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Ein Tag hat 24 Stunden

Oktober 26, 2011

Der Tag hat 24 Stunden und eine Woche 7 Tage. Trotzdem scheints mir jeden Tag als wäre da zuwenig Zeit für alles.

8 Stunden Arbeit, 1 1/2 Stunden Hin- und Herfahren bis nach Hause und zurück, dann Essen machen, spielen, aufräumen, den Kleinen Mann ins Bett bringen. Anrufe machen? Fällt meist aus. Erstens besteht mein Job aus hauptsächlich Telefonarbeit und nach 8 Stunden Kundenkontakt am Telefon ist mein Bedarf an Telefonieren und reden mehr als gedeckt, zweitens lag mir das Schreiben schon immer mehr. Nachdem der Kleine Mann im Bett ist: Ausruhen. Noch was Lesen, fernsehen, Tagebuch schreiben? Was für die Herzensarbeit machen. Schon ist es 22 Uhr. Oder 23 Uhr. War ich das, die noch vor einigen Jahren gesagt hat, unter 10 Stunden Schlaf fühle sie sich immer völlig kaputt? Heute klingelt um 6.30 der Wecker. Macht: 7 Stunden 30 Minuten.

Das Buch, zu dem man mich eingeladen hat, wächst um ca. 1 Seite pro Monat. Zum Glück ist der transatlantische Kollege ebenso eingespannt – nur aus unterschiedlichen Gründen. Aber das heißt: mein schlechtes Gewissen wegen der Langsamkeit muss nich gar so groß wachsen….

Am Wochenende höre ich von Kollegen und Nachbarn verlockende Geschichten: sie werden sich am Wochenende überhaupt nicht aus der Wohnung bewegen. Sie werden sich völlig von der Welt abkapseln und ihre 2 Jobs, die Abschlussarbeit und die Uni einfach vergessen. Sie werden den Bade- bzw. Morgenmantel gar nicht erst ablegen. Sie werden mindestens 2 Mal baden, essen, lesen und das Haustier betüdeln. Ja, so waren meine/unseren Wochenenden auch mal. Heute gehen wir raus, spazieren, einkaufen, Freunde besuchen. Wir spielen, malen, basteln und gehen auf den Flohmarkt. Verstehen Sie mich nicht falsch – das macht Spaß. Es ist schön mit dem Kleinen Mann zu quatschen und sich seine Welt zu betrachten. Es ist einfach herrlich. Nur entspannend ist es nicht und meine Energiereserven sind manchmal soweit unten dass ich das Gefühl habe ich könnte hier und auf der Stelle heulend zusammenbrechen. Natürlich mache ich weiter. Klar, oder? Kommt ja immer irgendwann der Abend, an dem man sich dann um 8 Uhr ins Bett begibt und einfach mal durchpustet. Bis der Kleine Mann rauskommt, weil er Durst hat und nicht einschlafen kann. Oder das Kuscheltier ist aus dem Bett gefallen. Oder er wollte nochmal gucken, ob wir auch da sind. Wir sind immer da. Eltern eben.

Es gibt soviel zu tun. Ich möchte alles und zwar nicht nur für 3 Minuten täglich. Kleiner Mann, Beziehung, Herzensarbeit. Der Tag ist viel zu kurz.

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2 Kommentare leave one →
  1. Oktober 26, 2011 8:52 am

    oh ja, sprichst mir aus der seele! und ich fange ja grade erst an… und lerne immerhin schon: pausen machen. immer mal wieder, kurz. minime mit dem mann für ein stündchen vor die tür schicken und in die wanne. minime mal alle zwei monate bei den großeltern abgeben über nacht. kleine oasen. und trotzdem hätt ich nix dagegen, wenn der tag länger wäre. immer diese zerfressende selbsthetze!

  2. Oktober 31, 2011 7:31 pm

    oh ja, den tag über hetz ich von einem zum nächsten, hier noch schnell, ich wollte ja noch und müsste aber eigentlich. stunden zerfasern zu minuten, nichts halbes, nichts ganzes. richtig zufrieden bin ich nach meinem tagwerk nie.
    die abende ziehen sich in die länge, die kurze freizeit muss ja intensivst genutzt werden und ach, noch 10-20-30 min, morgen geht ja der gleiche trubel von vorn los. nur dass der darauffolgende schlafentzug den morgen auch nicht leichter macht.

    bis die akkus leer genug sind um punkt 21.00 uhr todmüde in die kissen zu sinken und im koma auf das kommende warten.

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