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Der Ernst des Lebens

Juli 4, 2011

Der Kleine Mann hat ja seine Freunde, seine Kindergartenkumpels. Die haben sich schon die Plasteenten über den Kopf gehauen, da waren sie gerade mal ein Jahr alt. Eine uralte Freundschaft also. Klar, manchmal kamen welche dazu, manchmal gingen welche weg, aber so prinzipiell sinds schon so einige kleine Kumpels.

Jetzt, zum allerersten Mal, müssen wir ihm erklären was einen „richtigen“ Freund ausmacht. Jemand, der dich nicht jeden Tag anbrüllt mit „Geh weg! Hau ab! Lass mich in Ruhe!“ und dann haut, beißt und kratzt. Der dich mehrmals am Tag anschreit und wegschubst. Sodass der Kleine Mann abends zuhause traurig dasitzt und sagt: „Mama, der Karl hat mich heute wieder gehauen. Will nicht mit mir spielen!“ . Klar, ich weiß, die Kindergärtnerinnen sagen dass eigentlich alles prima läuft. Dass der Kleine Mann mit allen, auch mit Karl, spielt und dass das gut läuft, kleinere Reibereien inklusive. Aber dieses traurige Rumgehocke zuhause, das kenne ich nicht vom ihm. Diese Traurigkeit, von jemandem den er als Freund bezeichnet, so behandelt zu werden, auch nicht.

Und das gibt uns allen zu denken. Denn dass man sich mal über ein Feuerwehrauto kloppt, klar. Oder sich über ein Buch streitet. Und sich dann schubst und streitet. Aber dass dich jemand aus reiner Lust am Hänseln schon am Frühstückstisch mit Schimpfnamen belegt, bis du weinst – das ist richtig fies. Und das ist dann kein Freund.

Der Ernst des Lebens…. und das schon im Kindergarten.

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