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Die Sache mit Gott

November 18, 2014

Nachdem der Junge Mann mich neulich mit seinem Verständnis von Gott geschockt hatte, da dachte ich, wir hätten dieses Thema ganz gut abgedeckt. Immerhin hatten wir schon letztes Jahr ein langes Gespräch über Gottesdienste (anlässlich eines Besuchs des wunderschönen Backstein-Doms in Brandenburg). Da wir aber nun auf Reisen waren, wollte ich dem Jungen Mann auch mal eine berühmte mittelalterliche Statue zeigen, die in einer berühmten deutschen Kirche steht – die wir auch bereits mal besucht hatten, vor einiger Zeit.

Nämlich die Uta im naumburger Dom. Als wir dort ankamen, mussten wir unter anderem das Tor des inneren Lettners durchschreiten und was hing dort, über uns, groß & sehr plastisch? Christus am Kreuz. Es tropfte Rot und Christus schaute gequält.

Der Junge Mann war damit ziemlich beschäftigt und bat mich bald, dieses Haus zu verlassen. Er war so durch den Wind, dass wir eine halbe Stunde im Domgarten verbrachten um die Geschichte von Jesus zu besprechen. Und als selbst nicht getaufter MEnsch, was erzählt man da? Ich half mir damit, dass Jesus jemand war der Gutes für andere wollte, dass aber einige das nicht gut fanden da sie sonst hätten teilen müssen. Und dann schlossen sie sich zusammen, steckten Jesus ins Gefängnis und brachten ihn dann ans Kreuz (man muss ja nicht ständig auf dem „Nageln“ rumreiten… vor allem dann nicht, wenn das Kind schon leicht bleich neben einem auf dem Gras sitzt).

Der Junge Mann war völlig geschockt. Warum tun Leute so etwas? Wenn der Jesus nur was Gutes wollte? Ich behalf mir mit Star Wars & erklärte das mit Gut und Böse nochmal. Ganz ehrlich: Star Wars erklärt ziemlich viel, wenn man es wirklich durchdenkt. Der Junge Mann versstnad auch irgendwann, aber trotzdem…. warum??? Warum achten Menschen so etwas? Wie soll man das erklären. 6 Jahre ist zu jung um die manchmal sehr böse Welt begreifen zu müssen. Also beließen wir es dabei.

neulich, nun einige Monate später, war der Junge Mann in einer Gemäldegalerie mit seiner Schule. Und, was erzählt er mir?

„Du, Mama…. wir waren in einem Bildermuseum!“

„Und, wie fandest du es?“ 

„Hmmmm, es war schön! Eine Frau hat uns tolle Sachen erzählt über die Bilder! Aber…… (PAUSE:::::)….. da war etwas Gruuuuuuuseliges!“

„Was denn???“

„Naja,,,,, ein Bild von Jesus – am Kreuz! Und dann noch zwei andere Leute! Die waren AUCH am Kreuz!“. 

Übrigens darf ich jetzt nichts mehr von Jesus erzählen. „Erzähl nicht so oft von Jesus, Mama, da krieg ich immer Alpträume!“. Als hätte ich Jesus öfter als höchstens einmal alle zwei Monate erwähnt. Mann, oh Mann. Ich erbitte auf diesem Wege die Zusendung von Tipps für vernünftige Kinderbibeln. 

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One Comment leave one →
  1. November 23, 2014 9:09 pm

    Es gibt keine vernünftigen Kinderbibeln, denn was da drinsteht, verschreckt nun mal jedes Kind (mich im übrigen auch). Ich habe kurzen Prozess gemacht und meine Kinder kurzerhand vom Religionsunterricht dispensieren lassen. Und wir sind alle aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgetreten – denn das einzige, was diese Lieben von uns wollen, ist unser Geld. Und das war schon in der Bibel so, heut wird man einfach nicht mehr ans Kreuz genagelt, heut wird man gedisst, gemobbt und gestalkt. Entspricht mehr dem Zeitgeist! Viel Glück! 🙂

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