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Eine Mutter spürt das!

Juni 24, 2011

Ich glaube nach „Wann kommt Nr. 2?“ ist das mein absoluter Lieblingssatz und man hört ihn überall. Möglicherweise auch in Variante: „Frauen spüren das einfach“ oder „diese besondere Mutter-Kind-Bindung....“ . Wenn ich den Besprechungen des „Eva-Prinzips“ glauben kann, dann ist das sogar fast genetisch. Frauen sind einfach so. Also Mütter jedenfalls, aber es liegt latent in jeder Frau drin. Laut einigen Autoren. Und diese Aussage entspricht so ziemlich genau meiner Erfahrung im Gespräch mit anderen Müttern. Von Männern/Papas habe ich die Aussage noch nie gehört.

Und klar – ich spüre wenn der Kleine Mann komisch drauf ist. Wenn eine Krankheit im Anzug ist. Wenn er ruhiger oder trauriger ist als sonst oder einfach anders. Und dann frage ich ihn, was denn heute so los war im Kindergarten. Aber: man spürt doch immer wenn einem nahe stehende Menschen anders sind als üblich?! Dafür muss man weder Mutter noch Frau sein, ich kenne genügend Männer / Papas, die das genauso können. Es geht also einfach nur um eine enge emotionale Bindung, nicht um das essentielle Muttersein, das angeblich Voraussetzung sein soll.

Warum muss ich mir also sagen lassen, dass ich sozusagen spüren MUSS? Dass das in mir drin liegt und dass es nur raus muss? Was ja im Umkehrschluss soviel heißt wie: Spüre ich in einer Situation nichts, bin ich keine richtige Mama, oder eine falsche oder eine falsch gepolte.Vielen Dank. Denn in den Situationen in denen ich wirklich nicht mehr sensibel bin, mache ich mir eh schon Gedanken weil was nicht so gut läuft. Mir dann noch selber vorzuhalten ich wäre ne schlechte Mama, macht das Ganze dann noch toller. Jaja, die Indoktrination wirkt, natürlich schießt mir das dann noch zusätzlich durch den Kopf! Und ja: es gibt Situationen wo ich so sauer bin, oder gestresst, dass ich mich erstmal 2 Minuten in die Ecke setzen muss um überhaupt wieder was zu spüren.

Wahrscheinlich spüre ich dann erstmal dies: leichte Verzweiflung, weil der Kleine Mann mir so sehr am Herzen liegt, dass solche Situationen mich echt aus der Bahn werfen.

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2 Kommentare leave one →
  1. Juni 30, 2011 9:09 am

    Jaja, die Biologie bestimmt uns ja Alle…ich weiß nicht wo Du wohnst, aber in Köln findet am 08.07. eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung statt: Mutterkult und Rabenmütter (http://www.boell-nrw.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=9135&returnurl=%2Findex.html) – ich geh hin und werd berichten!

    • Juni 30, 2011 9:19 am

      Auja, ich bitte um ausführlichen Bericht! ich wohne nämlich leider nicht in Köln…..
      Und der Satz stört mich schon seit ich Mutter geworden bin. Also seit 3 Jahren und 6 Monaten! Man könnte ja gleich sagen: „Mütter sind einfach überbegabte, spirituelle Wesen, die einen sensiblen unerklärbaren Draht zum Kind haben, der sich schon durch den biologischen Prozess der Schwangerschaft bildet.“ . So einen Quark würden doch auch die wenigstens glauben!
      Viele Grüße und ich freu mich auf den Bericht! Mama007

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