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Schulstreik, die Dritte. Oder: wie ich das Kind delegierte.

März 26, 2015

Heute ist ja der dritte Tag des Schulstreiks. Hier Teil 1! Und nachdem ich beim letzen Mal mit diesem Link unsere Firma zu einer bezahlten Freistellung wegen Kurzfristigkeit bewegt habe, war es diesmal doch nicht gar so kurzfristig. Am Freitag angekündigt, am Donnerstag gestreikt. Trotzdem brachte das größere Probleme, denn: 2 Lehrerinnen und vier Klassen, noch weniger Hortnerinnen und gefühlt 10000 Kinder. Also: Kind raus aus der Schule, nix mit Notbetreuung. Und da alle anderen Eltern oder Mitschüler krank sind, kann das Kind nicht zu denen. Also springen Oma & Opa ein und sagen mehrere Termine deswegen ab. Geht also, kostet aber Nerven in der Organisation.

Tatsächlich bin ich absolut für diese Streiks. Erzieher und Lehrer verdienen bessere Arbeitsbedinungen. Was mich aber wundert ist Folgendes: nirgends werde ich wirklich informiert, WOFÜR eigentlich gestreikt wird! Da stehen nebulöse Dinge wie: Finger weg von der Betriebsrente. Was genau ist das? Warum ist es wichtig? Worum gehts sonst noch? Lohnerhöhung – aha? Obwohl ich doch jeden Tag Nachrichten sehe und lese, kommt mir kein fundierter Artikel unter, der die Forderungen mal aufzählt und vor allem erklärt. Es geht meist nur um den Tag des Streiks, wer ihn organisiert und anderes. Die Gründe aber, die ich absolut essentiell fände, die finde ich nirgends so richtig. Irgendwie geht Kommunikationsarbeit doch anders, oder?

 

Stöckchen on tour. Heute: Bücher!

März 24, 2015

Karo von “Die Freaks und ich” hat mir ein Stöckchen zugeschmissen, als Antwort darauf dass ich ihr eins zugeschmissen hatte. Ist das ein Rumgeschmeiße von Stöckchen, ein Wunder, dass noch keiner eins an den Kopf bekommen hat. Vor allem da sich dieses hier auf ganz konkrete Bücher bezieht, und die können ja doch etwas Gewicht haben.

Hier soll ich nun also fünf Bücher auflisten, die ich vorhabe, dieses Jahr zu lesen. Und das dann weiterleiten. Super Idee, denn Lesen ist immer großartig. Ich versuche seit einiger Zeit eher bewusster und weniger zu lesen, da es mir wie auch Fernsehen manchmal den Kopf verballert. Reizüberflutung und so. Nur noch Grütze im Kopf, wenn ich zuviel gucke oder lese. Aber selbst MIT etwas Selbstdisziplin komme ich auf ca 50-60 Bücher im Jahr, ja, doch. Und wer viel liest, braucht auch immer Input – weswegen ich über Buchempfehlungen immer glücklich bin. Etwa auf Goodreads, dessen “Empfehlungen”-Seite mich schon auf viele gute Bücher gebracht hat (und auch ein paar echte Kröten). Und nein, Goodreads kostet nix und ist immer noch großartig. Oder Input von Freunden, mit denen ich Bücher austausche. Oder von der #50bookchallenge auf Twitter. Oder eben über so ein Blog-Buch-Stöckchen.

Aber zurück zum Thema. Welche 5 Bücher werde ich dieses Jahr definitiv lesen? Auf jeden Fall welche, die (falls historischer Roman) ordentlich recherchiert sind und deren Charaktere echt, komplex und entwicklungsfähig sind (No Go´s habe ich hier ja schon mal besprochen. Und warum man nicht alles auslesen muss.). Abziehbildchen brauche ich nicht, egal ob im Krimi oder Roman. Ich ordne das also mal schön mit Kursiv und Farben, und so. Geht ja jetzt bei WordPress.

Definitiv auf Platz 1: MaddAddam, der dritte Teil der MaddAddam Trilogie von Margaret Atwood. Teil 1: Oryx and Crake und Teil 2: The Year of the Flood, habe ich schon gelesen und Teil 3: MAddAddam steht demnächst an. Als eine der besten Science-Fiction-Trilogien, die ich kenne und als eine der besten Autorinnen, die ich kenne, wird MaddAddam von Margaret Atwood ganz sicher zu genau dem unangenehm realistischen Zukunftsbuch wie schon die ersten beiden Teile.

Auf Platz 2: Frog Music von Emma Donoghue. Nachdem ihr “Life Mask“, “Slammerkin” und “The Sealed Letter” für mich so großartige Bücher waren, dass ich sie verschlungen habe, sollte auch Frog Music ein Knaller werden. Ihre “historischen Romane” spielen nämlich in der Vergangenheit, aber ihre Geschichten und Charaktere sind derart komplex und echt, dass die historischen Umstände als klaustrophobische Korsette erscheinen, aus denen die Protagonistinnen nicht immer entkommen können.

Platz 3: Error von Neal Stephenson. Ich liebe Neal Stephenson, besonders für die mega detailliert recherchierte und weltumspannende Barocktrilogie und wegen des großartigen Science Fiction “Diamond Age“. Science Fiction, deren Ideen mittlerweile in meiner Realität zu besichtigen sind, sind gute Science-Fiction! Dies soll nun sein erster Techno-Thriller sein – ich bin gespannt!

Platz 4: aufgrund einer Goodreads-Empfehung und eines mitreißenden Einleite-Textes steht “Thursbitch” von Alan Garner schon länger auf meinem Zettel. Bislang nicht gekauft, da noch zu teuer, aber Krimis sind immer gut und wenn es gute Krimis sind, freue ich ich besonders. Ich hoffe also, dass auch Thursbitch mich nicht enttäuscht.

Platz 5: History of Food von Magelonne Toussaint. Nachdem es so groß besprochen wurde, schein dieses mittlerweile 30 Jahre alte Standardwerk doch etwas zu sein, dass man gelesen haben sollte wenn man Essen und Kochen liebt. Was ich tue. Zusammen mit “A History of Food in 100 Recipes” von William Sitwell sollte es ein schönes Begleitbuch zum abendlichen Kochen sein.

So. Und wer Bücher mag, soll nun antworten! Besondere Antworten würde ich mir wünschen von:
1) Cloudette, aus Gründen!

2) glücklich scheitern (falls du Zeit hast?)

3), die Liebe Nessy, weil ich ihre Buchbesprechungen liebe und gerne wissen würde was demnächst auf ihrem Büchertisch liegen wird?

4) unsichtbares, weil ich lange nichts mehr von ihr gehört habe. Wahrscheinlich die Schwangerschaft?!

So. Und das mit den Farben is doch ganz hübsch, nich? Aber irgendwie nicht gut für die Augen. Ich lass das also in Zukunft lieber. Und ich lese dann heute abend mal das momentan Buch zu Ende: “Native Tongue” von Suzette Elgin. Einer der Klassiker feministischer Sozialutopien.

Ich kann das alleine! Next level.

März 22, 2015

Da der Junge Mann und ich ja momentan aus Gründen noch alleine (oder eben: zu zweit) sind, ergeben sich hin & wieder Situationen, in denen ich nicht da sein kann, aber auch keine Betreuung vorhanden ist. Nachbarin verreist, Freunde umgezogen, andere Freunde die arbeiten gehen, Kumpels wohnen nicht bei uns in der Nähe, Großeltern im Urlaub – da kann ja immer mal was sein. Und dann steht man da und denkt: Hm. Ich hab nen Termin, den ich nicht verschieben kann, aber es ist niemand da. Und ich möchte den Jungen Mann – vor allem nach 8 Stunden Schule – nicht auch noch mit zu nem Termin schleppen. Er darf sich auch mal ausruhen! Und das kann man am besten zuhause. Und um 18-19 Uhr muss er, ganz ehrlich, nicht noch irgendwo mit mir rumsitzen müssen.

Dann steht man allerdings vor dem Problem, dass das Kind eben alleine zuhause sein wird. Begonnen haben wir vor einem Jahr mit 30 Minuten und: “Ich geh nur schnell man Milch kaufen“. Nachdem wir das ein paar Mal gemacht hatten, sagte mir der Junge Mann, dass er eigentlich ganz gerne mal alleine zuhause sei. “Geh mal ruhig, Mama! Ich bin gerne hier alleine!“. Er hatte Blut geleckt. Man kann alleine Fernsehen, Spielen, zuhause sein. Also: Telefon üben. Für jemanden, der Kommunikation sowieso eher für überschätzt hält, ist telefonieren NICHT der logische nächste Schritt, sondern der letzte in einer langen Kette. Es folgten also Übungen zum Thema: “Wenn es klingelt, gehst du ran!“. Diesen Satz habe ich ungefähr 3 Milliarden Mal gesagt. Und die Feuertaufe war: Mama007 hat einen Termin um 18 Uhr, der ist um die Ecke und dauert ca. 40 Minuten. Der Junge Mann hat Order, mich SOFORT anzurufen wenn IRGENDWAS sein sollte. Egal was. Mitten im Gespräch klingelt mein Telefon: “Mama, ich wollte nur mal fragen: Wann bist du denn zuhause?”. Super, der Junge Mann.

Jetzt läufts und der nächste Termin ist um 19 Uhr. Das bedeutet, dass der Junge Mann alleine ins Bett geht. Das hat er sich gewünscht und NEIN, die Nachbarin soll bitte nicht auch noch vorbeikommen. Er kann das alleine. Er ist ein großer Junge. Mama007 fasst sich ans Herz und seufzt.

Alleine, next level. Demnächst zieht er aus.

Erwachsen?

März 20, 2015

Du bist ja so erwachsen.“, sagte eine Freundin neulich zu mir. Sie ist 10 Jahre jünger als ich, dementsprechend scheint meine Person für sie in weiter Zukunft zu liegen. Erwachsen. Da zeitgleich eine Einladung zum 20jährigen Abitur eintrudelt, hängt sich mein Hirn an diesen Worten auf.

Erwachsen. Wenn das heißt:

  • Ich weiß jetzt, was ich will.
  • Ich lass mir nicht mehr alles gefallen.
  • Ich mach auf meinen Mund auf, wenn mich was stört – auch wenn das vielleicht Konsequenzen hat.
  • Ich sage was ich meine.
  • Ich setze meinen Willen auch mal durch.
  • Was andere von mir denken, ist nicht mehr so entscheidend -

Wenn es das heißt, bin ich gerne erwachsen. Aber mit zunehmendem Alter ist mir immer unklarer, wie mich andere Menschen “von außen” sehen. Gerade weil für mich auch Menschen in meinem Alter zunehmend jünger aussehen als ich sie mit 18 gesehen habe. Vielleicht liegts aber auch an diesem Hipster-Ding. Manche Menschen gratulieren mir, weil ich “Jünger aussehe als ich bin”. Das hat mich jahrelang eher genervt, aber jetzt wirds langsam okay.

Für junge Menschen bin ich möglicherweise die ältere Frau mit langen Haaren. Für den Jungen Mann bin ich einfach die Mama. Für Papa007 die Frau. Wenn ich an mich “von außen” denke, kann ich jedenfalls kein wirkliches Selbstbild vorweisen. Manchmal würde ich mich gerne im Empire-Stil verkleiden, dann wüsste ich eher wie ich von außen wirke. So bin ich die Frau mit den etwas aufwendigeren Frisuren, die auch gerne Kleider trägt. Aber nicht zu schicke. Und nicht zu kurze. Und nicht zu tief ausgeschnittene.

Film Title: Pride and Prejudice.So ungefähr wäre es klasse. Nicht zu eng, aber schön geschnitten. Und unter den Hüten super gesteckte Frisuren. Und eine Zofe, die einem morgens dabei hilft.

Erwachsen. Ich denke, erwachsen bin ich schon. Aber gleichzeitig fühle ich mich oft so verwirrt und durcheinander und so gar nicht entscheidungsfähig: Sieht das nun gut aus, oder nicht? Soll ich diese Entscheidung treffen oder jene? Bin ich gut in dem was ich tue oder bilde ich mir das nur ein? BIO oder Konventionell? Jeans oder Rock? Sicherheit oder neue Ufer? Solche Fragen gehen auch mit zunehmendem Alter nicht weg. Und führen dazu, dass ich mich gar nicht so richtig erwachsen fühle, sondern eher noch jung. Und so bleibe ich dann, irgendwo im Inneren, doch noch ziemlich un-erwachsen.

Einfach mal faul sein.

März 16, 2015

Neulich abends mit dem Jungen Mann. Er macht hin & wieder gerne einen Scherz, etwa in der Art:
“Mama…. du hast mir gar kein Handtuch hingelegt zum Baden. Da warst du wohl zu faul!”

“Äh…. ich glaube, ich bin jezt wirklich mal faul. ————– Was würde da wohl alles ausfallen?”

“Ja, also: keiner würde mir Frühstück machen! Und Mittag, und Abendbrot! Und keiner würde mit mir kuscheln! Und mir meine Sachen hinlegen! Und…ähhh.”

“Aha. Na dann, bin ich jetzt mal ganz faul und mache das alles nicht. Wie wäre das denn!?”

“DANN ZIEHE ICH AUS!”

“Ach. Wohin denn?
“Zum Josef! Dann macht das Josefs Mama für mich!
“Na, dann rufe ich mal Josefs Mama an, die ist bestimmt auch gerne mal ganz faul.

“Dann  ziehe ich zum Anton!
“Ich ruf einfach alle mal an. All die Mamas, die gerne mal faul wären! Wie wäre es denn, wenn du es einfach selber machen würdest, wenn ich mal FAUL bin?

“Nein! (denkt angestrengt nach) Dann zieh ich ins Hotel!”

“Ach – und da ist dann alles paletti?”

“Klar! Da kommt dann immer jemand und wenn ich Hunger habe, gehe ich in den Speisesaal und hol mir ne Banane!”

“Das kostet wohl alles nichts? Oder wie willst du da bezahlen?”

“Nein, da kriegt man alles umsonst! Das wird super!”

Ja dann…… dann kann ich ja einfach mal faul sein. Der Junge Mann ist dann ja gut versorgt.

 

Ha! Ein Stöckchen & viele offene Fragen….

März 10, 2015

Liebe Cloudette. Du hast mir soviele Fragen zugeschmissen, dass ich erstmal nachdenken musste – jetzt isses aber soweit! Und zwischen all dem Restwinter und Früh-Frühling und Grippewelle und Masernhysterie kommt man ja zu nix! Außerdem – ich gebs ja zu – ist es hier manchmal ruhig. Und noch ruhiger. Es ist zwischendurch soviel los – auf den anderen Kanälen meines Lebens, Muttersein ist eben doch irgendwie auch eine Facette.

  • Warum hast du angefangen, zu bloggen?

Auf jeden Fall aus Frust. All die tollen, durchdachten, biologisch und ethisch korrekten Eltern – ich wollte einfach ein eigenes Forum für meine eigene Wirklichkeit. Auch wenn ich in den letzten Jahren gesehen habe dass viele viele Mamablogger eine eher heile Welt bloggen – meine ist immer noch und immer wieder auch konfliktiv. Und all die Geschichten mit dem Kleinen und nun, 4 Jahre später, dem Jungen Mann und all die Sachen, die einem mit anderen Eltern so geschehen – das alles waren Gründe dafür selber zu schreiben. Plus, es geht einem besser wenn mans rauslässt. Meistens jedenfalls.

  • Wie kamst du auf deinen Blognamen?

Auf jeden Fall habe ich nicht lange nachgedacht – das mach ich sowieso selten. Bin eher so aus dem Bauch raus meistens. Und da ich was mit “MAMA” im Titel wollte und das Geburtsjahr des Jungen Mannes auch reinpasste, war MAMA007 doch eine super Wahl. Außerdem klingts so nach James Bond, nach Agentin und Mama-Leaks.

  • Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen rum?

Wie gesagt: eher spontan. Allerdings habe ich hin und wieder Themen notiert, die ich unbedingt bloggen will, weil ich sie witzig finde. Und damit ichs nicht vergesse, trage ich Notizen mit mir herum und verwende die dann.

  • Bist du pseudonym oder mit Klarnamen unterwegs und warum?

Da es Menschen gibt, von denen ich nicht unbedingt möchte, dass sie wissen was ich hier schreiben, verwende ich nie Klarnamen. Weder hier, noch sonstwo. Wer meinen Klarnamen wissen möchte, kann mich ja kontaktieren. Aber einfach mal so und auf Verdacht – das möchte ich nicht. Nicht, weil ich mich verstecken will sondern weil es einfach nicht jeden was angeht. Generell ist das ein schwieriges Thema, aber das ist nun meine Lösung dafür.

  • Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?

Wo ich immer nochmal überlege nach dem Schreiben, das ist bei Themen, die den Jungen Mann sehr persönlich betreffen. Der eigene Körper und so – das lösche ich dann doch meist wieder. Geht eben doch keinen wirklich was an.

  • Wie wichtig sind dir Zugriffe/Statistik, Likes, Kommentare?

Zu Anfang war mir die Statistik sehr wichtig. Ich wollte jeden Tag wissen wieviele Leute hierher kommen, und natürlich vor allem ob es mehr sind jeden Tag. Waren es wenige, war ich eher frustriert. Das hat sich über die letzten JAhre aber sehr geändert. Ich bin nicht mehr neidisch (ja, das war ich hin und wieder) auf Menschen deren Blogs schnell viele viele Klicks generierten. Ich brech mir auch keinen mehr ab um per irgendwelcher Aktionen an mehr KLicks zu kommen. Werbung habe ich für mich sowieso immer ausgeschlossen. Kommentare sind da was Anderes. Die mag ich sehr sehr gerne, ebenso wie Likes – weil sie mir zeigen was andere wirjklich denken und nciht, ob sie zufällig pber irgendeine Suche (so wie hier!?) hier reinstolpern.

  • Hast du Erfahrungen mit Trolls gemacht?

Nein. Nie. Wenn man vielleicht von Menschen absieht, die finden dass ich keine Feministin bin und die das sehr enttäuscht.

  • Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?

Das WAHRE LEBEN. Ich lese nur noch Blogs, bei denen ich das Gefühl habe hier wird eine komplexe Wirklichkeit dargestellt, kein geschöntes Leben. Viele Blogger (egal ob jetzt Foodblogger, Mamablogger, Wissenschafts-Blogger) zeigen nur ein gehübschtes Abbild der Realität. Das frustriert mich. Ich will wissen wie wirkliche Menschen mit wirklichen Situationen und Problmen umgehen. Wie sie das lösen und leben. Ob mit Witz, Ironie oder Ärger & Wut – sowas interessiert mich. Daher lese ich teilweise sehr kleine Blogs mit echten Stimmen viel lieber als die großen, wo oft alles schön & hübsch & positiv ist.

  • Was muss ein Text haben, damit du ihn zu Ende liest?

Bei Blogs lese ich de facto tatsächlich immer erstmal zu Ende. Die Texte sind ja nicht so lang – bei Büchern halte ich das anders. Blogs gebe ich beim ersten Text immer eine Chance bis zum Ende. Ob ich dann NOCHMAL was dort lese, hängt eben von der Wahrhaftigkeit der Texte ab: ist jemand offen, ehrlich, vielleicht sogar im besten Falle witzig? Dann bin ich auf jeden Fall öfter dort!

  • Bei wie vielen Blogs liest du so ungefähr mit? Ändert sich deine Leseliste über die Zeit?

Tatsächlich miste ich meine Blogroll immer mal wieder aus. Wer nur über “Ach, alles so toll heute!” schreibt, ist bald wieder weg. Gleiches gilt für Blogs, die anfangen Werbesachen zu posten. Sorry, aber deine Teilnahme am Pampers – Mamablogger – Treffen/gesponserter Besuch im Wellnesstempel XYZ / der neueste Strampler der Firma BLAAAHHHH interessiert mich nicht so brennend als dass ich dafür meine wenige Zeit opfern würde. Tschüß. Momentan lese ich bei ca. 10-15 Blogs mit, das reicht. Hin & wieder, wenn ich viel Freizeit habe, gönne ich mir eine Blogtour auch zu Themen die ich schon länger vernachlässigt habe. Neulich etwa bei Haarbloggerinnen. Oder im Food-Bereich. Das liebe ich sehr, schaffe es aber nicht regelmäßig.

  • Hast du schon mal persönlich mit anderen Blogger*innen getroffen?

Schon mehrmals. Darüber kann man hier und hier lesen. Und demnächst treffe ich jemanden, den ich noch nicht persönlich kenne, aber auf die ich mich schon sehr freue!

  • Was ist für dich das Schönste am Bloggen?

Um es mit dem Kinderdoc zu sagen: “Bloggen Sie. Es befreit!”. Und das stimmt. Ich konnte viele viele Dinge viiiiel lockerer sehen, nachdem ich sie einmal aufgeschrieben hatte. Das ist sehr entspannend. Außerdem ist dieser Blog über die Jahre auch zu einer Anekdotensammlung geworden, Anekdoten die ich sonst schon lange wieder vergessen hätte. Das ist großartig! So. Jetzt muss ich mir noch eigene Fragen ausdenken, stimmts? Und das Ganze weiterreichen?

  1. Gibt es jemanden, der dich zum Bloggen inspiriert hat?
  2. Was sind die Blogs, die du am regelmäßigsten liest, und warum?
  3. Findest du, dass Bloggen eine heilsame Wirkung hat?
  4. Hast du nur einen, oder noch andere Blogs? Wenn ja, warum?
  5. Würdest du deinen Blog auch löschen? Aus welchem Grund?
  6. Wie hältst du es mit der Privatsphäre? Hast du darüber nachgedacht, wieviel du warum preisgibst?
  7. Würdest du einen Kooperationsblog gründen? Mit mehreren Bloggern? Oder schreibst du lieber ausschließlich allein?
  8. Was sind die schlechtesten Blogs, die du kennst? Warum?

Schön wäre es, wenn die Folgenden was schreiben würden, denn ich lese gern bei Ihnen mit! Geologenkinder, weil ich hier immer wieder gerne lese. lotte(r)leben, weil ich so gerne wieder was hier lesen möchte! Frau Müller, bitte! Ja, ich lese immer noch bei Ihnen mit! Die Freaks und ich! Bitte! Glücklich scheitern. Weil immer wieder gut.

Schulstreik, die Zweite. Und erzählt mir, wie es bei euch läuft!

März 9, 2015

Letzt Woche war ja Schulstreik. Wir sprachen darüber…. diese Woche ist nun noch mehr Schulstreik. Immerhin schafft es die Schule bereits am Freitag vor dem Streik am Mittwoch,den 11.3.15, in einem Belegzettelchen mitzuteilen, dass es diesmal zu ERNSTHAFTEN Betreuungsengpässen kommen wird. Was immer das auch heißen mag. Auf jeden Fall seien sie größer als beim letzen Mal. Aha. Ich habe mich für die für mich einfachere Variante entschieden. Eine, die auch diverse Eltern der Parallelklassen bereits letzte Woche durchgezogen haben. Keine Last-Minute-Betreuungssuchen, kein Kopfzerbrechen.

Ich lasse den Jungen Mann einfach zuhause. Und teile das per Hausaufgabenheftchen mit. So – Problem gelöst, vorerst.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Schulstreik? Bleibt ihr zuhause? Macht eure Schule überhaupt mit? Wie regelt ihr die Betreuungsengpässe? Schreibt mir, gerne auch in den Kommentaren, eure Strategien, Erfahrungen, Anekdoten zum Schulstreik. Ich bringe sie dann hier in einem Blogpost unter!

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