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Irgendwas läuft hier falsch.

Juni 16, 2014

Kennt ihr das? Man sitzt in einem offiziellen Gespräch egal welcher Art und hat das Gefühl hier geht ganz arg was falsch? Genauso wars bei meinem Antrag für die Mutter-Kind-Kur.
Beim ersten, sehr netten freundlichen Gespräch hieß es, ich solle mir Gedanken machen ob ich lieber an die See oder in die Berge wolle. Ehrlich gesagt ist mir das nicht so wichtig, aber wenn ich es aussuchen darf, dann ist mir See ja lieber! Außerdem werden wir wegen der vielen Anträge eh erst im Oktober oder November fahren können – sofern wir überhaupt bewilligt werden. Gut, soweit. Damit kann ich leben! Ach ja, Hausaufgabe: schauen Sie sich mal an, welche Häuser es an der See so gibt! Okay, mach ich!
Nächster Termin mit allen Gutachten etc: ich habe also „See“ angegeben, als mir Wünsche auf dem Formular abgefragt wurden. Die neue Beraterin macht mir schnell und scharf klar,  dass See keine gute Idee wäre – viel zu ausgebucht. Das würde erst im Dezember was werden – vielleicht über Weihnachten? Wegen der Feiertage und der damit zusammen fallenden riesigen Arbeitsbelastung im Büro will ich aber nicht im Dezember fahren. Die Kollegen nehmen schon genug Rücksicht auf diverse Notwendigkeiten meinerseits gerade. – Ja, dann könne man eben jetz nichts reinschreiben…. Das Gespräch dreht sich eine Weile im Kreis bis ich (selber überrascht) sage dass es mir ja leid täte (ich entschuldige mich! Wofür eigentlich!? denke ich im selben Moment in dem ich es tue. Hej, ihr selber habt mir doch gesagt, ich solle mich entscheiden zwischen See & Bergen!?) aber ich hätte von alldem wenig Ahnung und wäre eben gefragt worden ob ich lieber See oder lieber Berge wolle! – Nein, nein, so sei das nun auch nicht gemeint gewesen – Entschuldigung von der Gegenseite. Trotzdem dreht sich das Gespräch weiter immer rundum. See wäre eben sc hwierig. Alle Mütter wollten an die See, und das möglichst schnell und möglichst im Sommer. – Ich will ja gar nicht im Sommer. Oktober-November, wie von der Kollegin zunächst anvisiert, würden mir bestens passen!  – Ja, aber dadurch wäre eben immer alles ausgebucht. Ich könnte aber nach der Bewilligung ja mal alle Kliniken anrufen. Ich schlucke. Das ist eine ziemliche Aufgabe, noch zusätzlich zu meinem üblichen Pensum. Trotzdem biete ich an, dass ich gerne mal an einem Abend Kliniken anrufen könne. Antwort: am Abend bringe das gar nichts. Das müsse tagsüber geschehen. – Ich wende ein, dass ich tagsüber im Büro sein und nach Kind abholen etc. frühstens um 17 Uhr zuhause. – Das wäre zu spät.
Es endet damit dass der Antrag eingereicht wird und ich das Treffen verlasse mit dem Gefühl die Schuld für etwas zu bekommen mit dem ich nix zu tun habe. Ich war offensichtlich eine Anstrengung, fast eine Zumutung für die Mitarbeiterin vor Ort. Und diese Mitarbeiterin war NICHT von der Krankenkasse, sondern von einer Organisation die den Müttern zur Seite steht.

Nachdem man sich vor diesen Menschen nackig macht, und wirklich Privates da ausbreitet um überhaupt eine Kur beantragen zu können – in diesem sehr labilen, angreifbaren Zustand so ein Gespräch zu haben, das ist hart. Ich brauche wohl noch einige Tage um darüber hinwegzukommen.

Ich möchte aber nochmal sagen: die erste Mitarbeiterin war sehr sehr nett dort. Und es war ein sehr heißer Tag. Vielleicht sollte man das zugute halten – trotzdem war das ein Gespräch wie ich es sonst nur vom Sozialamt kannte.

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6 Kommentare leave one →
  1. tigerente22 permalink
    Juni 17, 2014 8:55 am

    Yep. Das kenne ich. Ich musste letztlich zum Arzt, hatte vorher angerufen,um zu fragen, wann, wie und weshalb. Als ich da war, durfte ich mich dann anschreien lassen, ob ich denke, dass ich eine Sonderbehandlung haben wollte und warum ich ueberhaupt gekommen sei.

  2. Juni 18, 2014 7:23 am

    Wieso sollst Du denn die Klinik anrufen? Bei mir haben das die Bearbeiter gemacht.

    • Juni 18, 2014 6:12 pm

      „Weil es sonst so schlecht aussieht mit plätzen!“ – ich sag ja, es war ein absurdes unangenehmes gespräch.

  3. Silvi permalink
    Juni 26, 2014 9:34 pm

    Vielleicht war das Gespräch ein Test, ob Du die Kur wirklich „verdient“ hast. Wer aus Kraftlosigkeit nicht mehr gegenhalten kann und in Tränen ausbricht, bekommt die Kur.

    • Juni 29, 2014 9:27 am

      Tja, da ich in solchen Situationen IMMER erst nachher heule, habe ich wohl kaum gute Chancen.

  4. Silvi permalink
    Juni 26, 2014 9:37 pm

    Viel Glück jedenfalls bei der Bewilligung und jetzt bald erst mal einen schönen und erholsamen Urlaub!

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