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Sprechenlernen oder doch lieber das Alphabet?

September 13, 2011

Neulich lernte ich einen kleinen Jungen kennen, der war knapp 3. Wie soviele hier, wächst er mehrsprachig auf und im Gespräch mit der Mama kamen wir natürlich auch darauf, dass das so seine Tücken birgt und natürlich gabs auch hier wieder die Geschichte vom Sohn einer entfernten Bekannten, der „von Anfang an“ und klar wie ein Bächlein in der jeweils korrekten Sprache mit dem jeweiligen Elternteil parliert hätte. Jeder kennt so ein Kind eines entfernten Bekannten. Schade, dass ich kein entfernter Bekannter bin, dann hätte ich auch ein Kind, das wunderbar getrennt zweisprachig parliert. So bleibt uns ein Sprachkuddelmuddel, von dem wir hoffen, dass es sich irgendwann entwirrt.

Der besagte kleine Junge wuchs sogar dreisprachig auf, wobei man noch nicht wirklich von Mehrsprachigkeit sprechen konnte. Denn er redete fast nicht. Nur so etwas wirr. Man musste schon sehr genau hinhören um das Wort „Feuerwehr“ zu verstehen….. dafür lernte er aber schon das Alphabet. Ja genau. Al-pha-bet. Mama las ihm immer ein Buch mit dem Alphabet vor, sodass er schon die Buchstaben benennen konnte. Ich sags ja immer, man kann nicht früh genug anfangen. Und lesen ist ja  auch wichtiger als sprechen.

Und das Feuerwehrauto kann man ja auch einfach zeigen. Reicht doch!

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3 Kommentare leave one →
  1. September 14, 2011 7:30 am

    Also bisher trennt unser Blag beide Sprachen korrekt, und das von Anfang an (was mich von Anfang an extrem erstaunt hat – ich haette naemlich mit genau einem Kuddelmuddel gerechnet). Man merkt zB., dass er morgens, wenn es in die Kita geht (griechische Erzieherinnen), auf griechisch switcht – dann redet er auch mit mir kein deutsch mehr. Die Grosseltern dagegen werden ausschliesslich mit deutsch zugetextet, der Papa griechisch.
    Allerdings werden hier ja auch noch keine Saetze gesprochen, daher kann das ja auch alles noch kommen.
    Das Alphabet kann er aber erst bis C. (oder vielleicht will er ja auch einfach das Lied von der Katze im Schnee hoeren….)

    • September 14, 2011 8:00 am

      Dann bitte ich hiermit um Erlaubnis, Sie als die „entfernte Bekannte“ im nächsten Mama-Angebe-Gespräch benutzen zu dürfen, wenn das in Ordnung ist!
      Und Glückwunsch, dass es bei Ihnen klappt. Berichten Sie mal, wie es sich so entwickelt!

  2. September 15, 2011 8:45 am

    ich habe lange überlegt, ob ich hierzu was schreiben soll oder nicht. ich war ehrlich erstaunt, dass es wohl nicht normal ist, dass ein mehrsprachig erzogenes kind die sprachen korrekt auseinander hält. unser nachwuchs tut dies. mit drei sprachen. aber woran liegt das? keine ahnung. von geburt an wurde er erstmal zweisprachig zugetextet. mein mann sprach ausschließlich mazedonisch mit ihm, ich deutsch. von jr. kam gar nix. mit einem jahr kam er in den kiga und bekam dort die dritte sprache mit auf den weg: norwegisch. mit zwei jahren fing er endlich an zu sprechen. die ersten wörter waren vorrangig die, die in allen drei sprachen gleich waren oder sich ähnelten. vielleicht half es, dass alle drei parteien sich weigerten (bzw. einfach nicht in der lage waren) die anderen zwei sprachen zu verstehen und ggf. auf gesagtes zu reagieren. und es funktioniert. inzwischen lacht er mich aus, wenn ich versuche auf mazedonisch zu reden (was im urlaub dann schonmal notgedrungener maßen vorkommt) und erklärt mir eiskalt, dass ich das nicht kann. gleiches gegenüber seinem papa, wenn er deutsch spricht (wobei er sehr gut deutsch spricht). instinktiv weiß der kleine mann, wenn jemand nicht seine muttersprache spricht. das norwegische hat sich ja erledigt, wobei er allerdings noch einige dvds auf norwegisch anschaut (in ermangelung anderer spracheinstellungen) und siehe da, überraschte er mich gestern mit absolut korrekten norwegisch und der entsprechenden übersetzung ins deutsche. da war ich baff.

    dafür haben wir andere probleme, die sie wahrscheinlich nicht bewältigen müssen. jedes kind ist halt anders. einfach dranbleiben und nicht aufgeben. 🙂

    ps: vom alphabet sind wir weit entfernt.

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