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Wer macht eigentlich diese Hörspiele?!

Januar 13, 2012

Wie bereits erwähnt, bekam der Kleine Mann zu seinem Geburtstag ein Dinobuch mit zugehöriger CD. Das Buch ist ja gut und schön, aber die CD löste erst bei mir (beim dritten Durchlauf) und mittlerweile auch bei Papa007 kleinere Aggressionsschübe aus. Auch andere Eltern erzählten mir unterdessen, dass sie die diversen Hörspiele und Musikkassetten ihrer Kinder ab der 5ten Wiederholung  nur und ausschließlich im Yogazustand ertragen. Besonders schlimm war wohl Benjamin Blümchen alias „Töröööööööö…..“….

Aber zurück zu unserer Nemesis. Erstens mal: Warum müssen das eigentlich drei männliche Personen sein, die das ganze Hörspiel bestreiten, zwei Jungs und ein Papa? Gibts keine Mädchen die Dinosaurier cool finden oder was über sie wissen? Das nervt.

Zweitens: Warum muss das ein ganz ganz schlaues Kind sein und ein nicht ganz so schlaues? Und warum kann das ganz ganz schlaue Kind zwar wissen, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist und das Wort „Parasaurolophus“ fehlerfrei aussprechen aber das Wort „Meteorit“ kriegts einfach nicht raus? Das macht doch keinen Sinn! Schon mal gar nicht wenn man das Hörspiel dann schon 30 Mal hintereinander durch hat. Und warum war das nicht ganz so schlaue Kind zwar schon x-mal mit seinem Papa im Steinbruch und hat dort sogar mal „einen Ammoniten“ erklopft, hat aber bei all den Ausflügen mit seinem Papa NIE über Dinosaurier gesprochen und ist jetzt der Depp was diese Viecher angeht? Das macht doch alles keinen Sinn, liebe Hörspiel-Schreiber!

Und drittens, und das regt mich persönlich bei jedem Hören mehr auf: die einzige Aussage die hier über eine Frau getroffen wird (eine Mama) hat mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun. Da ja die Meteoritentheorie abgehandelt wird, wird natürlich davon geredet, dass durch den ganzen Staub die Vegetation nicht mehr wächst, ergo sterben die Pflanzenfresser, dann die Fleischfresser…. und DANN sagt das nicht ganz so schlaue Kind: „Soviel Ärger wegen so ein bisschen Staub! Gut, dass Mama immer Staub wischt!!“ und dann lachen alle drei irgendwie dreckig.

Wer bitte macht denn im 21. Jahrhundert solche Texte????? Da wird einem doch echt schlecht. Zum selber Nachhören schauen Sie bitte dieses: Was-ist-Was-CD Ich glaube, die furchtbare Staub-Stelle findet sich im 3. Hörbeispiel.

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6 Kommentare leave one →
  1. Januar 13, 2012 10:13 am

    Gut, dass Mama immer Staub wischt!!“ und dann lachen alle drei irgendwie DRECKIG.
    *~* ich kann Dir nur von Herzen beipflichten!

  2. Käfer permalink
    Januar 13, 2012 11:41 am

    Nicht nur Törö hat mir manchen Sonntag verleidet… auch Kinderlieder können schrecklich sein: „Lieber Igel, lass mich leben, ich werd‘ dir auch meine Schwester geben.“

    Das kommentiere ich nicht.

    Meine Tochter hört die alten Märchenschallplatten – inzwischen auf CD gezogen – und den Märchenwald-Kram (für Nichteingeweihte: Pittiplatsch & Co.) und wird klischeefrei, gewaltfrei und Blödheitsfrei berieselt. Und die bessere Qualität von Stimmen und Aufnahme schonen meine Ohren.

    Egal wo, es scheint keine Redakteure mehr zu geben, die mal gegenlesen / gegenhören.

    LG der sehr selten staubwischende Mutterkäfer

  3. Anna permalink
    Januar 13, 2012 11:56 am

    Es kommt der Tag, an dem Sie Benjamins Töröööö vermissen werden. Glauben Sie nicht? Ich hab’s auch nie für möglich gehalten. Und dann kamen Freunde des Juniors, die in mit 50 Cent und, noch viel schlimmer, Massiv & Konsorten infiziert haben. Und schwupps hatten wir die erste Diskussion darüber, welche „Musik“ hier nicht toleriert wird. Nu ja… angesichts mancher Songtexte ist die Dinosaurier-CD harmlos. Traurig, aber wahr. :/

    • Januar 13, 2012 12:11 pm

      Uiuiui. Ja, an diese Aussichten denke ich momentan nur sehr ungerne und schiebe das noch ganz weit weg.
      Es wird sich ja eh nicht vermeiden lassen, irgendwann…. Ihre Mama007

  4. Januar 15, 2012 10:35 am

    Haaallo!

    Das finden wir auch – deshalb revolutionieren wir den Hörspielmarkt für Kinder basierend auf einem medienpädagogischem Konzept.

    Kindgerechte Kulturvermittlung mittels spannend aufbereiteter Detektivgeschichten.

    Emma & Finn auf Tour – die erste Reisehörspiel-Stadt ist Leipzig. Berlin wird bald folgend.

    Herzliche Grüße
    Philipp

  5. Januar 17, 2012 10:10 pm

    Meine Negativ-Highlights:
    1.) Bobo Siebenschläfer. Nicht zu fassen, die „Hmpfen“ nur, die Viecher. Wer´s einmal gehört hat, vergisst es nimmermehr
    2.) Conni – Conni mit der Schlei-ei-fe im Haar. Das nervigste Streberkind aller Zeiten
    Liebe Grüße
    RALV

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