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„Wenn ich nochmal 17 wär….“

August 27, 2012

Letztens traf ich eine meiner alten Professorinnen bei einer Hochzeit wieder. Die Dame, anerkannte Wissenschaftlerin auf unserem Gebiet der Herzensarbeit, hatte einiges zu sagen, das auch mit meiner, eher pessimistischen, Einschätzung der Lage der Geisteswissenschaften in Deutschland im allgemeinen und unserer Herzensarbeit im besonderen zu tun hatte. Wir redeten also über prekäre Arbeitsverhältnisse, abgebrochene Dissertationen, unglückliche Wissenschaftler in fachfremden Stellen.

Zum Abschluss aber sagte sie: „Wenn ich jetzt nochmal 17 wär“ (sie ist nun über 70), „dann würde ich es alles noch einmal GENAUSO machen. Ich liebe diese Arbeit.
Das ist unser Dilemma. Wir alle lieben unsere wissenschaftliche Herzensarbeit und stecken gratis viel zu viel Liebe und Arbeit und Geld und Zeit hinein. Niemand honoriert es und wir sind trotzdem dumm genug es weiterhin zu tun. Wie sehr hatte ich mir geschworen das NICHT zu machen und dem System nicht noch mehr Nahrung zu geben, aber der innere Drang an die Bücher, die Daten, den Schreibtisch ist einfach größer. Und der Spagat zwischen 40-Stunden-Woche, Herzensarbeit, Familie, Kind und Herzensarbeit dementsprechend nicht kleiner. KÖnnte man mir bitte eine große Portion VERNUNFT einimpfen, damit ich mich einmal mit meinem Geldjob zufrieden fühle?

Ach ja…..

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