grund warum ich Halloween absolut ablehne.

Übrigens: DIESES auf Twitter fand ich hingegen super witzig…. (@wordsofmercury).

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2. Feierst du Halloween und wenn ja, wie?
Gar nicht. Allerdings – in Kita & Schule ist Halloween natürlich Thema und da wird geschminkt und verkleidet, was das Zeug hält. Insofern muss ich da irgendwie durch, unterstütze den Kram abernicht noch zuhause. Es gibt andere Feste, die wir stattdessen ausgiebig mitdekorieren und mitfeiern. Ich glaube, diesen Freitag bestell ich mir Sushi und hoffe, dass kein Kürbis oder Strychnin drin ist.

3. Was ist dein Lieblingskostüm?
Hallowenn: keins. Und auch der Junge Mann war ja nie ein Anhänger der Verkleidens und ging, bis auf wenige Ausnahmen, lieber immer als “Junger Mann”. Das hat er von mir, vermutlich.

4. Was war dein Kindheitsmonster?

Viele. Am Schlimmsten war aber der Gremlin im Kühlschrank bei Ghostbusters und die Vampire beim Tanz der Vampire. Meine Eltern dachten, dass könne man als fast-Jugendliche mal mitschauen. Hast mich Monate gekostet, damit klarzukommen, ich fands mega gruselig.

5. Welchem Aberglauben hängst du an? 

Ich zünde Kerzen an, wenn jemand gestorben ist. Als Erinnerung & irgendwie damit die Seele gut rüberkommt – ist ein bisschen schwammig, aber wir machen es jedesmal.

6. Glaubst du an Geister?

Ja. Kurze Antwort. Leider kann ich es nicht schlüssig erklären, aber viele Tage an einsamen archäologischen Fundorten irgendwo im Nirgendwo können zu seltsamen Gefühlen, Sensibilitäten, Geräuschen und Sichtungen führen, die ich mir nicht alle rational erklären kann. Meine Freunden finden das mehrstenteils seltsam. Ich manchmal auch.

7. Der Tod lauert überall… In welcher Situation ist dir mal der Gedanke gekommen: “Ich hätte gerade sterben können?”

Das Gefühl hätte ich vielleicht öfter mal haben sollen, habs aber immer wieder ausgeblendet. Vor allem auf unbefestigten Straßen an Berghängen.

8. In unserer heutigen Zeit wird der Tod gerne ausgeblendet. Wie gehst du persönlich damit um?

Ich versuche, den Tod mit dabeizuhaben. Grund dafür: als ich 13 (!) war, lief auf MTV ganz oft dieses Video von Julian Lennon und die letzte Zeile lautet: What will I think of me the day that I die? Ich finde das nicht unwichtig, deshalb denke ich öfter darüber nach und versuche irgendwie auch danach zu leben. Soweit wie möglich. Außerdem versuche ich, die Menschen die schon weg sind, immer wieder dazuzudenken und die Erinnerung weiter zu behalten.

9. Ich lege dir 1000 Euro in bar auf den Tisch und einen Zettel, auf dem steht “Hiermit verkaufe ich dem Besitzer dieses Vertrags meine Seele”. Würdest du das Geld nehmen und ihn unterschreiben?

Ich mach´s nicht. Siehe Punkt 6.

Karos Zusatzfrage: Wem würdest du gerne mal einen Halloween Streich (Haus in Toilettenpapier wickeln oder gerne auch kreativer) spielen?

Ich fürchte, in der Hinsicht bin ich mega langweilig. Mir würde das keinen Spaß machen. Dann lieber ein ironiegeladenes schwarzbitteres Gespräch.

 

Wen möchte ich nominieren, vor allem aufgrund der kurzen Zeit???? Ich glaube, die gleichen wie für das vorhergehende Blogstöckchen, mit Ausnahme der Freaks!

Frau Müller, Lotterleben, vendittis, Frau Nessy, Paprika meets Kardamom, Kochschlampe , die Eskapistin und, wenn du nochmal willst/kannst, liebe Cloudette! 

Also Fragen beantworten, Link setzen und die letzte, abgeänderte SONDERfrage beachten!

10.  Mama007´ Zusatzfrage: Was würdest du, gesetzt du feierst Halloween, für ein krasses gruseliges Gericht kochen????

Oh! Ein Blogstöckchen!

Oktober 28, 2014

Oh! Ein Blogstöckchen! Neulich bekam ich eines von “Die Freaks und ich”, das ich noch nicht beantwortet habe (kommt noch! Und auch noch VOR Halloween!) und jetzt gleich noch eins von Mutter&Mensch. Da ich hier ja gerade nicht mehr so aktiv bin wie noch vor 1-2 Jahren freu ich mich jedesmal besonders dass sich da draußen in den Weiten des INternet Menschen befinden, die was von mir hören wollen! Also denn wolln wa mal, nech?

1. Was dachtest du, als Du Dein Baby zum ersten Mal gesehen hast?

OH.MEIN.GOTT.” Zu mehr hats nicht gereicht, da waren zuviele Emotionen & Erschöpfung & Glück & vor allem: überüberüberüberüberüberüberwältigende Liebe.

2. Was tust du an einem perfekten Sonntagnachmittag?

Ich sitze in meinem Lielingscafe (alleine) und lese einen guten, spannenden & super gut recherchierten historischen Roman möglichst ohne Genderklischees (also eigentlich fast unmöglich). Danach gehe ich ne Runde spazieren, wenn möglich durch einen Buchenwald. Es scheint die Sonne und es ist STILL. Dann gehe ich nach Hause & verbringe den restlichen Nachmittag mit dem Jungen Mann & Papa007.

3. Magst du Überraschungen?

Kommt drauf an, welche.

4. Hast du eine Lieblingsserie? Welcher ist es und warum?

Ich bin nicht wirklich der Serienfan. Die letzte Serie, die ich gerne geschaut habe, war ReGenesis, weil da Wissenschaftler im normalen Kontext zwischen Karriere, Geldgeber finden und Familie auftauchen. Außerdem mag ich Katastrophenfilme…..

5. Mit wem (berühmt, tot oder lebendig) würdest du dich gerne mal auf ein Heißgetränk treffen?

Oh, schwierig. Vielleicht mit Maria Sybilla Merian? Und mit Christa Wolf. Zur Not nehm ich auch Johnny Depp oder ach ja: Kurt Tucholsky! Prinzipiell interessieren mich Menschen (berühmt oder unberühmt) in gesellschaftlichen Umbruchsituationen.

6. Wo ist der schönste Ort der Welt für dich?

Hier: 1638949_web

7. Wann hast du zum letzten Mal die ganze Nacht durchgeschlafen?

Zum Glück ist der Junge Mann schon bald sieben. Durchschlafen ist seit Längerem kein Problem mehr.

8. Wo warst du, als das neue Jahrtausend begann?

In einem Hostel am Titicacasee, während draußen Esoteriker einen Mutter-Erde-Tanz aufführten. Kein Scherz.

9. Welches Buch würdest du gerne noch einmal zum ersten Mal lesen?

Ganz viele. Sind Mehrfachnominierungen möglich? Dann hier eine kleine Auswahl!

- Sommerstück von Christa Wolf.

- Die Korrekturen von Jonathan Franzen.

- Der Turm von Uwe Tellkamp

- Die Buddenbrooks von Thomas Mann (hier nochmal der Link auf das geniale Graphitti der Buddenbrooks! Wem es zu einfach vorkommt, der möge es nochmal überdenken).

- Die Barock-Trilogie von Neal Stephenson.

10. Was ist dein Rezept für jede Gelegenheit?

Käse. Sei es zimmerwarm auf einem Butterbrot oder heiß geschmolzen, gebacken oben drüber – Käse hilft in allen Lebenslagen. Siehe auch: => Ofenkäse (auch gerne OHNE Salat dazu).

11. Welchen Film hast du dir zuletzt angesehen?

Vielleicht lieber: an welchen Film kann ich mich noch erinnern & würde ihn weiterempfehlen. Denn mittlerweile mache ich Filme, die mir auf den Keks gehen, auch einfach in der Mitte aus. Aufden Fall wäre das dann Inception mit Leonardo di Caprio, der nach Titanic eigentlich immer nur besser wird. Und mit Cate Blanchett!

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann stelle ich jetzt auch 11 Fragen und nominiere wiederum? Okay, ich versuchs! Ich les gerade nicht soviele (tschuldigugn, doofes Wort:) “Mutti-Blogs”, weswegen ich hier auch fachfremde Kochblogger einfüge und vielleicht trotzdem nicht auf 11 komme, weil einige derer die ich nominieren bereits nominiert wurden….also, ums kurz zu machen:

Meine Fragen an euch, Frau Müller, Lotterleben, vendittis, Frau Nessy, Die Freaks & ich, Paprika meets Kardamom, Kochschlampe , die Eskapistin und, wenn du nochmal willst/kannst, liebe Cloudette, lauten:

1.  Wer seid ihr? Und wenn ja, wieviele?

2. Was kocht ihr, wenn ihr euch einfach aussuchen könnt was es geben soll und niemand Extrawünsche anmeldet? Habt ihr eventuell sogar eine Food-Seite, der ihr folgt?

3. Was lest ihr beim Essen?

4. Was lest ihr in der Pause/vor dem Einschlafen/im Bus?

5. Wenn ihr eine Fortbildung/Studium/etc. ohne Zeit – & Geldbeschränkungen machen könntet: welche wäre das?

6. Habt ihr ein YouTube-Lieblingsvideo und wenn ja, welches?

7. Welches Ereignis hat euch in den letzten 2 Jahren am meisten beschäftigt & verändert?

8. Wenn ihr Kinder habt: welches ist euer Lieblings-Alltagsmoment mit ihnen?

9. Habt ihr Haustiere? Warum oder warum nicht?

10. Postet euer Lieblings-Blog-Photo!

11. Seid ihr eher Tag- oder eher Nachtmenschen?

Und nu: viel Spaß beim Beantworten! Linkt mich auf eure Antworten zurück, sonst merk ich am Ende nicht was ihr zu erzählen hattet….

Old Friends….

Oktober 22, 2014

Einige meiner ältesten Freunde kenne ich seit mittlerweile über 25 Jahren. Wir können beisammen sitzen und schweigen oder was erzählen. Wir müssen nix Besonderes sein oder tun. Wir können einander auch mal den Kopf waschen und wenn mir ein Freund etwas sagt, dann hat es Gewicht. Wir treffen uns öfter oder nicht so oft und sind doch immer beieinander. Wir denken aneinander.

Und wenn jemand weg zieht, dann bin ich traurig auch wenn ich weiß dass das Wegziehen “aus Gründen” geschieht. Alte Freundschaften überdauern auch Umzüge.

In diesem Sinne: “Old friends, old friends sat on their parkbench like bookends
A newspaper blowin’ through the grass
Falls on the round toes of the high shoes of the old friends
Old friends, winter companions, the old men
Lost in their overcoats, waiting for the sun
The sounds of the city sifting through trees
Settles like dust on the shoulders of the old friends
Can you imagine us years from today, sharing a parkbench quietly
How terribly strange to be seventy
Old friends, memory brushes the same years, silently sharing the same fears” © Paul Simon.

Ach ja, das Essen. Was darfs denn sein?

Oktober 18, 2014

Das Essen ist beim Jungen Mann ja so ein Ding. Ehrlich gesagt, ist es ein Ding, dass mich seit mehreren Jahren verfolgt. Wir haben einiges probiert – vom “In-Ruhe-Lassen” bis hin zum Arbeiten mit Belohnungen (“Wenn du noch ein bisschen isst, darfst du danach den Hund streicheln/Nachtisch essen/etc.”) und Drohszenarien (“Wenn du nicht genug isst, kannst du auch nicht wachsen!“). Wir haben getrennt gegessen und gemeinsam. Ich koche sowieso jeden Abend, aber der Junge Mann möchte eigentlich nur Spaghetti mit Tomatensauce und Fischstäbchen. Und bloss kein Gemüse – außer Brokkoli & Blumenkohl. Ach ja, durcheinander gekocht (Pfannengericht etc.) gehen auch gar nicht. Das passt nicht so zu meinem doch recht kreativen und gerne auch experimentierfreudigen Kochstil, siehe auch mein Zweitblog “Fixaufdentisch.de”, aber das Letzte was der Junge Mann auf seinem Teller sehen möchte, ist eine experimentelle Überraschung. Dann kommt sie nämlich, die tödliche Frage: “Was IST das?????“.

Im letzten Jahr haben wir uns mehr oder weniger auf folgende Regeln geeinigt:

1) Man probiert alles was auf dem Teller liegt.

2) Man äußert sich nicht negativ über das Essen.

Das wars eigentlich schon, aber das ständige Im-Essen-Rumpicken und Märtyrergesicht an meinem/unserem Tisch, das macht auch keinen Spaß. Diesen Sommer waren wir ja auch für einen Monat im außereuropäischen Ausland und wir hatten vorher besprochen, dass das Essen da anders ist und dass man da probieren sollte, und dass es meistens keine alternativen Essen gibt und überhaupt. Der Junge Mann hielt sich durchaus an die Absprache dann auch etwas davon zu essen, aber er aß immer genau 2 Löffel. ZWEI LÖFFEL! Über vier Wochen! Manchmal auch ein Grillwürstchen oder ein paar Pommes. Das wars dann aber auch. Konsequenz kann er ja. Zurück zuhause, habe ich ihn erstmal wieder mit Kartoffelbrei und Bouletten aufgepäppelt.

Und weil ich dann irgendwann vor einigen Wochen total genervt war, habe ich mir überlegt, dass wir jetzt mal wieder einen Wochenplan aufstellen. Wir essen abends und am Wochenende gemeinsam, und jeder darf 2 x etwas aussuchen und den Rest der Woche gibts eben deutsches Abendbrot. Es gibt eine Regel: wir sagen NICHTS über das Essverhalten des Anderen. Kein Drängeln, kein Kommentieren, kein “Nimm doch noch einen Löffel, bitte, du hast doch noch gar nicht….” etc.. Wir halten einfach mal den Mund und/oder reden über Anderes.

Wir sind jetzt seit ein paar Wochen dabei und: es funktioniert! Natürlich standen auch Spaghetti mit Tomatensauce und Fischstäbchen auf dem Programm und Eierkuchen und Schnitzel. Dafür darf ich aber auch Reis mit Trockenfleisch und Spiegelei kochen, oder einen Salat. Dann isst der Junge Mann eben an diesem Abend nur ganz wenig. Aber er isst. Und hält sich an den übrigen Abenden an Schnitzeln und Tomatensauce schadlos.

Das Schönste ist eigentlich aber dieses: seitdem wir das machen, fühlt sicher keiner von uns mehr gezwungen, etwas zu essen. Keiner kommentiert. Der Junge Mann weist mich sogar selber daruf hin, dass man das nicht soll: weder positiv noch negativ! Man weiß, an welchem Tag man etwas ausgesucht hat und der Junge Mann schreibt begeistert seine Ideen auf den Wochenplan, neben meine Vorschläge. Und ich habe meinen Kochblog um die Kategorie “Kinderküche” erweitert.

Ich hoffe, es glückt auf Dauer. Ich esse viel zu gerne als dass Essen zu einem Stressfaktor werden sollte.

Heute mal ganz kurz: Sibylle Berg “Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen”

Oktober 14, 2014

Liebe Leute, wenn ihr den Titel “Mal eben schnell die Welt retten” für eine gute Idee haltet um eine Klimaschutz-Demo abzuhalten, dann lest jetzt nicht weiter.

Alle anderen, die wie ich bei solchen Dinge eher ein Unbehagen empfinden, denen sei auch das Stück von Sibylle Berg “Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen” ans Herz gelegt (hier eine wunderbare Kritik bei Nachtkritik). Ich habs mir gestern angeschaut und muss sagen: GEHT REIN! oder LEST!

Nur noch eine Aufführung im November! Spielplan Gorki-Theater Berlin: Sibylle Berg.

Mein Sohn, der Zweitklässler. Teil 2.

September 30, 2014

Die 2. Klasse (die sich ja gerade gut anlässt) hat für den Jungen Mann noch eine andere Folge: die Freunde, die er im ersten Schuljahr unter den Zweitklässlern seiner eigenen Klasse (JÜL-Klasse) gefunden hatte, die sind nun alle GROSS. Sie sind nämlich, Tusch – Tadaaaaa und nochmal Trommelwirbel: unglaublicherweise DRITTklässler.

Ich kann mich noch gut daran erinnern wie es war als man in der Schule war und die anderen in den Klassen über einem waren so irrsinnig GROSS. So also jetzt also bei der 3. Klasse.

Die Drittklässler kennt der Junge Mann noch aus dem Jahrgangsübergreifenden Lernen (JÜL) seiner ersten Klasse und einige davon waren seine Freunde. Jetzt treffen sie sich höchstens mal auf dem Schulweg oder in der Pause und zunächst wurde da feste umarmt und sich gefreut. “Junger Mann, Junger Mann!!!” schrieen die Drittklässler und man hüpfte eine Runde über den Bürgersteig. Jetzt, so langsam….. beeilen die sich, wenn sie einen Zweitklässler sehen. Sie haben keine Zeit, oder jemand anderen, mit dem sie dringend reden müssen. Und vor einigen Tagen, als der Junge Mann nach der Schule noch mit einigen dieser Drittklässler spielte, da schlug es irgendwann um. Sie wollten ihn nicht mehr dabei haben, weil er ein Zweitklässler ist und sie was reden/spielen wollten was angeblich NUR für Drittklässler war. Der Junge Mann hatte Tränen in den Augen und verbiss sich aber das Weinen. Als ich ihn rausholte und mit ihm nach Hause ging, war er empört über diesen Verrat seiner (Ex-)Freunde, einer davon war ihm fast das ganze Jahr lang als Freund vorgekommen.

“Nur weil die jetzt glauben, dass sie erwachsen sind” schniefte er, “und weil sie denken, sie sind groß und ich bin zu klein! Ich bin auch schon ein Zweitklässler!!!!!”

Ich glaube ja, dass auch die Drittklässler versuchen sich nun irgendwie selbst zu finden – Freundschaften zu “Kleineren” passen da gerade nicht so gut rein. Trotzdem ist es für den Jungen Mann ein unglaublich schwieriger Moment und wir haben noch lange geredet und gekuschelt. Er hat ja noch andere Freunde, vielleicht sind die jezt einfach mal wichtiger.

Mein Sohn, der Zweitklässler.

September 25, 2014

Der Junge Mann ist nun in der 2. Klasse. JAWOHL, er hat die “Babys“, von denen er vergistt dass er vor zwei Monaten ja selber noch zu diesen Erstklässler – Babys gehört, er hat also die “Babys” hinter sich gelassen und ist nun ein sehr großer Junge. Und er wird mächtig gelobt: von den Lehrer/Innen und den Hortner/Innen, denn jetzt kann er eine Seite an sich ausleben die er schon länger hat, aber für die nie so richtig lLatz war, da er ja ein Einzelkind ist: er kann sich um kleinere Kinder kümmern. Er kann der Große sein und sie unter seine Fittiche nehmen.

Das hat er immer schon gerne gemacht, vorzugsweise bei den kleinen Geschwistern von seinen Freunden. Schon in der 1. Klasse umarmte er die, hob sie auf wenn sie hinfielen oder brachte sie in einer Umarmung von der Straße zurück wenn sie dorthin entwischt waren. “MAMA, der KLEINE ist weggelaufen!” lautete sein ängstlich-stolzer Kommentar als er mit dem KLEINEN (der 4 Jahre alt war) zurückkam. Er umarmt die Kleineren und spielt mit ihnen, manchmal benutzt er sie auch als Objekt um irgendwelchen Quatsch zu machen. Er mag kleinere Kinder. In Dosen – nicht den ganzen Tag.

Und jetzt, als Zweitklässler in einer jahrgangsübergreifenden (JÜL) Klasse, hat jeder ein keines Partnerkind und sowieso sind alle dazu aufgerufen, die KLEINEN aus der Klasse zu begleiten, ihnen alles zu erklären und sie eben einzubinden. Was der Junge Mann tut. So sehr, dass es nun Lob regnet und auch ich positive Kommentare über meinen wohlgeratenen Sohn zu hören bekomme.

Er ist also ganz gut angekommen, erstmal. Nun kanns weitergehen im Leben.

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