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eine ganz normale Fahrt am Abend

April 7, 2011

Jaaa, letzten Abend saßen der Kleine Mann und ich im ÖPNV und fuhren nach Hause. Der Abend fing super an, denn es gab die beliebte Diskussion: „Will keine Bananenriegel – will Schokoriegel…„, aber ich konnte das Ganze ziemlich gut umlenken, sodass größere Rote-Kopf-Anfälle ausblieben. Uff.

Jedenfalls saßen wir dann endlich im ÖPNV, der Kleine Mann war mit seinem Bananenriegel beschäftigt und wir hatten sogar einen Sitzplatz. In einer größeren Vierergruppe war ein Platz frei, da saß er glücklich auf meinem Schoß. Ich gestehe, ich sitze auch ganz gerne im ÖPNV, deshalb besetzen wir einen freien Platz immer zu zweit. Das war zwar ein größerer Lernprozess, aber jetzt ist klar: „Ich will sitzen – Mama will auch sitzen – also Schoß“.Manchmal treffen uns verständnislose Blicke, denn offensichtlich gibt Die Gute Mutter immer ihrem Kind den Platz und steht lieber selbst, auch wenn sie hochschwanger ist. Ernsthaft, habe ich schon öfter erlebt. Dann habe ich meist der Mutter unseren Platz angeboten, frage mich aber immer, ob das wohl überhaupt sinnvoll ist denn wenn man nicht mal dem eigenen Kind erklärt, dass Mama das nun wirklich nötig hat… egal, das ist ein anderes Thema.

Der Kleine Mann sitzt also auf meinem Schoß, guckt aus dem Fenster und plötzlich: ein Pups. Ein mittellauter. Aber wäre auch egal, denn wer den nicht gehört hatte, vernimmt jetzt die glockenklare Stimme eines (MEINES!) Dreijährigen, wie sie verkündet:

„Mama…. habe gepupst!“ Großes Gegiggel auf meinem Schoß.

Auch nur mittelleise sage ich sowas wie „Ach, tatsächlich….?“ und versuche das Thema zu wechseln: „Guck mal, eine Feuerwehr!“

Pah, Feuerwehr. „Mama, habe gepupst!“. Giggel-giggel-giggel. Die ersten amüsierten Blicke richten sich auf den Kleinen Mann auf meinem Schoß.

„Du Mama, im Kindergarten der Malte und der Joseph und der Paule – wir sind Pupsmänner!“

„Aha….“

„Mama, sind PUPSmänner!“

Oh Mann, neben mir wird schon leise gekichert, gegenüber die ältere Dame nimmts auch mit Humor.

„Mama, sind…… PUPSMÄNNER!“

Giggelgiggelgiggel. Zum Glück kommt jetzt der Streckenabschnitt wo man genau in einen Feuerwehrwachen-Hof reingucken kann. Das macht immer KLACK im Hirn vom Kleinen Mann, man kann fast dabei zusehen.

KRANKENWAGEN!!!!! Du Mama, ein Krankenwagen! Warum steht da Krankenwagen?“

„Ja, der macht bestimmt eine Pause!“
„Mama, warum macht jetzt Pause?!“

„Na, wenn kein Einsatz ist, dann machen die Feuerwehrmänner auch eine Pause!“

….- denk-denk-denk auf 95 Zentimeter Höhe -……

„Mama, wenn Wasser kommt, dann müsse Feuerwehr helfen! Wasser kommt ganz hoch, dann…. alles kaputt! Autos alle weg, dann müsse Feuerwehr alle helfen!!!“

Ohweia, da erinnert sich jemand ja noch ganz genau an die Bilder aus Japan. „Genau, da muss die Feuerwehr dann helfen!“

Zum Glück naht schon das Aussteigen, jetzt müssen wir nur noch 3 Treppen steigen und 20 Minuten nach Hause laufen…. natürlich ist das eine Strecke, die man eigentlich in 10 Minuten schafft, aber die kurzen Beine und die vielen Autos, Kräne, Zäune etc. machen das Laufen so schwer.

„Mama, warum ist Hand dreckig?“ – „Wenn du mit deiner Hand da am dreckigen Zaun langfummelst, dann ist sie dreckig!“ „Mama, guck mal ein Kran!“ …. unglaublich, dass wir am Ende (und gefühlte 20 Mal: „Nu lass uns mal weitergehen!“ später) tatsächlich Zuhause ankommen. Wie jeden Abend!

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