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Da fehlt doch was!

Februar 2, 2012

Genau. „Da fehlt doch was!“ – das sagte neulich eine Mama zu mir, als sie mich mal ohne den Kleinen Mann in der Stadt traf. Jahaha, auch Mama007 hat manchmal 50 Minuten Zeit alleine, zwischen Arbeitsende und Kleinem-Mann-nach-Hause-schleppen. In diesem Fall musste Mama007 auch nohc schnell Thaibasilikum und andere spannende Dinge im Asialaden besorgen. Und da der Kleine Mann immer meckert wenns um den Asialaden geht („Mama….. das stinkt! Ich möchte da nicht rein….„) und es außerdem toll findet wenn man ihn erst spät aus dem Kindergarten abholt weil er dann da noch das 100-Teile-Dinopuzzle machen kann, ja, also in diesem Fall ist Mama007 dann eben mal alleine in der Stadt.

Aber eben: „Da fehlt doch was!“ . Das Hinterhältige an diesem Familiending ist ja, dass man ohne die kleine warme Hand in meiner (momemtan eher ein Handschuh als eine Hnad, aber gut) sich eben auch komisch fühlt. Da fehlt was. Ein Meckerkopp neben mir und einer, der unvermittelt Küsschen gibt. Einer, der mir übers Gesicht streichelt und einer der schreit „NEIN!!!!!!!! JETZT!!!!!!!!!!!!!!!!“ wenn ich sage, dass wir bestimmte Dinge (Orangensaft kaufen/ Dinos besuchen / Bus fahren) nicht JETZT machen können sondern später/morgen/im Sommer. Irgendwie fehlt da was wenn dieser Kleine Mann eben mal nicht da ist. So sehr ich das auch genieße wenn ich mal alleine – andererseits ist es eben auch nicht schön. Also nicht schön im Sinne von – hej, wo isser denn jetzt? Irgendwie nicht da??? Manchmal glaube ich, es wäre einfacher eine Supermama zu sein, die ihre Kinder einfach NIE weglässt, sondern immer alles mit ihnen zusammen macht weil es so toll ist, und wozu hat man denn Kinder? Wäre ich so eine Mama, müsste ich mich mit diesen seltsamen Ambivalenzen meines Lebens gar nicht herumschlagen…..

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5 Kommentare leave one →
  1. Februar 2, 2012 8:10 am

    Nee, ehrlich, da fehlt was. Aber eine Supermama bist Du, vielleixcht gerade deshalb, weil auch Du mal alleine bist. Wie soll denn die Mama, die nie ihre Kinderbrut aus den Augen lässt wissen, das ihr was fehlt. Ist man glücklicher, wenn man seine eigene Person, Bedürfnisse, Zeitfenster für Herzenssachen „verdrängt“, wichtigeren opfert oder was es da noch für heere Gründe geben mag. Das glaub ich nicht. Ich freue mich schon, wenn ich kleinen Ärmchen sich um meinen Hals schlingen und zärtlich „Mama“ hauchen, wenn frau mal z.B. 24h Dienst hatte und vermißt wurde. Das hindert die geliebte Brut natürlcih nicht, sich im nächsten Augenblick schreiend gegen irgendetwas zu wehren oder haben zu wollen, oder……!
    Ambivalenz heißt 2 Pole, heißt Energieströme, heißt Reibung, heißt Wärme. Dauraus wächst was, immer. Was, das hängt an uns.

    Huchm heute so philosophisch;-) Bestimmt weil wir gestern den Freud-Film gesehen und danach noch ein schönes Essen beim Vietnamesen hatten. Omi sei dank. So ganz als Paar.

    LG, Sabine

    • Februar 2, 2012 8:37 am

      Ambivalenz heißt WÄrme und Reibung – das finde ich wunderschön ausgedrückt.
      Danke! Ihre Mama007

    • Februar 2, 2012 9:02 pm

      Gefällt mir, was Masa da sagt. Aus Ambivalenz wachsen. Ich glaube auch (an guten Tagen) das Muttern aus der Ambivalenz heraus reift. Jeder Tag, an dem ich mich zerrissen fühle, bringt mich aber auch der Entspannung ein bisschen näher und das ist dann wieder „jut für die Brut, oder?“

      • Februar 3, 2012 8:14 am

        Ja, ich fand auch, dass das wirklich eine sehr schöne Aussage war. Und an deinen SAtz, dass man sich mit jeder Trennung etwas Gutes tut „für die Blagen!“, den merke ich mir auch!
        Grüße: Mama007

  2. Februar 2, 2012 11:05 am

    Eine Weile bin ich hier schon stille Leserin und komme sehr gerne her 🙂 .

    Für mich und meine Kids ist es ganz wichtig, dass wir uns gegenseitig auf unsere individuellen Bedürfnisse aufmerksam machen. Genau so wie in der Beziehung zwischen uns „Großen“. Kinder und Erwachsene, die wie selbstverständlich über die Bedürfnisse des Nächsten hinweggehen, als gäbe es die gar nicht (wahrscheinlich merken sie es tatsächlich nicht, haben schon genug innere Hornhaut) erlebe ich jeden Tag aufs Neue. Angenehm ist das nicht. Ich finde nicht, dass die Eltern, die ihrem Nachwuchs von den eigenen Bedürfnissen völig fernhalten, Supermütter sind.

    Super, ‚Mama‘, wenn du dir die Arbeit machst, und eben grade kein Gefühlsmonster heranwachsen lässt!

    Abgesehen davon, die Wünsche anderer erkennen und respektieren zu lernen: dass als unangenehm empfundene Gerüche wirklich für jeden von uns mal richtig lästig sein können, ist unbestritten. Sowas auszuhalten, kann schon schwer sein. Hat also dann nichts mit der Akzeptanz der Bedürfnisse des Menschen Mama zu tun, sondern mit dem eigenen Durchhaltevermögen in unangenehmen Dingen. Was dem Einen sin Uhl, ist dem Anderen sin Nachtigall. Eventuell könnte er in diesem Laden seine Mütze oder den Schal als Atemschutz verwenden? Und man könnte ausmachen, dass wenn er so lange aushalten wird, wie er eben grade kann und dann dafür belohnt wird? Eben nicht als Bestechung, sondern als kleine Würdigung seines Aushaltens? Ich glaube, dass mit der Zeit und positiver Rückmeldung auch die Bereitschaft, mal auszuhalten, zunimmt und gleichzeitigt merkt das Kind, dass seine Empfindungen nicht böse sind, und es sie sagen darf. Und danach haben wir einen Plan gemacht und gemeinsam überlegt, was geht und wovon wieviel. Spannende Sache für mich als Mama. Beziehungsarbeit ist halt echte, auch anstrengende Arbeit (und wird heute wenig als solche gewürdigt). Danach können dann alle Beteiligten auch rechtschaffen müde sein.

    PS: Sorry, das ist jetzt länger geworden als gedacht.

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