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Die bestorganisierte Mutti der Welt

Februar 24, 2014

Die bestorganisierte Mutti der Welt bin ich wahrscheinlich nicht. Und schon gar nicht am Montagmorgen. Und schon mal überhaupt nicht, wenn sich am Montagmorgen, 3 Minuten bevor wir schul- und arbeitstechnisch das Haus verlassen MÜSSEN, herausstellt, dass das von mir (vorbildlich!) bereits am Vorabend für mich gewühlte gewählte Kleidungsensemble vor dem Spiegel versagt. Und die Frisur nicht mitspielt.

Man könnte sich ja fragen, warum ich das erst 3 Minuten vor der Angst merke. Die Antwort darauf ist einfach: Am Morgen passiert immer irgendetwas, dass ich als momentan alleinstehende Mama nicht abdecken kann. Zum Beispiel, dass das Kind genau an diesem Morgen nicht aus Bett kommt.

Mama, ich bin am Bett festmagnetet!“ tönts aus dem Kinderzimmer, sehr verschlafen. Also, um morgendliche schlechte Laune zu vermeiden, noch mal rein da, Kind motivieren, und ein bisschen (Strümpfe? Hemdchen?) beim Anziehen helfen. Ich mach das ja nicht jeden Tag so, deshalb biete ich das dann manchmal an. Aber es kostet Zeit –  ich bin immer noch im Pyjama.

Also jetzt: Frühstück. Ich habe schon am Vorabend ein bisschen was vorbereitet, aber Kakao und Tee und Brote muss ich eben doch dann morgesn machen. Im Pyjama. Zumindest der Junge Mann isst noch was, ich nehme meins mit und trinke nur nen Tee.

Nun folgt Zähneputzen – ich bin immerhin schon soweit angezogen, dass nur noch das abschließende i-Tüpfelchen fehlt. Leider ist heute ein Bad-Hair-Day und keine meiner Frisuren hält. Ich erwäge kurz alles abzuschneiden, aber irgendwie – wenn schon hüftlang, dann eben doch richtig. Variante 3 funktioniert dann, leider fällt dafür Zähneputzen aus.

Der Junge Mann, vorbildlich, zieht nach dem Zähneputzen alleine seine Schuhe an, Schal und Mütze und sogar seine Jacke. Er sieht ja, dass bei mir noch einiges fehlt und arbeitet seinerseits schon mal vor. Ich rase unterdessen auf Strümpfen in der Wohnung umher weil sich herausgestellt hat dass das gewühlte gewählte  Oberteil erstens nicht mehr passt und zweitens furchtbar aussieht. Variante 2 passt. Dafür sind dann meine Stiefel weg. Der Junge Mann betrachtet mich in Ruhe, bereits komplett eingekleidet. „Macht nichts, Mama„, sagt er. Ich habs geschafft, das Frühstück wegzuräumen, mich zu kämmen und anzuziehen, was zu trinken, dem Jungen Mann das Frühstück in die Mappe zu packen, ihn orgendlich angezogen losziehen zu lassne und meine eigenen Sachen habe ich auch dabei. Licht ist aus, Betten gemacht, Heizung richtig eingestellt und Rollos sind oben. Uff. Was ich nicht geschafft habe: meine richtigen Stiefel rauszusuchen und Zähne zu putzen. Egal. Muss auch so gehen.

Wir gehen 5 Minuten nach der Zeit. Und sind pünktlich an der Schule. Wenn Sie also heute in Berlin eine Frau in, äh, speziellem unorganisierten Outfit sehen, deren Frisur etwas, nun ja, anders aussieht: das bin ich. Für die bestorganisierte Mutti der Welt übe ich morgen weiter.

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One Comment leave one →
  1. März 5, 2014 11:30 am

    Ohne Stiefel und geputzten Zähnen?

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