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Echter Kindergarten

April 5, 2011
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Weihnachtszeit im Kindergarten. OK, jaja, das ist jetzt eine Anekdote und schon ein bisschen her, aber eine erzählenswerte Anekdote.

Also: Weihnachtszeit im Kindergarten. Die Erzieherinnen sind super: es werden Hexenhäuschen aus Lebkuchen gefummelt, Kinder dürfen Lebkuchen belegen als „Fake-kekse“, überhaupt, Basteln, Weihnachten und Krams allerorten. Ich bin jeden Tag total platt, was hier alles angestellt wird und bin mal wieder heilfroh dass wir in diesem Kindergarten sind. Wie man hört, gibts jetzt nur noch freie Plätze für Geschwisterkinder….. also: Finger kreuzen und erleichtert aufseufzen dass unser Kleiner Mann hier ist. Ein kurzer Gedanke zurück an die besuchten Kinderläden…. wohliges Gegrusel….

Beim Abgeben des Kleinen Mannes am Frühstückstisch im Kindergarten höre ich, wie eine andere Mutter sich beschwert: „Hier wird ja NIX gemacht! Jetzt ist WEIHNACHTEN! Da könnte man ja wenigstens mal ein paar KEKSE backen!“. „Hm“, denke ich, „die Kekse stehen doch in der Garderobe….“, aber man steckt ja nicht in allen Eltern drin. In der Garderobe werde ich nochmal angesprochen: „Finden Sie nicht, die könnten mal ein bisschen MEHR machen?“. „Hm,“ sage ich, „eigentlich machen die doch ganz schön viel! Keksebacken, Pfefferkuchenhäuschen-Zusammenbauen, Theater spielen, Malen, Basteln….“. „Na, wenn Sie das finden…..“. Kindergärtnerin möchte ich auch nicht sein!

Vor einigen Monaten hatte ich mal so einen Flash, dass ich aus der Mamaversenkung auftauchte und dachte: Hej, jetzt ist der Kleine Mann über 2 Jahre, ich sitze zwar jeden Tag im Büro und meine Herzensarbeit liegt brach, ABER ich kann ja eigentlich immer noch mal was Neues machen. Das war ein tolles Gefühl, hah, in meinem Alter….! Wär doch gelacht! Vielleicht Kindergärtnerin?

Nach diesem Vorkommnis im Kindergarten glaube ich, Kindergärtnerin wird doch nicht meine neue Berufung. Ich bleibe doch lieber im Kundendienst im Büro und verzichte auf Eltern, die bei Elternversammlungen darüber reden, ob man nicht noch einen Tanzkurs für 2-Jährige anbieten könnte. Oder die sich beschweren, dass der kleine Hannes mit 8 anderen Kindern im Planschbecken (ca. 10 Zm. Wasserhöhe) unbeaufsichtigt planscht, denn darin kann man ertrinken. Seitdem gibt es in unserem Kindergarten keine Planschbecken mehr, die Kinder werden im Sommer hin und wieder mit dem Wassserschlauch beglückt. Allerdings nur die Kinder, deren Eltern dafür eine Einverständniserklärung unterschrieben haben.

Halleluja….. die Einverständniserklärungs-Welle rollt, bei den Elternversammlungen haben wir teilweise bis zu 5 Stück unterschrieben. Muss ja alles abgeklärt werden! Mal ganz ehrlich, wenn man aus religiösen Gründen nur im Ohr und nicht im Po Fieber messen soll, OK. Wenn ein Kind ne Eierallergie hat, soll es logischerweise nix damit essen. OK. Aber am Ende kommen wir soweit, dass wir noch unterschreiben müssen, dass die Kinder in den Pfützen planschen dürfen. Oder buddeln, denn sie könnten ja Sand schlucken. Oder schaukeln, da kann man sich ja auch ganz böse wehtun beim Runterfallen. Eigentlich, wenn ichs recht bedenke, wir hatten lange keine Elternversammlung mehr…. vielleicht sollte ich da mal was vorbereiten?

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