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Ich habs getan

August 16, 2011

Zum ersten Mal habe ich einen Arzttermin für den Kleinen Mann abgesagt, um erstmal eine Zweitmeinung einzuholen. Zum ersten Mal hatte ich das unangenehme Gefühl, dass man uns eine ärztliche Maßnahme vorschlägt ohne sie konkret zu begründen. Bzw. mich in einem 7-Minuten-Maschinengewehrsprech mit den Fakten und Daten zur Notwendigkeit bombardiert, ohne dass ich dann nochmal was fragen darf. Fazit: Muss jemacht werden! Machense nen Termin!

Und, so mein unangenehmes Bauchgefühl, das führt nur zu einer weiteren guten Rechnung für den Arzt, aber zu keinerlei „Mehrwert“ für den Kleinen Mann.

Prinzipiell glaube ich unserer Kinderärztin natürlich, sonst wären wir nicht schon 3 Jahre bei ihr. Aber in diesem Fall….. dem Kleinen Mann geht´s soweit gut, er hat keine der angeblich hauptsächlichen medizinischen Indikationen. Warum also soll ich nun eine (ja, OK, kleine) Operation durchführen lassen, wenn eigentlich alles gut ist?

Eigentlich bin ich nämlich sonst nicht so. Das was der Kinderarzt schreibt, ist sonst nicht unsere Art. Wenn wir einem Arzt vertrauen, dann isses auch so. Da brauchen wir nicht noch notwendigerweise andere Ärzte obendrauf. Insofern ist es für mich eine Premiere, einen Termin abzusagen, noch dazu ohne Begründung. Und in der nächsten Zeit eine Zweitmeinung einzuholen.

Ganz ehrlich: ich fühl mich gerade sehr nah an den Übermüttern, die immer alles dreifach abklären, und gleichzeitig irgendwie schuldig, weil ich meinem Arzt nicht glaube. Dem ARZT glaubt man doch einfach immer….. wenigstens wird es den Kleinen Mann nicht stören, nochmal zu nem anderen Arzt zu gehen. Die Spielzeuge in den Wartezimmern sind immer besser als die zuhause!

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4 Kommentare leave one →
  1. August 16, 2011 1:18 pm

    Liebe Mama007,
    ich finde Deinen Impuls richtig und wichtig dass Du dein Gefühl dazu ernst nimmst. Ärzte sind nicht unfehlbar, dass wäre ja auch ein bisschen viel verlangt. Wenn deine Fragen nicht hinreichend beantwortet werden, tust Du ein Gutes für dich und den kleinen Mann woanders nachzufragen. Es ist ja nicht so, dass Du bei jeder Kleinigkeit zu drei Ärzten rennst und so eine kleine Operation ist für den kleinen Mann sicher ganz schön groß.
    Viel Erfolg!

  2. Morphium permalink
    August 16, 2011 4:19 pm

    Das hat gar nichts mit „Übermutter“ zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.
    Eine OP ist eine OP und birgt immer Risiken. Gerade für Kinder kann so eine „kleine“ OP ganz schön groß sein.
    Und ich finde es gerade wenn Sie sich da nicht hundertprozentig aufgeklärt fühlen eine ganz natürliche Sache eine zweite Meinung einzuholen.
    Ist ja nun nicht so wie in dem Artikel vom kinderdoc, wo die Eltern auf Teufel komm raus etwas negatives hören wollten und deshalb zum HNO gerannt sind, sondern es geht ja wohl in Ihrem Fall um eine Diagnose- und Therapieabklärung.

  3. mama06 permalink
    August 18, 2011 10:21 am

    Wenn man als Mutter Bauchweh bei so einem Schritt hat muss man das ernst nehmen. Das hat nix mit den Artikeln des Kinderdoc zu tun. Eine OP ist eine OP und wenn du da unsicher bist ist eine zweite Meinung mehr als angebracht.

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