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Schule, die # 4

Oktober 4, 2012

Die Schule dräut weiter am Horizont. Hier Teil I und Teil II  und Teil III des Dräuens. Mittlerweile hat uns die zuständige Grundschule informiert, WANN wir den Kleinen Mann dort an- und ummelden können. Soweit sogut, und eigentlich standen wir schon recht gut organisiert da und hatten einen PLAN. Ich habe meistens einen Plan, sonst habe ich keine ruhige Nacht mehr. Und normalerweise auch noch Plan B und C. Der Plan sah so aus: Anmelden, ummelden, an Wunschschule bewerben, angenommen werden – alles paletti. Falls die Anmeldung nicht klappt, folgen wir Plan B und gehen einfach an die für uns zuständige Grundschule zurück, ist auch okay. Denn unser Plan sich umzumelden folgte ja dem Wunsch, den Kleinen Mann an einer deutsch-spanischen Grundschule unterzubringen, auf die man sich bewerben muss. Sollte das nicht klappen, ist die normale Grundschule umme Ecke auch völlig okay, denn wir sprechen und lesen eh viel Spanisch zuhause. Und es gibt ja immer noch weiterführende bilinguale Schulen.

Also: Plan stand, soweit sogut.

Dann passierte Folgendes: man legte uns vorsichtig nahe, darüber nachzudenken ob wir den Kleinen Mann noch ein Jahr zuhause/in der Kita lassen. Er wäre wie immer einer der Kleinsten bei der Einschulung und zeigt – momentan – Probleme wenn es um die Konzentration geht wenn mehr als 10 Kindern um ihn sind. Oder wir schulen ihn in eine Klasse ein, die nicht mehr als 15 Kinder umfasst. Das ist in unserem Megakinder-Bezirk so unmöglich wie ein Eisberg im Juli. Normale Klassenstärke: mindestens 26 Kinder in der ersten Klasse. Juhu. Vergiss es also. Entweder wir ziehen irgendwo anders hin (nö, schon wegen der Hammermieten ziehen wir nicht um), oder wir karren den Kleinen Mann jeden Tag zweimal durch die ganze Stadt zu einer passenden Schule (Nö, geht auch nicht). Also: nee. Sorry.

Zweitens: Der Kleine Mann ist nun 4 3/4. Was wird wohl noch alles kommen bis er in 10 Monaten eingeschult wird? Vermutlich einiges. Vielleicht isser dann soweit, vielleicht nicht ganz, vielleicht hat er ne tolle Klasse, vielleicht nicht. Vielleicht fängt es die Schule/die Lehrer auf falls es ihm schwerfällt. Vielleicht auch nicht. Vielleicht fangen wir es als Eltern auf – vielleicht nicht. Vielleicht ist er schulbegeistert, wenns soweit ist, vielleicht nicht. Vielleicht hilft ihm ein weiteres Jahr Kita, vielleicht nicht. Vielleicht hat sich das alles schon gegeben bis zur Einschulung, vielleicht nicht.

Das sind ganz schön viele „Vielleichts“ für einen Kleinen Mann. Und ganz schön viele „Vielleichts“ für uns als Eltern um ruhig zu schlafen. Vier Tage lang und vier Nächte haben wir uns den Kopf zerbrochen über all die „Vielleichts„. Und haben beschlossen: wir bleiben einfach dabei. Wir lassen es auf uns zukommen und probieren es aus. Rückstufen, umschulen, wiederholen kann man immer noch. Denn das Rumhören im Bekanntenkreis zu diesem Thema zeigt auch nur eins: Jedes Kind reagiert auf Schule anders.  Manche sind offiziell „schulreif“ und drehen am Rad, manche sind superjung und machen sich super. Und umgekehrt. Alles ist möglich. Also auch hier wieder: Vielleicht.

Vielleicht ist es am Ende aber doch so: Vorhersehen kann es niemand, möglicherweise falsche Vorhersagen machen auch jeder. Also probieren wir es aus. Einfach so. Fehler gehören zum Leben dazu, Gewinnen auch. Die Chancen stehen immer 50/50….. Bei diesem Schulding fühle ich mich langsam wieder an dem Punkt, dass ich mir einfach mehr und besser formulierte Infos wünsche. Und wenn die Infos alle gegensätzlich sind, dann verzichte ich gerne darauf.

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6 Kommentare leave one →
  1. Oktober 4, 2012 8:21 am

    Mein Kleiner wird im November 5. Und kommt laut Schulamt im Septemer 2014 in die Grundschule. Bei uns gibt es die Grenze, bis zum 30.06. des anstehenden Schuljahres 6 Jahre alt zu sein. Wo liegt denn bei euch diese Grenze?

    • Oktober 4, 2012 9:30 am

      In Berlin lautet es so: ALLE Kinder eines Jahrgangs werden zusammen eingeschult. Das heißt ALLE Kinder die zwischen dem 1.1. und dem 31.12. eines JAhres geboren wurden. Ausnahmen: nur bei EXTREM stark ausgeprägten Entwicklungsstörungen. Berlin is´ schon krass… normalerweise (sprich: hätte Berlin das nicht vor 6 JAhren oder so eingeführt) wäre unser Sohn genau wie deiner 2014 eingeschult worden, da sein Geburtstag auf Weihnachten fällt. GRMPF!!!!!!!!!!

  2. Oktober 4, 2012 2:16 pm

    mein sohn war 6 und wurde ende september 7 als er – vor vielen jahren – in die schule (berlin) kam.
    das war das richtige alter.
    föderung gab es auch im kindergarten (sportbetont).

    um mich herum erlebe ich kognitiv frühgeförderte kinder, die sozial noch lange nicht schulreif sind.
    dazu eltern, die leider nur sehen, wie gut ihr kind schon zählen und buchstabieren kann – und vom „langeweilen im kindergarten“ sprechen.
    „langeweile“, zeit zum spielen ist für das ausbilden von kreativität und in-sich-ruhen wertvoller als jeder besuch beim „high-potential-skillstraining“.

    aber was sie ihren kindern zumuten, um ihre eigene angst zu dämpfen oder/und ihren eigenen ehrgeiz zu befriedigen, müssen eltern mit sich ab machen.

  3. Oktober 5, 2012 12:43 pm

    Und wie war damals die Begründung so unterschiedlich entwickelte Kinder in einen Pott zu werfen?
    Denn wirklich logisch klingt das nicht.

    Die Aussage, dass dein Kleiner noch nicht konzentriert genug ist, wenn die Gruppe um ihn zu groß ist, finde ich haltlos übertrieben.
    Er ist immernoch 4 zarte Jahre jung…wenn auch bald 5. Welches Kind wird denn da nicht nervös? Er versteht doch auch den Sinn noch gar nicht, warum er jetzt aufpassen soll wie ein Lux,wenn alle um ihn rum durcheinander quatschen…

    Wenn ich mir vorstelle dass meiner schon nächstes Jahr um diese Zeit in der 1. Klasse wäre..oje! Der ist noch viel zu verspielt!

    • Oktober 8, 2012 6:55 am

      Die Begründung war, dass die Kinder durch das frühe Einschulen früher fertig mit der Schule und „bereit für den Arbeitsmarkt“ sind (Stichwort: Die Chinesen sind ja auch immer früher fertig, etc.). Das ist schon an sich eine Horror-Begründung, aber ändern lässt sich daran nicht viel.

  4. Oktober 12, 2012 11:13 pm

    Schwer. Ganz schwer. Mein Sohn ist auch ganz früh eingeschult worden (Dezemberkind) und auch noch auf unseren Wunsch hin. Das passte in der ersten und zum Teil zweiten Klasse gut. Als Grundschule noch verspielter war. Ab dritter Klasse geht das dann aber los mit Tests (Noten nicht, aber 10 von 20 Punkten versteht man auch so) und plötzlich geht es um was und wie soll es nach der vierten Klasse weitergehen, steht im Raum. Und dann überlege ich schon öfter: Hätte er es leichter, wenn er ein Jahr älter wäre? Vielleicht, vielleicht auch nicht … Mit dem Sozialen kommt er zurecht, bei uns ist echt eher das Kognitive – bzw. die Lernbereitschaft, nenn ich es mal so – das Problem. Nicht dramatisch, eher Mittelfeld. Aber wenn man immer überlegt: „Er könnte es leichter haben, wenn …“ Ist nicht leicht, ich hab auch noch keine Lösung. Ein Jahr wiederholen gibt es hier (HH) nicht mehr oder nur unter großen Schwierigkeiten.

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