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Gelesen im Oktober!

November 3, 2015

Auch im Oktober stand mein Bücherbord voller spannender Titel. Einige waren dann auch wirklich spannend – andere…äh, naja. Lesen Sie selbst.

Und das waren die Kandidaten:

Robert Harris: 
Imperium & Titan (Cicero I & II)

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Schon im letzen Monat stand ja ein Buch von Robert Harris auf dem Bücherbord: Intrige, über den Dreyfus-Prozess. Und auch dieses Mal war Harris wieder dabei, denn die Cicero-Serie hatte mich auf Englisch so begeistert, dass ich sowohl den ersten Teil nochmal lesen wollte wie auch wissen wollte, wie es weiter geht.

Während Teil I (Imperium) den Aufstieg Ciceros zum Konsul beschreibt, geht es bei Teil II („Titan“, bzw. auf Englisch „Lustrum“) um die darauf folgenden 5 Jahre.

Beide Bände bestechen einfach durch die, wie immer bei Robert Harris, extrem gut recherchierten Hintergründe, hier: des Alten Rom, und eine sehr detaillierte Geschichte. Hier stehen alle möglichen römischen Politiker und Gruppierungen gegeneinander, gehen Allianzen ein, brechen sie, nehmen neue auf… es ist unübersichtlich, aber sehr spannend. Wobei ich sagen muss, dass Teil I etwas spannender war als Teil II, denn hier ist doch etwas mehr Handlung während in „Titan“ die politischen Intrigen doch eindeutig im Vordergrund stehen. Aber generell sind beide sehr politische, sehr moderne und überraschend aktuelle Bücher. Aus diesem Grund freue ich mich auch schon auf Teil III: Dictator!

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Tanja Kinkel: Die Puppenspieler

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Dieser Klassiker des historischen Romans stammt schon aus dem Jahr 1994 – solide geschriebener Geschichts-Schinken über das Haus Fugger um 1490-1500 in einer neuen Auflage. Eine sehr sehr spannende Zeit, und durch den Kunstgriff, den Protagonisten im Auftrag der Fugger durch Deutschland & Europa reisen zu lassen ein umfassendes Bild der Frührenaissance. Ein wunderbare Geschichtsroman für zwischendurch, nicht ZU anstrengend, sondern eher leichte, aber gut recherchierte Lektüre. Etwas anstrengend sind Kunstgriffe wie die Einführung von Figuren, die sich mit irgendwas nicht auskennen und dann vom Hauptprotagonisten „aufgeklärt“ werden müssen – aber diese Art von Tricks benutzen eigentlich alle Autoren von Historienromanen, und Tanja Kinkel ist keine Ausnahme. Die Story: wie üblich ein Lebensroman mit etwas Liebe & Triebe, nur leider war mir der Protagonist von Anfang an etwas unsympathisch, weil er immer leicht überheblich durch die Gegend stolziert und vieles besser wissen will. Aber generell: solides Handwerk mit vielen historischen Details aber ohne viel Tiefgang und unterhaltender Story.

Anne Perry: Blinder Glaube (William Monk #19 )& Nacht über Blackheath (Inspektor Pitt #29)

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Anne Perry ist seit Längerem eine meiner bevorzugten Autorinnen für historische Romane. Natürlich sind bei Serien von mehr als 30 Bänden (wie etwa bei Inspektor Pitt) Wiederholungen und Story nicht immer das Gelbe vom Ei, aber Anne Perry schafft es in jedem einzelnen Buch, das viktorianische Zeitalter in vielen Facetten bestechend darzustellen und damit einige Verwicklungen und Längen in der eigentlichen Story auszugleichen. So auch in „Nacht über Blackheath“, dem Band # 29 der Inspektor Pitt-Reihe. Wieder führt ein mysteriöser Mord sowohl den Inspektor als auch seine Frau & seine Schwägerin auf die Suche nach dem Täter, und wieder sind es die viktorianischen Feinheiten, die dem Roman seinen besonderen Touch verleihen. Codes in Kleidung, Verhalten, Konversation stehen wie immer im Mittelpunkt und das ist genau das, was die Romaen so großartig macht: man hat das Gefühl, in eine fremde, vergangene Welt voller Codes einzutauchen, die wir heute nicht mehr verstehen. Das ist einer der ganz großen Reize der Arbeiten von Anne Perry

Obwohl „Blinder Glaube“ im gleichen Zeitfenster des viktorianischen England spielt, muss ich für diesen Roman leider sagen: lasst es lieber bleiben. Denn die eeeeeeeendlosen Gerichtsszenen über das Thema: korrupter Geistlicher betrügt seine Gemeinde und wer sind eigentlich die Hintermänner? und das wenige, was drumherum passiert gaben mir nach bereits 80 Seiten das Gefühl in einer sehr sehr langweiligen Matlock-Folge eingeschlossen zu sein. Nur ohne den sympathischen Matlock. Vielleicht sind die vorher gehenden 18 Monk-Folgen ja besser, aber diese brachte mich dauerhaft zum Einschlafen. Also: lieber Inspektor Pitt!

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Der Junge Mann hat genossen: Geolino extra / Erfindungen.

Aus dieser Serie haben wir schon mehrere CDs und „Erfindungen“ hält, was die Reihe generell verspricht: wie immer solide Info, von Wigald Boning witzig und informativ präsentiert. Kleine Ausflüge in die Zukunft, „Besuche“ von Experten, Infos über wichtige Erfindungen wie den Faustkeil, das Telefon oder Legosteine und Wigalds eigene „Erfindungen“ führten dazu, dass mir der Junge Mann nun vieles über das Patentwesen erklären kann. Großartig, spannend und wie immer solide Qualität.

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