Skip to content

Zeit ohne Kind

November 5, 2016

Was macht man, wenn das Kind mal nicht da ist? Auf Klassenfahrt, Kitafahrt, bei Verwandten oder Freunden? Wenn man tatsächlich mal ein paar Tage lang das Leben führt, das man vor dem Kind hatte? Ich kann auf jeden Fall sagen, was ich NICHT mache.

Auf gar keinen Fall werde ich die Wohnung tiefensauber putzen, Schränke ordnen oder Fenster putzen. Ich lege mir keine Arzttermine (also, welche für mich) in diese Tage oder Behördengänge. Ich sortiere nicht die Kleiderschränke durch oder bügele den Wintermantel. Nein, das tue ich nicht, auch wenn es schwierig ist. Denn mittlerweile möchte ich die Wohnung gerne ordentlich sehen, ein Fakt der mich bis zu meinem 20. Laebensjahr nur marginal interessiert hat. Jetzt ist das anders. Aber genau deshalb und weil ich immer noch an die Mütter denken muss, mit denen ich auf Mutter-Kind-Kur war, zwinge ich mich prinzipiell dazu an solchen kinderfreien Tagen folgendes zu tun:

N I C H T S.

Egal ob alleine oder mit Papa007: Nichtstun. Den Tag genießen, nur das tun worauf ich, er, wir beide Lust haben, alleine oder gemeinsam aber auf jeden Fall: nur das, was wir mögen. Das kann auch einen Elterausflug zu Ikea beinhalten, oder intensives Durchziehen der um unsere Wohnung liegenden Cafés, Restaurants und Kneipen. Freie Zeit heißt: Ausruhen, Lustprinzip. Und nicht: jetzt schnell das machen, was sonst eventuell liegenbleibt. Und das dient definitiv der eigenen Gesundheit. Bei den Kur-Müttern war es nämlich meist so, dass der Burn-Out, Migräne, Rückenschmerzen etc auch daher rührten, dass sie berufstätig waren und gleichzeitig noch die perfekte Hausfrau sein wollten. Und Freizeiten dann dazu nutzten um mal die Veranda zu putzen.

Ich habs geschafft, mich da rauszuziehen. Ich mach nur noch, was ich mag, an diesen speziellen Tagen. Und ganz eventuell wechsel ich dann noch Sommer- gegen Wintersachen. Falls ich darauf Lust habe.

Advertisements

Das mit dem Halloween..

November 1, 2016

Ich schnalls ja einfach nichts, das mit dem Halloween. Genau wie das mit dem Valentinstag. Ich kann mich einfach noch zu genau an die Einführung dieser „Feiertage“ erinnern, die so offensichtlich aus kommerziellen Gründen stattfanden. Deshalb versteh ich den Reiz daran immer noch nicht. Noch unklarer ist mir das Halloween-Ding aber in unserem Innenstadtbezirk, in dem man sowieso nirgends wirklich klingeln kann. Außer man will dann in jedem Stockwerk klingeln.

Aus diesem Grund haben sich einige Eltern etwas anderes überlegt, was ich noch seltsamer finde als Halloween an sich: da die Kinder eh nicht alleine losziehen (dürfen/sollen/können), gehen die Eltern mit. Und da die Eltern auch nicht in jedem Haus bis in den 5. Stock latschen wollen, gibt es folgende „Lösung„: man fragt nach „Süßes oder Saures“ in den Läden. Also: beim Bäcker, im Schuhladen, in der Kneipe…

Da hört mein Verständnis echt auf, weil es so GAR keinen Sinn mehr macht: ich dachte man geht von Haus zu Haus und die anderen Kinder auch und so kriegt jeder was. Aber: in den Läden??? Wo ist da der Sinn? Also liefen in unserem Innenstadtbezirk kleinere Kinder-Eltern-Gruppen von Laden zu Laden und riefen fröhlich: „Süßes oder Saures!“ Und ich denke so: WTF?

Einmal Leben, süßsauer bitte.

Oktober 30, 2016

Der Junge Mann ist fast 9. Sein Leben ist immer noch sehr kindlich und unbeschwert, aber so langsam kommt auch die Realität zu ihrem Recht. Umweltverschmutzung, böse Menschen statt Sith Lords, echte Kriege statt clon wars. Und, zu all dem noch obendrauf: die süßsaure Realität des Alltags. Jeden. Einzelnen. Tag.

Und so beschwerte sich der Junge Mann neulich bitterlich über einen miesen Tag und meinte: „Das ist sooo gemein! Gestern war so ein schöner Tag und ich hab mich voll gefreut! Und heute??? Nur doofe Sachen! Immmer nur so BLÖDE Sachen! Das ist gemein und ich will das nicht!„. Und war ernsthaft sehr empört und enttäuscht. Also setzte ich an und erklärte dem Jungen Mann dass das zum Leben einfach dazugehört. Gute Tage – schlechte Tage, wir alle haben immer von allem ein bisschen. Die Realität des Lebens eben. Auch da muss man einfach langsam reinwachsen. Und oft hilft es, wenn Mama und Papa dann einfach mal eine feste Umarmung plus Erklärung liefern, denn immerhin: du bist nicht allein.

Die Zukunft

Oktober 20, 2016

Ich habe das mit dem Wachsen ja untersagt. Und zwar schon vor einiger Zeit, also vor mehreren Monaten. Denn der Junge Mann wächst einfach so unverschämt schnell, dass wir alle bereits vermuten er kommt nach seinem Urgroßvater väterlicherseits, der einzige in dieser Familie, der über 1,80 kam. Jedenfalls reicht er mir nun bereits bis über die Brust und trägt Schuhgröße 36. 36!!!!! Gibts doch gar nicht. Das Kind ist nicht mal 9 Jahre!

Ich habe also das Wachsen vehement untersagt und mich beschwert als das wieder losging. „Ich habe doch gesagt, dass ich das nicht erlaube, das mit dem Wachsen! Wer hat das erlaubt?“ Und was antwortet mir der Junge Mann?

Die Zukunft hats erlaubt!“ und lacht sich schlapp. Da kann Die Zukunft ja kommen!

Mütter nehmen sich nicht frei

Oktober 15, 2016

Mütter nehmen sich nicht frei. Mütter nehmen Wick Daymed.“ Is klar, ne? Mütter sind immer da. Nämlich für ihre Kinder. Und genauso, wie Mütter ja auch immer da sind, sind Mütter, die mal krank sind und es vielleicht auch noch – im Bett! – auskurieren wollen, natürlich schlechte Mütter. Eine großartige Aufschlüsselung der ganzen Idee etwa bei Filigranes Geflecht, aber wer den Werbespruch googelt wird sehen dass es da ordentlich zur Sache ging, als dieser Spruch 2015 wieder ins Fernsehen kam. So sehr, dass er mir heute noch nachgeht…weil ich mich wochenlang – ungelogen – darüber aufgeregt habe. Was heißt, dass er erstens penetrant und zweitens wirklich unmöglich ist.

Kinder sind ja auch nicht dazu in der Lage, zu verstehen dass Mama vielleicht wirklich jetzt mal Schonung braucht weil sie krank ist, nicht wahr? Kinder sind niedlich zarte kleine Wesen, die uns immer immer immer brauchen und zwar so sehr, dass man ihnen nicht zumuten kann, dass sie mal nicht im Mittelpunkt stehen? Klar, dass ich hier nicht von 1-2-jährigen rede, aber so ab 4-5? Warum nicht? Kann man ihnen nicht sagen, dass jetzt mal ein Gang runtergeschraubt werden muss, weil Mama gerade nicht kann? Weil sie krank ist, oder vielleicht gerade ein Geschwisterkind geboren hat und Schonung braucht?

Ich behaupte einfach mal, dass Kinder das sehr wohl verstehen. Vielleicht mögen sie es nicht, weil sie dann zurückstecken müssen und auf jemanden Rücksicht nehmen, der sonst immer verfügbar ist. Aber das, finde ich, ist eigentlich etwas Wichtiges zu lernen. Nicht immer stehen wir im Mittelpunkt. Manchmal gehts auch um andere Menschen.

Hier ist das so: wenn muss Mama007 krank ist, muss sie ins Bett. Wenn Papa007 zuhause ist, kümmert er sich um den Jungen Mann. Denn Mama007 schluckt kein WickDaymed, sondern gegebenenfalls richtige Medikamente. Und möglicherweise ist ihr übel, sie hat Fieber oder Migräne. Auf jeden Fall braucht sie eine Pause. Und macht daher, wenn sie alleine ist mit dem Kind, vielleicht einfach den Fernseher mit ner Kindersendung an oder legt nen Film rein. Tja. Einfach so, ganz unpädagogisch. Dann legt sie sich neben das Kind und schläft, während das Kind den Film schaut. Eventuell sogar noch einen, wenn es eine üble Krankheit ist. Und wenn Mama007 dann wach ist, dann ist das Kind ganz zufrieden und weil es sich trotzdem um Mama Sorgen macht, bringt es mir eine Flasche Wasser ans Bett und streichelt meine Stirn. Ganz ehrlich: ich finde das 1.) sehr wunderbar, dass mein Sohn soviel Empathie aufbringt und 2.) sehr wichtig, weil es bedeutet dass er sich auch später um Menschen die ihm wichtig sind, kümmern wird. Höchstwahrscheinlich. Weil er weiß, dass auch andere mal Pflege und/oder Ruhe brauchen und nicht 24/7 zu seiner Verfügung stehen. Immerhin gehe ich, wenn Papa007 nicht da ist, auch mit Migräne mit ihm zu r schule und hole ihn ab, mache ihm Essen und all die anderen essentiellen Dinge, die er eben noch nicht ganz alleine hinkriegt. Dafür ist er mein Kind. Aber er gönnt mir auch die Ruhezeiten dazwischen weil er weiß – eigentlich bin ich gerade nicht so auf dem Damm. Und das, das macht doch Liebe & Mitgefühl aus.

Ingrid, du bist´s! (Schwimmen, Teil 2)

Oktober 6, 2016

Wie bereits erwähnt: ich ergatterte einen Schwimmkurs für Fortgeschrittene und es gelang mir sogar, ihn zu bezahlen. Und da das alles etwas kurzfristig war, stand der erste Kurstermin auch schon sehr bald an und der Junge Mann und ich standen auf der Matte des Schwimmbades. Es ist erfreulicherweise das gleiche Schwimmbad wie beim Kita-Kurs. Und beim Schulkurs letztes Jahr. Das bedeutet: er kennt sich mit den Örtlichkeiten perfekt aus und da er nun fast 9 Jahre alt ist, erkläre ich nochmal kurz: „Junger Mann, du bist ja schon fast 9. Deshalb kannst du leider nicht mehr mit zu „Damen“. Und ICH wiederum kann nicht zu „Herren“! Du musst das also alleine schaffen mit dem Umziehen und so.“. Der Junge Mann, ganz großer Junge: „Ach so. Klar, Mama. Das ist GAR kein Problem, ich kenn mich doch da aus!„. Er ist einfach schon so groß. Und wenn Papa007 nicht da ist, so wie jetzt, regelt er Männersachen dann eben alleine. Gar kein Ding.

Nachdem ich den Jungen Mann also in die Männerumkleide entlassen habe, stelle ich fest, dass INGRID (Sie erinnern sich, Mystery-Ingrid) die Schwimmtrainerin sein wird. Und, noch viel besser: es ist die gleiche, die damals den Kurs für Kita-Kleiner Mann gegeben hat. Ingrid (das ist nicht ihr richtiger Name, aber sie trägt einen ähnlich typischen 60er-Jahre – DDR-Vornamen) ist, milde ausgedrückt, eine sehr kernige lokale Frau mit flottem Kurzhaarschnitt. Sprechen tut sie nur kurz angebunden, so wie „Duschen gehn!“ und „aha, der Neue!“ und der Junge Mann teilt mir hinterher mit, sie sei streng. Aber eben auch irgendwie kernig – für den Jungen Mann eine gute Kombination, mit solchen Menschen kommt er meist gut klar.

Da es der erste Kurstermin ist, postiere ich mich dezent an die Glasscheibe zur Schwimmhalle. Eigentlich mag ich dieses ständige Zugucken von Eltern nicht, aber heute…. ich will schon mal sehen was sie so anstellen. Und von hier aus kann man alles ganz gut sehen ohne allzusehr zu stören. Denn, wie es schon eine Töpferin bei einem vergangenen Kindergeburtstag sagte: „Am besten, Sie lassen mich mit den Kindern alleine. Das ist für alle besser und entspannter„. Recht hat sie.

Allerdings stehen mit mir auch noch diverse andere Angehörigen an der Glasscheibe. Die sehen das mit dem „nicht stören“ etwas anders….. Darunter:

  1. Oma, die den Kindern noch die vergessenen Handtücher hintergebracht hat. Und nu erstmal drei andere Eltern bittet, diese ihren Enkeln zu bringen, weil sie ja nicht ans Becken könne. Dass die anderen Eltern ihre Enkel nicht kennen – egal. Sie heißen Otto und Myrdin. Die könne man doch finden. Die anderen Eltern sind etwas verblüfft, überrumpelt und tragen tatsächlich zwei Handtücher in die Halle. Währenddessen turnt Oma draußen neben mir vor der Scheibe und zeigt Otto & Myrdin pantomimisch, dass ihre Handtücher da sind. Scheitert. Otto schaut sie an und zeigt, dass er sie nicht versteht – und die Scheibe ist schalldicht. Oma legt noch eine Schippe drauf und geht pantomimisch (und leider, vergeblich, auch schreierisch) in die Vollen. Immer noch nichts. Endlich klappts, Otto raffts und dann kann Oma sich eine Pause gönnen.
  2. Oma und Mutti eines Kindes, das im Fortgeschrittenenkurs mit dem Jungen Mann schwimmt. Und wie ich dieses Kind da so sehe, brichts mir fast das Herz. Ich war selber jemand, der gerne schwamm aber Tauchen & „unter dem Wasser“-Sein hasste. Das hat Gründe, die hier nicht hergehören, war aber so. Und wie ich das Kind da so am Sprungblock stehen sah und es hatte Angst zu springen… furchtbar. Da hilft auch Typ „kernige Ingrid“ überhaupt nicht weiter – sondern machts eher schlimmer. NOCH schlimmer war aber das, was hier von Mutter & Oma geäußert wurde: „Nu guck dir das wieder an. Die zittert doch schon vorm Springen. Wie jedes Mal. Dämlich ist das. So eine Zicke. Die soll einfach mal springen statt zu diskutieren – jedes Mal geht das so! …. wieder nich. Schau dir das an! Reiner Zickenterror! Dabei hab ich das alles mit ihr besprochen!*“ – undsoweiter undsoweiter. Minutenlang….. Zwischendurch klopfte Mutti an die Scheibe um dem Kind „Aufmunterung“ zu spenden.Und nochmal – und nochmal. Das Kind zitterte ängstlich weiter.

Wenn ich daran denke wie grauenvoll ich das Springen fand, egal ob beim Üben mit den Eltern oder beim Schulschwimmen… da hilft kein Reden und kein Meckern. Und bei der ganzen Diskussion zwischen Oma, Mutter und Vater wird mir ganz langsam ganz übel. Ich stelle mich zur Seite. Und merke, wie ich jedesmal ganz glücklich bin, wenn ich sehe wieviel Freude dem Jungen Mann das Schwimmen und Springen macht. Ich wünschte nur, ich könnte das Mecker-Mutti erklären. Das es einfach herrlich ist, wenn Kinder etwas gerne tun. Und dass man, wenn sie etwas nicht gerne tun, es vielleicht mit Erklären & klaren Worten weiter bringt als mit diesem Runtermachen.

*Mir ist klar, dass ich die Vorgeschichte des Kindes nicht kenne. Trotzdem finde ich es bedenklich wenn Eltern solche Wörter und Tonlagen im Dauerfluss benutzen wenn sie über ihre Kinder reden. Soviel also dazu.

 

 

 

Schwimmen olé! Teil 1.

September 27, 2016

Der Junge Mann liebt Schwimmen. Er liebte den Kita-Schwimmkurs, er liebte das Kur-Schwimmbad, er liebte den Schul-Schwimmkurs der 3. Klasse und seit Oma & Opa mit ihm eine Woche Spaßbad-Urlaub gemacht haben und wir dann auch noch im Urlaub jeden 3. Tag schwimmen waren, seitdem gibts kein Halten mehr.Er taucht und schwimmt und ist überhaupt absolut dabei.

Ich habe mich also nach Schwimmkursen für Fortgeschrittene umgesehen, denn nach dem Seepferdchen solls ja weitergehen! Und tatsächlich: nach langem Suchen habe ich was gefunden. Denn Seepferdchen-Kurse werden einem geradezu nachgeschmissen, alles was danach kommt ist sehr spärlich gesät, sogar hier in der Großstadt. Und am Sonntagabend 2 Stunden durch die Stadt zu einem privaten Kurs um 18 Uhr fahren – das wollte ich dann doch nicht. Aber: SIEG! ich habe einen gefunden. Beim Telefonat zwecks Klärung der Kursmodalitäten sagt man mir nach langem Hin & Her: „Zahln is nur direkt bei uns inne Halle! Und rufen Se vorher an wenn Se zahln wolln, denn komm ick anne Kasse hoch! Sons´ is da nämlich keener!„. Okay. Unsere stadteigenen Bäder sind also derart unterbesetzt, dass man niemanden an die Kasse setzen kann. Aber ok – ich rufe vorher an. Man will ja keine Problem verursachen.

Tatsächlich erwartet mich bei Ankunft eine alte verhutzelte Frau mit grauer Dauerwelle, Schrubber und Bademeisteroutfit (kein Witz!) an der Kasse. „Jut, dasse anjerufn ham. Sons´ hätt ick dit nich jewusst dett Se jetz kommn!„. Äh, ja. Also: jetzt bezahlen. „Ah, dit is jut, dett Se dit abjezählt dabei ham. Weil, Karte jeht hier ja nich!  Und mitm Wechseljeld hätt ick jetzt nochma nach unten jemusst!“ –Was und wo meint sie mit „unten“???— also, ich zahle hier 70 € für einen Schwimmkurs und es gibt kein Wechselgeld und kein EC. Klar. Persönlich, vor Ort in der stadteigenen Schwimmhalle und in abgezähltem Bargeld. Es ist fantastisch, dass in unserer Stadt stadteigene Schwimmkruse ausschließlich in dieser Art & Weise zahlbar sind. Frau mit Schrubber drückt mir diverse Quitttungen und Zugangsscheine in die Hand. Dann hab ich noch eine Zusatzfrage für die Frau mit Schrubber, nämlich: findet der Kurs auch in den Ferien statt? – „Also, ditt kann ick Ihn´jetz so nich sachn. DA müssn Se mal die Ingrid frachn.“ (Who the… ist Ingrid????) – ich gebe auf. Ich bezahle jetzt einfach, frage nichts mehr außer die Kurszeiten und freu mich, dass es überhaupt einen Fortgeschrittenenkurs gibt. Bei uns in der Nähe und zu halbwegs okayen Zeiten. Beim Quittieren sehe ich, dass der Junge Mann schon mit der Älteste in der Gruppe sein wird – die meisten Mit-Kinder sind eher so 1 Jahr jünger.

Frau mit Schrubber ist aber noch nicht fertig: „Also, jetz frache ick Sie ma: warum zahln Se überhaupt für so´n Kurs? Also, dit frache ick mich schon seit Jahrn. Ick meene, jibts doch ooch inne Schule! Warum zahln die Eltern da soviel Jeld für?„. Ich erkläre, dass in der Schule nur in der 3. Klasse geschwommen wird, dass sowieso gut ein Drittel der Schwimmstunden ausfiel weil Lehrerin oder Erzieherin nicht da waren – und man braucht immer zwei Erwachsene für diesen Kurs, bei dem die Kinder ja durch die Stadt gefahren werden. Und dass der Junge Mann eben gerne weiterschwimmen will, obwohl jetzt in der 4. Klasse kein Schwimmen mehr in der Schule angeboten wird. Meine Erklärung stößt auf wenig Verständnis. Die Schwimmbadmitarbeiterin ist der Meinung, dass das doch so nicht nötig ist. Die Ironie des Ganzen erkläre ich ihr nicht. Sollte sie als Mitarbeiterin der Schwimmbads nicht daran interessiert sein, dass Menschen… aber egal. In dieser Großstadt habe ich mir diese Fragen länger abgewöhnt. Schwimmhallen sind ja hier auch meistenteils in den Ferien und an Feiertagen geschlossen. „Schwimm´könn Se ooch unter de Woche!“ scheint das Motto zu sein. Muss man nicht verstehen! Oder sieh auch:

PS: Wer INGRID ist, wie es weitergeht und wie es sonst so läuft – davon mehr in Teil 2!

%d Bloggern gefällt das: