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Delegieren, Delegation, Gratulation.

September 21, 2011

In letzter Zeit habe ich es geschafft. Ich kann akzeptieren, dass ich den Kleinen Mann auch mal familienintern delegiere. Oder freunde-intern. Ich geh dann stattdessen einkaufen, lesen oder schlicht und ergreifend Kaffee trinken. Oder, traumhaft: widme mich wieder regelmäßig an einem Abend der Woche der Herzensarbeit und an einem anderen der körperlichen Ertüchtigung. Das hat mich nun 3 1/2 Jahre gekostet soweit zu kommen, aber: so ganz OK ist es trotzdem noch nicht. Periodisch winkt das schlechte Gewissen und sagt: DU sitzt hier und trinkst Kaffee und was ist mit dem Kind????? Als würde das Kind familien- oder freunde-intern schlecht behandelt, geschlagen und würde Hunger leiden. Alles natürlich weil Mama007 nicht zur Stelle eilt bzw. bereits zur Stelle ist weil sie die Stelle nämlich gar nicht erst jemand anderem überlassen hat.

Hah, zwei Abende die Woche! Plus unsere Wochenenddienste. Du lässt das Kind alleine! Nicht mal abends bist du da! Schlechte Mama! Schiebst die Herzensarbeit und den Sport vor. Hah! Willst dich nur nicht kümmern! Bist froh, dass das jemand anders für dich erledigt! So spricht das schlechte Gewissen und macht sich breit.

Ich gebe zu, das schlechte Gewissen, das da schlägt, passt eigentlich nicht zu meiner Eigensicht auf mich als Mama und zu meinen Ansprüchen an Mamas im Allgemeinen. Präsent ist es trotzdem. Obwohl mir die „Fremdbetreuung“ angeboten wird, ich muss sie noch nicht mal einfordern. Nur von mir selber muss ich Disziplin einfordern um mich nicht schlecht zu fühlen, dass ich sie annehme.

Aus diesem Grund will ichs heute und hier wissen und habe meine eigene kleine Umfrage dazu erstellt. Ich freu mich wenn ihr mitmacht!

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10 Kommentare leave one →
  1. September 21, 2011 7:00 am

    ha, ich hätte auch nie gedacht, dass ich mich mal für alles verantwortlich fühle. dabei ist es nicht das schlechte gewissen, das mich plagt. eher das gefühl, ich müsste ‚das bisschen‘ doch alleine können. als hätte das kind keinen vater, nicht die tollste tante der welt und großeltern, die besser mit kindersachen ausgerüstet sind als wir. loslassen heißt bei mir das zauberwort. und der arbeitseinstieg ist hoffentlich der anfang davon (sag bitte nicht, da wirds dann noch schlimmer…)

    • September 21, 2011 7:39 am

      Nun ja, der Arbeitseinstieg ist schon der Anfang. Man hat ja gar keine andere Wahl als sich mal zusammenzunehmen und loszulassen. Bei mir ging jedoch der Arbeitseinstieg (der Kleine Mann war 6 Monate und abgestillt) und noch viel mehr der Kindergarteneinstieg ein halbes Jahr später mit üblen Schuldgefühlen einher. Hat länger gedauert, das hinter mir zu lassen.
      Aber die gute Nachricht lautet: es wird mit der Zeit.

  2. September 21, 2011 7:34 am

    „Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf“ ein weises afrikanisches Sprichwort ohne Schuldgefühle und schlechte Gewissen, im Gegenteil.
    Gruß von Penelope

  3. September 21, 2011 7:42 am

    Ich habe hoechstens ein schlechtes Gewissen dem Papa gegenueber, wenn der Arme abends aufpassen muss wenn ich trainiere oder unterrichte (dabei ist er der Papa, der kann ja ruhig auch mal ran ^^)
    Dem Kind gegenueber – gar nicht. Dem tut es sichtlich gut, nicht ausschliesslich von mir betueddelt zu werden (und ich bin ausserdem ausgeglichener, was ihm auch nur zum Vorteil gereicht).

  4. September 21, 2011 12:08 pm

    Aus Mangel an Deligier-Freunden oder -Familie müssen wir uns mehr oder weniger selbst kümmern. Aber ich persönlich sehe keine Probleme darin, auch mal wieder den Fokus auf die eigene Person zu lenken. An den Wochenenden haben Herr Müller und ich unsere Freizeit aufgeteilt: Jeder hat einen Tag „frei“. Zum Einkaufen bringen wir unser Kind ins „Spielparadies“ des Supermarkts und auch sonst findet sich immer mal jemand…
    Nur zu, auch das Kind kann eine mutterlose Zeit mal ganz gut gebrauchen. 😉
    Frau Müller.

  5. September 21, 2011 8:41 pm

    Das P. wurde uns schon regelmäßig von der (O)Mi abgenommen, als sie noch ganz klein (sprich etwa 4 Monate) war. Anfangs zum spazieren gehen, dann für ein paar Stunden, das erste Mal über Nacht usw.

    Meistens an etwa einem Wochenende im Monat. Dann gehen wir abends weg. Ich finde, dass es sich gut anfühlt. Ein schlechtes Gewissen habe ich (weitgehend) nicht, weiß aber, was du meinst 😉

  6. September 24, 2011 9:42 pm

    wir haben absolut keine familie in der nähe, aber etliche freunde, die sich zum sitten anbieten. statt das anzunehmen, laß ich öfter die gelegenheit verstreichen, weil ich anderen nicht zur last fallen will. schön blöd was? 🙂 mein schlechtes gewissen hab ich dann eher den freiwilligen helfern gegenüber.
    generell denke ich aber, wir (oder besonders ich allein) sollten das viel mehr in anspruch nehmen. ich finde es nämlich wichtig, daß kinder auch wissen, daß sie von anderen ebenso gut betreut werden können.

  7. Oktober 10, 2011 6:23 am

    Ich delegiere gnadenlos.
    Bei drei Kids wäre ich sonst längst nur noch „Mutti“.
    Ich delegiere sobald ich abgestillt habe, und ohne schlechtes Gewissen… meist aber nur, um Zeit mit Mann verbringen zu können.

    Die Brut hat vielleicht nicht immer die schönste Zeit währenddessen, aber wer hat die schon immer ;-)?

    • Oktober 13, 2011 9:10 am

      Danke für deine Kommentare, jetzt lese ich bei dir mit und werde ganz bestimmt bald den world best crumble ausprobieren!

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