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Die gesunde Ernährung

März 12, 2013

IMAG1798Dieses Bild, das ich einer Kollegin verdanke,zeigt den Kleinen Mann und seine Gedanken bezüglich OBST. Es ist sehr wirklichkeitsnah, obwohl die Kollegin in der Situation gar nicht gesehen hat. Das Bild hat eine Geschichte. Eine, über die man nachdenken oder auch murren kann, aber auch lachen. Es ist nämlich so: der Kleine Mann steht, wie alle Kinder, total auf Süßigkeiten. „Hast du mir was mitgebracht, was Süßes????“ ist seine Standardfrage bei Abholen im Kindergarten abends. Nuja, manchmal bringen wir was Süßes mit, manchmal ne Reiswaffel, manchmal ne Brezel. Manchmal auch Obst. Aber der Kleine Mann hat immer was zu murren wenn es nix Süßes ist.

Reiswaffel, menno. Wollte keine WAFFEL. Wollte nen Lolli!“ . Die erfahrene Mutter weiß natürlich, dass vor allem gemurrt wird weil er eh schlechte Laune hat weil er jetzt nach Hause MUSS. Doof! Und weil der Frust irgendwohin muss, geht er in Richtung Mama und deren DOOFE Waffel.

Außerdem hat der Kleine Mann mittlerweile recht konkrete Vorstellungen vom Essen. Brezeln zum Beispiel: Brezeln gerne, aber bitte OHNE DIESES WEISSE ZEUG (aka: die Salzkrümel)! Die kratzt er immer runter. Irgendwann hatte ich mal die glorreiche Idee eine KÄSEBREZEL zu kaufen. Oh mein Gott! „IGITTE!!!!!!!!!!!!!!!“ rief der Kleine Mann. „Da ist ja KÄSE drauf!“. Man muss dazusagen: ansonsten ist er ein großer Käsefreund. Aber Käse und BREZEL – das geht ja GAR NICHT.

Auch Essen von Grossen Leuten ist ihm irgendwie irgendwas zwischen suspekt, igitte und cool und verwegen (weil es ja die Großen essen). So gesehen war es logisch dass er irgendwann mal die Idee hatte, jetzt abends bei Papa007 und mir mitzuessen, die Idee dann aber bald doch wieder verwarf und zum obligatorischen Käse-Salami-Brot zurück kehrte. Unsere momentane salomonische Lösung lautet: Mittwoch bis Freitag ist „Brot-Tag„, Samstag bis Dienstag ist „Essen mit den Großen„-Tag. Mal schauen wie das so läuft. An einem der ersten Tage hatte ich für uns und Gäste Chicken Monterrey gekocht, mariniert in Senf-Limone. Für den Kleinen Mann natürlich nur ein kleines bisschen mariniert. Kaum lags auf dem Teller schaute er sich das Ganze an, vor allem auch das Gemüsetörtchen das daneben lag. Im Kerzenschein sah es etwas undefinierbar beige aus und das Gemüse war clevererweise IM Törtchen versteckt. Er schnitts an, probierte – und schobs an den hinteren Tellerrand. Ein Erziehungserfolg: vorher legte er Dinge die ihm nicht munden gerne auf den Tisch (!!!!!!!!!!!!) oder einen von unseren Tellern. Also immerhin: jetzt am hinteren Tellerrand. Dann schnitt er das Hühnchen an, schaute es an und flüsterte Papa007 vernehmlich zu: „Papaaaaa…. das riecht…. komisch!!!!!!!!!“ und schobs an den hinteren Tellerrand. Papa007 bat ihn trotzdem um den obligatorischen Probierhaps. Der Kleine Mann ernährte sich an diesem Abend vor allem von: Reis. Das grüne Salatblatt unter dem Huhn identifizierte er nämlich völlig korrekt als: Deko.

Aber gut, es gibt auch die netten Momente. Ein Essen aus Spiegelei, Reis und Sauce bezeichnete er nämlich öffentlich als „Mama, du kochst soooooo lecker! Das schmeckt ganz toll!!!!!!!!!!“ und den Schokoladenkäsekuchen aus dem Café nebenan, den ich als „Unglaublich lecker, so kann ich das nicht!“ bezeichnet hatte kommentierte er als: „Mama, du bäckst doch auch ganz tollen Schokoladenkuchen! Und der ist dann sooooooo lecker!„. Geht also auch.

Aber zurück zum Abholen und dem Mitgebrachten. Denn an dem Tag, den dieses Bild illustriert, fiel Folgendes vor:

Mama007 kommt guten Mutes zum Abholen in die Kita. Sie ahnt, dass der mitgebrachte Apfel jetzt kein Hit sein wird, aber immerhin hat sie ihn schon am Morgen angekündigt a la: „Du, Kleiner Mann, jetzt gabs soviel Süßes beim Abholen, heute abend bringe ich mal einen Apfel mit!„. Das hatte der Kleine Mann wohl (Siehe auch Stichwort: Hier rein – da raus) komplett vergessen, denn die hoffnungsvolle Frage: „Hast du mir was mitgebracht, was Süßes????“ stellte er ganz im Sinne von: Schön, jetzt gibts gleich was Süßes…. Nix war. „Nee, Kleiner Mann, es ist ein: APFEL!“ sage ich und hole Besagten aus meinem Rucksack. Der Gesichtsausdruck des Kleinen Mannes verwandelt sich schlagartig von „Hoffnungsfroh“ in „Oh NEIN.“.

„Manno!!!!!!!!!!!! Ich wollte keinen APFEL! Ich wollte was SÜSSES! Immer nur Apfel! Apfel! ….. Will keinen DOOFEN Apfel!!!!!!!!!“ so gings minutenlang entrüstet während des Anziehens. Dann auf der Treppe und dann auch der Strasse. Ich musste ja heimlich doch grinsen, denn der Kleine Mann sagt das in so entrüstetem Ton! Von laut wechselte er dann zu vorwurfsvoll leise und so hörte ich es 1.10 Meter immer wieder halblaut: „Will kein APFEL! IMMER nur APFEL!!! Immer nur dieser DOOFE Apfel!„. In der U.Bahn: „….. murmel murmel…. DOOFER Apfel…..„. Erst 6 Stationen später sagt er: „Mama…. kann ich mal den Apfel?“ und beisst dann etwas widerwillig rein. Der Hunger hat gesiegt! Und weil ichs irgendwie wissen will, sage ich noch: „Na, Kleiner Mann! Den nächsten Apfel bringe ich einfach mal in Stückchen mit, dann schmeckt der NOCH besser!„. Der Kleine Mann guckt mich an – und lacht sich halbtot. So eine Aussage KANN er einfach nicht ernst nehmen, das muss, das kann, das DARF nur ein Scherz sein!

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