Skip to content

Bildungsauftrag

Januar 25, 2013

IMAG1713IMAG1712IMAG1711IMAG1362

 

 

Ein paar Aufnahmen der Gedenkstätte Berliner Mauer in der berliner Bernauer Straße. Ich war zwar noch nie IN der Gedenkstätte drin, bin aber bei jedem Vorbeilaufen absolut beeindruckt von der architektonischen und konzeptuellen Umsetzung. Die Macher haben das gesamte Gelände inklusive der Nebenstraßen in einen Ort lebendiger Geschichte verwandelt und überall  stößt man unerwartet zu seinen Füßen auf Hinweise auf Mauerreste, Festnahmen u.ä.

Die Installation/Wiederaufbau der Mauer durch durchlässige Metallstäbe (s.o.) ist für mich ein unglaublich starkes Symbol für das Vorhandensein der Mauer an genau diesem Ort. Die Hinterlandmauer, die Betonmauer, die Schießanlagen, alles ist im Boden eingelassen, sei es vertikal oder horizontal. Die Wände der Häuser drum herum sind mit riesigen Fotografien behängt, die genau den Ort an dem man steht zu verschiedenen Momenten der Teilung zeigen. Es ist das perfekt umgesetzte Konzept das mir immer wieder vorschwebt wenns darum geht, Geschichte lebendig zu machen.

Ganz im Gegensatz zu (ACHTUNG, HASSOBJEKT) dem Museum am Checkpoint Charlie. Dort war ich mal vor Jahren drin – das Grauen. Mir als Ex-DDR-Bürgerin wurde da schlecht weil es nur einseitig darum geht Touristen und BRD-Bewohnern zu zeigen wie GUTE Menschen versuchten aus dem BÖSEN Sozialismus zu entkommen. Per Flucht. Ich weiß, dass das ein großer Aspekt unserer Vergangenheit war, aber da es in diesem Museum IMMER nur um DIESEN Aspekt geht, der zudem auch noch vereinfacht dargestellt wird, hatte ich nach einem einstündigen Besuch wirklich langsam die Nase voll. Denn das ist auch eine typische Art der Geschichtsklitterung und ich bin heftig dafür, alle Aspekte der Vergangenheit, soweit möglich, aufzuzeigen.

Also,  seid ihr in Berlin: ab zur Gedenkstätte Berliner Mauer!

P.S: Solltet ihr es irgendwann mal nach Salta, Argentinien, schaffen, dann besucht dort das Museo de Arqueologia de Alta Montaña (MAAM, „Museum of High Altitude Archaeology“), eines der besten Museen die ich kenne was archäologische Ausstellungen angeht. Das Museum wurde eigens kreiiert um die Funde dreier inkaischer Kindermumien und ihrer Beigaben zu präsentieren, die man vor einigen Jahren auf dem Vulkan Llullaillaco auf knapp 7.000 Metern Höhe ausgegraben hat. Ein unglaublich sensibles, detailliertes Konzept, das ich so bislang nirgends gefunden hatte!

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: