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Mann oh Mann, Mode schlägt Wellen….

September 28, 2012

Ich habe vor längerer Zeit mal über die Ottobre gebloggt. Mittlerweile ist der Ottobre-Artikel-Link sogar schon ein Suchbegriff für meinen Blog. Die Kommentare zeigen außerdem, dass das Thema Modezeitschrift / Schnittmusterheft extrem hohe Emotionen auslöst. irgendwie habe ich das Gefühl, ihr fühlt euch angegriffen. Also hier nochmal zusammengefasst:

Erstmal, und hier ist wohl wirklich die Emotion mit der Kommentatorin durchgegangen: Nein, mein Sohn trägt keine Müllsäcke. Man kann Mode untoll finden und sein Kind trotzdem normal kleiden. Es gibt ja auch Mütter die Vegetarierin sind und trotzdem den Kindern Fleisch kochen. Und jetzt zum ernsthaften Teil.

1) Ich bin nicht gegen euren Ottobrekauf und dagegen, dass ihr daraus was nachnäht. Prinzipiell ist es vermutlich ziemlich sicher besser selber zu nähen als H&M zu kaufen.

2) Ich fände es auch nicht besser, wenn die Ottobre in Recycling-Optik statt in Hochglanz daherkäme. Der Punkt ist nämlich der und ich stelle ihn hier nochmal ganz klar nach vorn:

Mein Beitrag GEGEN die Ottobre (als Beispiel) und die Konzepte die darin eingeschlossen sind, beruht auf einem extrem schlechten Gefühl meinerseits dass man eine MODEzeitschrift für Kinder macht. Mode impliziert ja nicht nur nette Anziehsachen sondern einen ganzen Haufen riesig großer und größtenteils eher unangenehmer Konzepte zu Körper, Geschlecht und Gewicht. Und ich finde es einfach nicht besonders toll wenn mir die Ottobre auf ihrer Homepage sagt, dass man eben speziell Mode für Kinder mache, eine Kindermodedesignerin habe, etc. Und dass die Ottobre eine Modezeitschrift für Kinderkleidung ist, die AUCH Kinderkleidung zum Selbermachen anbietet, sagt sie sogar selbst. Dabei gehts mir gar nicht darum dass die Ottobresachen eventuell nett aussehen oder schöne Stoffe haben oder dass es günstig/individuell/schön ist selbst zu nähen. Es geht mir auch nicht darum, dass Kinder keine Klamotten bräuchten oder dass die nicht speziellen Gegebenheiten Rechnung tragen müssten.

Der Punkt ist: Kinder sind Kinder und jeden Tag unseren gesellschaftlichen Konzepten ausgesetzt. Und Mode als Konzept sollte  in Kinderleben möglichst wenig zu suchen haben. Mode mit all ihren Implikationen zu Körper, Individualität und Gender kann aus dem Leben des Kleinen Mannes gerne draussen bleiben solange und soweit es geht und, wenn es nach mir ginge, auch aus den Leben anderer Kinder. Und modischen Einfluss versuche ich solange wie möglich zu minimieren. Mode wird in ihrer Allgegenwart durch Zeitschriften noch überhöht und noch präsenter gemacht als sie so schon ist. Muss das sein? Muss es nicht, finde ich. Denn der Markt für Kindermode und Babygadgets wächst eh schon so sehr dass einem schlecht werden kann. Allein hier gibts über 2 Millionen Einträge dazu.

Insofern ist die Ottobre also auch nur ein Beispiel. Vielleicht ist sie ja besser, weniger stylish etc als Kram wie die Brigitte Teens oder Young Miss etc.  Aber sie schwimmt eben auch auf dieser Welle mit. Die wir ja selber tragen weil uns MODE so wichtig ist, dass wir auch unsere Kinder schon damit konfrontieren wenns meiner Meinung nach noch nicht nötig wäre. Und aus diesem Grund bin ich gegen Modezeitschriften für Kinder.

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2 Kommentare leave one →
  1. September 28, 2012 9:28 am

    Ich bin gespannt auf die Kommentare… 😉 LG

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