Skip to content

Energielevel: Null.

Mai 20, 2014

Es tut mir leid, aber heute wird hier geheult. Sie dürfen alle mitheulen, oder (mein persönlicher Favorit): Händchen halten. Tut mir leid, aber es muss mal gesagt werden. Und, ich möchte es auch mal sagen weil mir ständig gesagt wird, wie toll das alles bei mir läuft. Es ist nämlich so: wer mich kennt, weiß dass ich gerne mir vielzuviel vornehme. Und andererseits so organisiert bin dass ich auch alles das meiste davon schaffe. Aber momentan, naja…. da ist es eher so:

Erstens gibt es im Tagesablauf eigentlich keinen Moment mehr, in dem Zeit fürs Nichtstun vorgesehen ist: Aufstehen, Schule, Arbeiten, Pause zum Bücherabholen aus der Bibliothek nutzen, Abholen. Außer wenn ich den Jungen Mann abhole und nach Hause bringe, da nehmen wir uns Zeit und ich denke auch an nix anderes. Abends, wenn der Junge Mann im Bett ist, warten dann jedoch momentan 4 (in Worten: vier) Projekte darauf, dass ich mich kümmere. Sprich: lese, schreibe, intellektuell tätig bin. Ich falle also um 22.30 mehr oder weniger um und schlafe ein. Und habe doch nie genügend geschafft. Ich gebe zu, dass ich daran nicht ganz unschuldig bin, denn ich habe mir die Sachen ja angelacht. Ich habe allerdings auch nicht viel Wahl dabei, denn wenn ich nochmal irgendwie in meiner Herzensarbeit wirklich arbeiten will, dann sollte ich mich jetzt darum kümmern. Mit Mitte/Ende 30 wirds sonst nämlich langsam bisschen spät wenn ich nochmal ein-zwei Jährchen zuwarte.

Das wäre allerdings nicht so anstrengend, wenn es zweitens das Gefühl gäbe, dass das alles sinnvoll ist. Gibts aber nicht. Weil nämlich das Problem der Geisteswissenschaften immer noch das Gleiche ist wie vor der Geburt des Jungen Mannes vor 6 Jahren: es interessiert niemanden. Jobs gibts auch keine, da kann man sich bewerben bis man umkippt. Entweder man ist drin (bin ich nicht) oder eben nicht (wie ich). Ist man nicht drin, kommt man auch eigentlich nicht rein. Es sei denn man macht Praktika und Volontariate, die ich mir aber nicht leisten kann – weder zeitlich noch finanziell.

Also gibt es drittens Folgendes deprimierendes Szenario: ich arbeite von morgens bis abends und ruhe mich fast nie aus. Was ich zurückbekomme sind Absagen und das Gefühl, dass das alles irrelevant und für die Katz ist. Was meine Arbeitsmotivation zusätzlich schmälert, also muss ich mich mehr drängeln um überhaupt was zu machen, das macht das Ganze noch anstrengender => Plopp. Mama007 landet um 20 Uhr im Bett oder hin und wieder in der Arztpraxis ihres Vertrauens. Dass das so nicht weitergehen kann ist jedem Idioten eigentlich klar. Außer mir wohl – denn ich mach trotzdem noch weiter. Die Ratschläge, die ich hierzu bekomme, reichen von „Mach doch mal weniger„, über „Du hast es dir selbst ausgesucht“ bis zu „Warte noch ein bisschen bis dein Mann wieder da ist„. Ich finde alle nicht so wirklich hilfreich und mir fällt auch gerade aus vielen Gründen nix Anderes ein als das wie es jetzt läuft. Ich kann weder aus den Projekte aussteigen, noch meinen Job einfach kündigen. Und der Junge Mann sollte ein Quell der Freude sein, und nicht eine Aufgabe.

Wenn ich länger darüber nachdenke, würde ich mich wohl besserfühlen wenn es etwas Wertschätzung für meine Arbeit gäbe. Bei der Geldarbeit, bei der Herzensarbeit. Einfach mal eine Rückmeldung und nicht nur das Gefühl irgendwie ein Ding zu sein, von dem sowieso genügend zur Verfügung steht. Um das man sich daher nicht kümmern muss. Ich habe das durchaus auch schon im Rahmen des Möglichen angesprochen. Geändert hat sich aber nichts.

So, nun wissen Sie alle Bescheid. Danke fürs Zuhören, jetzt gehts mir besser. Ich heul ja nicht so oft rum (s.o.: „Bei dir läufts immer so super!“ ). Danach gehts einem ja oft besser. Und morgen ist ein neuer Tag! Und dann gibts auch mal wieder Geschichten vom Jungen Mann, der ja ein Quell der Freude ist, und nicht eine Aufgabe.

P.S. Liebe Menschen in meiner Umgebung, Freunde, Verwandte undsoweiter, die ihr mir Hilfe angeboten habt: ich weiß es zu schätzen! Sehr! Und ich nehms an, so oft ich es vor mir selber verantworten kann! Das wollte ich nur mal gesagt haben, falls ich mich mal vergessen haben sollte zu sagen wie wunderbar das von euch ist!

 

Advertisements
One Comment leave one →
  1. Mai 20, 2014 3:40 pm

    Kann man schlecht „gefällt mir “ drücken, aber ich drücke dir die Daumen! LG Xeniana

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: