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Sone und solche.

Juli 14, 2011

Ja. Vielleicht ist das ja anderen Leuten auch schon mal aufgefallen. Mir fiels neulich ins Auge als ich mal ganz entspannt eisschleckend auf dem Spielplatz saß und mir andere Mamas anschaute. Mamagucken – beliebte Zwischenbeschäftigung während das Kind buddelt.

Dass man sich mit Kind und Schwangerschaft verändert – geschenkt. Man wird dünner oder dicker, kriegt schöne Haare und verliert sie wieder, Stresspickel blühen auf und ab – naja, undsoweiter. Ob jemand nu 20 Falten hat oder eine, das ist mir egal. Aber was ich wirklich beunruhigend finde ist die Aufteilung in die glücklichen, entspannten Mamas mit dem weichen Gesicht und die verhärmten, mit den nach unten gezogenen Mundwinkeln, die aussehen als wäre das gesamte Leben eine einzige „—PIEP—–“ .

Da tut es fast nichts zur Sache, dass auch die entspannten Mamas Riesenaugenringe haben und Stresspickel und ein Baby vorm Bauch und zwei Kleine davor und keinen Papa dazu. Sie wirken einfach entspannt, ausgeglichen und stehen über dem Schreien und Toben, das periodisch auch bei ihren Kindern ausbricht. Es scheint auch völlig unabhängig davon zu sein, wie das Kind, der Papa und der Rest der Welt sind – die verhärmten Mamas sehen einfach aus, als wäre das Leben ein einziger Misthaufen, aus dem auch ein reizender Papa zum Kind, ihr süßes Gör vor ihnen im Sandkasten und eitel Sonnenschein nichts Besseres machen können als eben genau das: ein Misthaufen.

Und wie ich da so saß musste ich mal wieder an all die Momente denken in denen ich unentspannt, genervt, von zu vielen Dingen getrieben dagesessen habe und finster vor mich hin gebrütet habe, während eitel Sonnenschein und ein spielendes Kind zzgl. Herrn Mama007 ein wunderbares Wochenende versprachen. Ob sich meine Mundwinkel auch schon nach unten biegen? Selbstauskünfte vom Spiegel zu verlangen, das klappt ja eigentlich nie. Hab´s trotzdem versucht – kein Ergebnis. Vielleicht glaube ich dann einfach mal den Aussagen von Freunden, die mich in letzter Zeit mit der Ansage überfielen: „Du siehst ja entspannt aus!“ . Umso bemerkenswerter als die letzte Zeit so gar nicht entspannt war.

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One Comment leave one →
  1. Juli 14, 2011 10:49 am

    Manchmal fragt man sich auch, wie bei so finster dreinschauenden, dauerschlechtgelaunten und permanent motzenden Mundwinkel-Runter-Eltern die Kinder trotzdem noch so offen, suess und froehlich sein koennen.
    Ein Glueck, dass das so ist.

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