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Das ultimative Geheimnis – oder Schule dräut # 9

Juli 26, 2013

Es gibt noch ein großes Geheimnis zu lüften zum Thema Schulanfang. Ein Geheimnis, das mich fast ein dreiviertel Jahr umgetrieben hat, weswegen ich einige Telefonate mit Behörden und Gespräche mit Miteltern geführt habe. Und wie immer: widersprüchliche Informationen, die jeder aus seinem individuellen Einzelfall ableitete.

Es geht um: Tusch, Tadaaaaa: die Schulärztliche Untersuchung.

Können Sie sich vorstellen, wie wenig man darüber erfährt, wenn man keine Eltern kennt deren Kinder schon in der Schule sind? Und wie wenig konkrete Info es darüber gibt, bzw. wieviel widersprüchliche Info von jemandem, der jemanden kennt, der…. klar. Ich hab sogar die Seiten des berliner Senats besurft in den letzten 8 Monaten, aber keine Info gebfunden. Bei uns kam noch erschwerende dazu, dass uns keiner so wirklich sagen konnte, weilche Schule denn nun für die Weiterleitung an den Schularzt zuständig ist: die Einzugsschule oder die Wahlschule an der der Kleine Mann ja auch angenommen wurde? Muss ich mich um diese Anmeldung kümmern? Macht das die Schule? Wenn ja, wann? Wenn nein, was muss ich tun? Gefühlte dutzend Telefonate mit beiden Schulen später (man kannte mich sicher schon als „die Mama, die immer diese Schularzt-Frage stellt„) und der Erkenntnis dass solche Spezialkenntnisse wohl nur den Direktor/innen vorbehalten sind, die man naturgemäß schlecht erreicht,  stellte sich heraus, dass ich GAR NICHTS tun muss. Nur warten. Und damit ich das nicht wieder vergesse, hab ichs mir mitsamt dem Namen des Telefonpartners notiert und auf meinen Büroschreibtisch gestellt. Dort prangte es. Monatelang.

Während mir andere Kitaeltern zunehmend die Frage stellten: „Und? Wart ihr schon zur schulärztlichen Untersuchung?“ – „Nä. Waren wir nich.“ Warum nich? Weil wir noch kein Anschreiben bekommen hatten! Mittlerweile waren ALLE anderen Kindergartenkinder schon untersucht, nur unser Sohn stiefelte noch un-untersucht durch die Welt. Aber ich habe es trotzdem geschafft, mir keine Sorgen zu machen, sondern abzuwarten. So wie es mir die Dame am Telefon gesagt hatte. Und tatsächlich, irgendwann, drei Monate vor der Einschulung, wies uns das Schulamt schriftlich darauf hin, dass sie überlastet seien und die letzten Kinder erst im Juli untersuchen könnten (hier ein Artikel aus 2011 zur Ämtersituation in Berlin. Das hat sich nicht wirklich geändert….). Und da das Ganze nach Geburtsdatum gestaffelt sei (WARUM HAT MIR DAS NIE JEMAND GESAGT???????) sei unser Sohn eben als einer der letzten dran. Immerhin liegt sein Geburtstag nur 6 Tage vor Ablauf des Stichdatums zur Einschulung. Wäre er also 6 Tage später geboren, käme er erst nächstes Jahr in die Schule.

Also gingen wir im Juli zur Schulärztlichen Untersuchung. Der Kleine Mann meisterte sie bravourös: er gab dem Arzt die Hand und sagte seinen Namen. Er sprach Wörte und Sätze nach, er malte unglaublicherweise einen ganzen Menschen inklusive Sonne und Wolken (wer den Kleinen Mann besser kennt, weiß wie wenig er Malen mag)  und setzte seinen Namen dann prachtvoll in Spiegelschrift darunter. Er hüpfte dutzend Mal hin und her ohne zu stolpern und zählte bis zum Umfallen Kreise und Punkte. Er ließ sich wiegen, messen und Augen und Ohren prüfen.

Und: unglaublich aber wahr: er ist bereit in die Schule zu gehen. Na also! So. Und jetzt verbreiten bitte Sie, liebe Leser, diese offensichtlich mega geheimen Daten weiter! Immerhin hab ich 8 Monate gebraucht um all das zu erfahren. Oder: Sie fragen jemanden, der schon ein Kind in der Schule hat und hoffen, dass sich die Gesetzeslage nicht geändert hat.

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