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Zuhause isses am schönsten!

Juni 16, 2011

Nun, wo der Kleine Mann größer wird und auch mal von sich aus Kumpels besuchen will, aber noch lange zu klein ist um sowas selbst hinzukriegen, fahren wir hin und wieder zu anderen Leuten nach Hause. Naja, manchmal treffen wir uns auch im Museum, aber meist trifft man sich zuhaus.

Da lernt man echt die Welt kennen und ich muss öfter mit Leuten reden, die ich mir sonst wirklich vom Leib halten würde. Schon, weil mich Themen wie „Wieviel zahlt ihr denn Miete“ und „Was macht ihr so beruflich“ nicht wirklich vom Hocker reißen. Das hat sich auch nicht geändert als ich Mama wurde. Da würde ich lieber schweigen, denn da scheint mir genetisch was zu fehlen am Konversationsgen. Bei solchen Fragen bekomme ich meist leichte Würgereflexe, es sei denn das Gegenüber ist mir extrem sympathisch. Ich zwinge mich also zu einer halbwegs sinnvollen Antwort… Letztens waren wir beim aktuellen Hauptkumpel und ich musste tatsächlich 5-6 Stunden am Stück reden und derartige Fragen beantworten. Das war anstrengend und danach war ich bettreif.

Bei manchen Eltern wird man auch zu sowas wie ner Seelenbeichte herangezogen (z.B.: die letzten Jahre /  wie schwierig alles ist / Beruf, Studium, Kind / warum es in der Ausbildung nicht weiter geht), manche Mamas lassen sich nach einigen Stunden über die Papas aus. Alles so Dinge, die ich nur in Maßen genießen möchte und das Gefühl geben, man selber erfülle so eine Art Seelsorgerfunktion bei Personen, die, ich interpretiere jetzt wild:

a) sonst wenig rauskommen, oder

b) wenige soziale Kontakte haben oder

c) immer mit denselben Leuten zusammentreffen, die all diese Dinge schon kennen.

Eine neue Mama, die da mit ihrem Sohn daher kommt, ist also genau die richtige, um sich jetzt alles mal anzuhören. Uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Dabei finde ich sowas in Maßen eigentlich auch nett! Ich meine, sooooviel komme ich nun auch nicht raus, also immer so im Dreitakt zwischen Büro, Kita und zuhause. Aber stundenlang…. und dazu in der Küche oder auf dem wild gemusterten Wildleder-Ecksofa vor der Glasvitrine mit den Souvenirs aus Übersee? Äh, naja.

Bald, in einigen Jahren, kann der Kleine Mann alleine zu seinen Freunden tigern….

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2 Kommentare leave one →
  1. Juni 16, 2011 12:11 pm

    der lebende spielplatz-problem-mülleimer… wohl ein allgemeines phänomen… aber man hat halt nicht mehr gemeinsamkeiten als ein kind, da fällt einem vielleicht nicht mehr ein…. bei manchen bin ich auch froh, dass ich mit denen nur über die allgmeinen meckereien reden muss…

  2. mama06 permalink
    Juni 17, 2011 8:04 pm

    oh ja das kenne ich auch und hasse es. Das sind die Leute wo ich versuche nie mehr hin zu gehen, meist gelingt es mir mit einem abwechslungsreichen Programm. Noch darf ich mit mischen. 😉
    Liebe Grüße Steffi
    (http://mama06.wordpress.com/)

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