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Rückzug! Rückzug!

Oktober 19, 2012

Rückzugsgebiete in der Familie sind schwer zu bekommen.

In unserer sehr individualistischen Gesellschaften sind es aber gerade die Rückzüge ins persönliche und dadurch der Ausdruck der Individualität die uns charakterisieren. Und wir sind alle sehr daran gewöhnt, dass diese Rückzüge immer möglich sind. Das war vielleicht mein grösstes Gewöhnungsproblem mit der Familienrealität: die Erstellung von Rückzugspunkten. Wir stehen als Eltern ständig zur Verfügung weil das Kind uns braucht, das macht es ja als KIND aus. Es braucht ständige Verfügbarkeit um wachsen zu können. Das anbieten zu können ist mir sehr schwer gefallen trotz aller Liebe und Emotion. Und Rückzug ist schwierig. Je nachdem sogar sehr schwierig.

Mittlerweile hab ich es zwar geschafft, meine Rückzugspunkte nicht nur alleine zu suchen, sondern im Zusammensein mit dem Kleinen Mann oder Papa007. Das erweitert schon mal die Möglichkeiten: Beim Dino-Gucken. Beim Ins-Bett-Bringen. Bein Waffelessen. Durchatmen, verschnaufen, weitermachen. Eine Kurzpause. Aber wenn die ganz dunklen Tage kommen so wie jetzt im Herbst, wenns draußen immer dunkler wird, dann wirds schwierig, denn dann brauche ich mehr: mal richtig frei. Ein Tag im Bett wäre Klasse. Mit nem Buch und Schokolade. Oder ich würde den halben Tag auf meinem grünen Sofa verbringen und mich mit der Weihnachtskeksplanung vergnügen. Aber: keine Zeit. KEINE ZEIT! Es ist zum Haareraufen und manchmal kriege ich schlechte Laune oder fühle mich sehr sehr müde. Wie machen das bloß andere Eltern? Vielleicht haben die alle viiiiiiel mehr Energie als ich müder Haufen.

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5 Kommentare leave one →
  1. Oktober 19, 2012 8:22 am

    Nur mal schnell mein erster Gedanke: Ich habe Frei-Zeit von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr. Wobei ich allerdings meistens ab ca. 21.20 Uhr aufm Sofa eingepennt bin und mich dann gegen 23 Uhr ins Bett schleifen lasse 😉 Ich könnte also viel mehr Frei-Zeit geniessen, wenn ich nur wach bleiben wollte …harrharr…

    • Oktober 19, 2012 9:01 am

      Ja, wachbleiben ist ganz sicher der Trick! Ich habe Freundinnen, die nachtaktiv sind, die arbeiten und genießen ihre Freizeit von 21-24.00 Uhr. Ich bin leider TYp „LErche“ und schlafe spätestens gegen 22.00 Uhr ein. da hab ich wohl VERLOREN.

  2. Oktober 19, 2012 10:39 am

    Wie schauts bei euch mit dem sogenannten Babysitter-Netzwerk aus… Freunde eures Sohnes, Großeltern, Verwandte ( idealerweise mit Kindern seines Alters) die ihn euch in regelmäßigen Abständen „abnehmen“… ich mag das Wort ja eher nicht so.. klingt nach einer Last…
    Ich hab morgen diesen Luxus.. meine Eltern fahren mit beiden Kindern in den Tierpark… also Zeit für mich von 15.30 bis ca. 19.00 Uhr. Wenn ich nicht meine Küche tapezieren wollte, wäre das ne feine Sache 😉

  3. Oktober 19, 2012 10:40 am

    Da bist du nicht die einzige! Ich hasse es, dass ich ständig verfügbar sein muss, nicht mal alleine in Ruhe sch… kann man, wie mein Mann so schön sagt. Und auch nicht in Ruhe SMS beantworten, Blogs lesen, kochen (was ja kein Rückzug sondern Pflicht ist:P Abends beim gemeinsamen Spielen bin ich fix und foxy und sobald die Kinder im Bett sind, fallen mein Mann und ich aufs Sofa und stehen nur noch auf um zu pinkeln, was zum Naschen zu holen (leider) und Zähne zu putzen und ins Bett zu gehen. Manchmal muss ich noch arbeiten, das ist dann nicht so einfach wenn die Energie kaum reicht um den PC anzuwerfen 😛

  4. Oktober 19, 2012 8:47 pm

    Uff, ich hatte damit anfangs ganz schön zu kämpfen. Und auch heute erwische ich mich ab und an noch dabei, wie ich mir sehnlichst einen Schlafvormittag wünsche. Oder einfach nur mal ein paar Stunden egal wo. Nur ohne gebraucht werden zu müssen. Hart, wenn man das mal so ausspricht, aber bestimmt normal? Das Ding ist, ich glaube, deswegen habe ich ein Käferlein, welches ungern alleine mal liegen bleibt oder was auch immer. Ein richtiges Mamababy. Und irgendwie ist das ja verdammt schön! und vor Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich das mal sagen werde. 😀

    Liebe Grüße
    Tanja

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