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Schule der Kommunikation

Mai 5, 2014

Ich weiß nicht, vielleicht waren wir ja im kommunkationsfreudigsten Kindergarten ever. Oder wir hatten einfach die weltbeste Kindergärtnerin ever.

Auf jeden Fall wude in unserer Kita wirklich ALLES und JEDES kommuniziert. Via schwarzes Brett. Und schon in der Kita wurden wir darauf hingewiesen, dass es in der Schule vermutlich anders werden würde. Ich kann mich noch an Sätze erinnern wie: „In der Schule werdet ihr dann sehen, wie es wirklich ist….“ und „In der Schule wird das ja dann anders mit der Ansage an die Eltern…„. Damals hab ich das so nach hinten geschoben und mich den wirklich dringenden Dingen gewidmet.

Nun, nach fast 6 Monaten Schule kann ich sagen: JA, an der Schule läuft wirklich alles anders. Denn es gibt zwar ein schwarzes Brett für die Klasse, es wird aber kaum genutzt. Es gibt auch eine Emailadresse der Klasse, aber diese wird nicht selten genutzt.

Genutzt wird:

a) das Hausaufgabenheft, das ich jeden Abend durchsehe – seit ich begriffen habe, dass dort wichtige Infos für ELTERN drin stehen können, nicht für die Schüler.

b) das Medium KIND. Was in unserem Fall, mit einem nicht sehr mitteilungsbedürftigen Kind, dazu führt, dass wir entscheidende Infos häufig gar nicht, spät oder zu spät erhalten. Wenn ich auf dem Schulweg erfahre, dass heute nicht die Mappe, sondern nur ein Rucksack mitzugeben war – tja, dann ist das leider zu spät. Man könnte ja jetzt sagen, dass Schulkinder groß genug sind um an so etwas zu denken, aber in der Realität ist der Junge Mann dann eben doch ein knapp 6-jähriger Erstklässler und vergisst sehr sehr sehr sehr viel.

Ansonsten wird gerne per Liste kommuniziert, sodass ich alle Infos fürs nächste Halbjahr auf einen Blick habe. Prinzipiell ne super Sache – nur ändert sich manchmal nachträglich was, oder es kommt was dazu. Das wird dann wiederum gerne über KIND kommuniziert und was geschieht – siehe oben.

Es gibt Aushänge vor dem Klassenraum, aber auch da steht selten wirklich Wichtiges. Und da sich diese Kommunikationspolitik nicht nur über unsere Klasse, sondern über die gesamte Schule zieht, nerven Eltern dann die HortnerInnen oder LehrerInnen wegen nötiger Detailinfos. Ich persönlich habe zum Beispiel erst heute erfahren, dass eine angesetzte Klassenfeier zwar AUF dem Spielplatz stattfindet (weswegen ich den Jungen Mann entsprechend gekleidet hatte), dort aber dann DRINNEN in einem Gebäude – weswegen der Junge Mann zu dick angezogen sein wird (wie die Lehrerin mir dann sehr mißbilligend sagte). Tja, ich kanns nicht ändern. Wenn da AUF DEM SPIELPLATZ steht, dann denke ich, dass es AUF DEM SPIELPLATZ und nicht IN EINEM GEBÄUDE sein wird.

Auch die Eltern untereinander sind irgendwie— seltsam. Aus der Kita kannte ich es so, dass man sich mal ausstauscht, vielleicht sogar Bekanntschaften knüpft. Hier ist eher niemand daran interessiert auch mal privat einige Worte zu sprechen. Manche Kinder gehen gemeinsam zur Schule – die dazu gehörigen Eltern gehen GETRENNT hinterdrein. Das ist symptomatisch. Ich mach mir keine Gedanken mehr, sondern versuche gar nicht mehr, mit anderen Eltern groß ins GEspräch zu kommen. Denn irgendwann hatte ich das Gefühl dass die das doof finden.

Also doch wieder: Kind, Hausaufgabenheft und vielleicht mal so eine Mama oder ein Papa, mit denen man mal was sprechen darf kann.

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One Comment leave one →
  1. Mai 5, 2014 3:30 pm

    Ja das ist auch meine Erfahrung. In der Schule hat man tatsächlich sehr viel wenigfer Kontakt, aber man gewöhnt sich dran:) LG Xeniana

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