Skip to content

Kunden aus der Hölle….

September 4, 2015

Dass ich im Kundendienst arbeite, dürft ja bekannt sein. Und generell sind unsere Kunden relativ nette, ruhige Menschen. Nur eben manchmal etwas seltsam, so wie die Dame, die auf meine Frage wie sie denn zahlen wolle, antwortete:

“Per Überweisung. Ich bin hier gerade im OP und hab meine Kreditkarte nicht dabei.”

Da bleibt einem doch mal kurz die Spucke weg. Egal, auf welcher Seite des OP sie steht – ich finde beide Varianten ziemlich gruselig.

Gelesen im August….

September 4, 2015

Im August war Urlaub, und viel Zeit endlich all die Krimis zu lesen, die sich angesammelt hatten. Hier und heute: Krimis im August! In gewissem Sinne kann man das Folgende als aufsteigende Rangordnung lesen: vom besten zum übelsten!

Denise Mina: Das Vergessen

denise Mina das Vergessen

Denise Mina wurde mir auf Goodreads.com empfohlen, da ich Tana French liebe und leider alle ihre Bücher bereits verschlungen habe. Neues muss also erst geschrieben werden. MIST!

Also habe ich Denise Mina ausprobiert und muss sagen: DI Morrow ist eine der sympathischsten Ermittlerinnen, die ich kenne. Gegen den Strom, normal, unprätentiös, sie ist so wie du und ich – wie erfrischend bei all den vielen Fakeprofilen, die schnelle Krimiautoren auf den Markt schmeißen und die in ihrer Eindimensionalität nicht mal für die Badewanne taugen! Alex Morrow ist eine Frau in einer großen Männer-Ermittler-Schar und sie beißt sich durch.

Die Fälle (ich hab nicht nur “Vergessen” gelesen, sondern gleich noch drei andere von ihr): wunderbar konstruiert, zwar nicht der klassische “Who Dunnit”-Krimi, aber sozial gut recherchiert, lebensecht und mit vielen kleinen Details. Alle Figuren entwickeln sich über die Zeit hinweg und manchmal gibts es überraschende Wendungen, die alles Angenommene über den Haufen werfen! Großartig!

Robert Harris: Intrige

Robert Harris - Intrige

Robert Harris steht für klassische Qualität, nur selten hat er Bücher geschrieben, die NICHT gut recherchiert und konzipiert gewesen wären! Über “Vaterland” (Großartig!!!!), “Archangel” (der Knaller!), “Pompeii” und all die Romane über Cicero und das Alte Rom (der Hammer!) war es immer wieder ein Vergnügen.

Nun als: “INTRIGE”. Nach all dem römischen Kram der letzten Jahre hätte ich nicht vermutet, dass sich Robert Harris ausgerechnet dem Dreyfus-Prozess der 1890er Jahre in Paris zuwenden würde. Aber: Warum nicht? scheint er gedacht zu haben und entstanden ist ein großartiges, informatives und spannendes Buch mit Krimielementen über diesen heute noch nachhallenden Prozess (kurz zusammengefasst etwa lesbar in: “Der taumelnde Kontinent” von Philipp Blom, 1. Kapitel!) über den jüdischen Armeeangehörigen Dreyfus, der angeblich Staatsgeheimnisse verraten haben soll. Impliziert: viele französische Künstler und Politiker, Antisemitismus und Geld.

Und, da geschrieben von Robert Harris: spannend, zum Durchschmökern und trotzdem viel viel Information.

Alex Marwood: Der Killer von Nebenan.

9783453438163_Cover

Eigentlich hieß es, das sei ein Krimi. In Wahrheit ist es aber ein höchst amüsantes Buch über ein runtergekommenes Haus in London und seine sehr unterschiedlichen Bewohner – nur dass einer von denen eben ein Serienmörder ist und Frauenleichen in seinem Zimmer aufbewahrt. Irgendwie ist das aber nur eine Rahmenhandlung, denn es geht viel mehr um all die einzelnen Personen und ihre Eigenheiten. Nett gemacht, nett zu lesen, an Stellen witzig! Schön für die Badewanne und “nicht-nachdenken-am-Strand”. Auf einige der Einbalsamiert-Details hätte ich verzichten können, die waren doch recht plastisch. Aber die Geschichte an sich: gut!

Derek Meister: der Jungfrauenmacher

9783734100604_Cover

Tja, Derek Meister. Der Plot: Frauenleichen an der Nordsee, kleines Dorf, cooler junger Polizist und erfahrene Profilerin, das klang alles gut. Leider war die Umsetzung nur halb so gut. Der Plot war flach, die Profilerin anstrengend traumatisiert und geheimnisvoll, das Setting bleibt eindruckslos.

Im Großen und ganzen ein Bahnhofsbuchhandlungs-Krimi, man liest ihn und hat ihn danach sofort wieder vergessen. Fast Food der Krimiliteratur. Leider keine wirkliche Empfehlung.

Kundenservice auf berlinerisch.

August 28, 2015

Ich hab mich getraut. Ich hab meine Fahrradreifen aufgepumpt. Dass das für mich was Schwieriges ist, MUSS man nicht verstehen, ich hasse das schon seit meiner Kindheit. Reifen aufpumpen, d.h. man steht irgendwo und pumpt. Die Pumpe fällt immer wieder aus dem Ventil, es dauert ewig, man schwitzt…. nicht schön. Weshalb ich nicht gerne Fahrradreifen aufpumpe.

Da ich aber oft Fahrrad fahre und mich deshalb doch periodisch um das Problem kümmern muss, warte ich immer, bis die Reifen schon so runter sind, dass sie eigentlich.. naja. Aber seit einigen Jahren gibt es in Berlin ja Fahrradläden und in Fahrradläden gibts meistens so nen Aufpumpschlauch – ein bisschen wie in der Tanke. Aber auch dieser Schlauch stellt mich ehrlich gesagt vor Rätsel. Meist hängt er aus irgendnem Fenster des Ladens und Menschen benutzen ihn. Aber wie? Man steckt ihgn irgendwie aufs Ventil aber was bedeutet dann der Druckmesser, der auch noch dran hängt? Fragen über Fragen, aber jetzt hab ichs gelöst.

Und zwar indem ich einen, laut Internet-Selbstauskunft “kundenorientierten, servicefreundlichen” Fahrradladen in meiner Nähe aufsuchte, in der Hoffnung, dort Erklärungen und Einweisungen zu bekommen. Der Besuch verlief dann so:

Leicht verschwitzt hält Mama007 auf ihren schon sehr schwachmatigen Fahrradreifen vor dem Laden. Im Innenbereich stehen 4 (in Worten: VIER) Fahrradladen-Spezis und unterhalten sich laut über die Schutzbleche für spezielle Fat Bike-Reifen. Ich gehe rein und stehe daneben. 2 Minuten lang. Keiner grüßt mich, die Schutzblech-Diskussion ist sehr sehr wichtig.

Hallo…” sage ich.

Hallo.” sagt einer der Fahrrad-Spezis.

“Ich wollte Sie fragen ob Sie hier auch Fahrradreifen aufpumpen?”
“Machn wa.” sagt der Spezi. Und schweigt. Und bewegt sich nicht.

“WO DENN?” frage ich, nun schon etwas gereizt.

“Steht draußn.” sagt der Spezi in die immer noch weiterlaufende Schutzblech-Diskussion hinein.

“Und, wie benutzt man das?” frage ich. So nicht, Freundchen!

“Is´janz einfach. Wie ne Luffpumpe.” Sprachs. Und schwieg.

Ich gebe auf. Gehe nach draußen und sehe dort das DING. Es ist zum Pumpen, aber wie eine Stand-Luftpumpe mit Schlauch und Druckmesser. Während ich es noch angucke, kommt Spezi dann doch ausm Laden mir nach, nach draußen. An die frische Luft. Wahrscheinlich sah ich doch zu hilfebedürftig aus.

“Is doch janz einfach. Druff aufs Ventil, Hebel umlegen, Pumpen, Druck bis 4 Bar. So, jetz könnse. Is doch janz einfach.”

Danke Berlin.

Ich bin übrigens immer noch über mich selber erhoben, denn ich kann jetzt so ein DING benutzen. Und ich weiß sogar, bis wieviel Bar ich pumpen darf/soll/kann. Und das Alles ganz ohne Youtube!

Groß issa… oder: die 3. Klasse dräut.

August 15, 2015

Hatte ich erwähnt, dass der Junge Mann bereits in die 3. Klasse kommt? Das berliner Schulsystem, das nach Eigenaussage selbst von diversen Miteltern nicht verstanden wird, hat er bereits 2 Jahre lang genossen. Nachdem wir nun die SAP (Schul-Anfangs-Phase lt. berliner Senat) mit ihrer JÜL-Klasse (Jahrgangs-Übergreifendes-Lernen) hinter uns gelassen haben, kommen nun neue Welten auf uns zu. Die Zeiten, in denen Erst- & Zweitklässler zusammen in einer Klasse saßen, sind für uns vorbei. Ich fand sie super! Auch ein Zeugnis gabs zum Abschluss – obwohl auch Zeugnisse in Berlin an jeder Schule anders aussehen. Unseres ist eine DinA4-Seite voller schriftlicher Beurteilung: Sozialverhalten, Integration in den Klassenverband, die einzelnen Fächer, etc.. Freunde, deren Kinder an anderen Schulen sind, berichten von Blättern, auf den umkreiste Smilies, Halbsmilies oder ähnliches Auskunft über das Kind geben sollten. Laut den Freunden: EPIC FAIL. Aber das ist an anderen berliner Schulen – wenn auch im gleichen Bezirk. Die verschiedenen berliner Bezirke haben nämlich auch nochmal ganz unterschiedliche Auffasungen von Schule, aber dazu lesen Sie besser hier weiter: Tagesspiegel zum Thema “Schulen werden je nach Bezirk anders behandelt“.

Also, in Berlin ist das nämlich so: ab Klasse 3 gibts Noten. Oder auch nicht. Oder nur teilweise. Wieso? Das weiß ich nur, weil ich letztes Jahr meine Beziehungen zu Drittklässler-Eltern zu eingehenenden Fragerunden genutzt habe. Und jetzt kann ich nur beten, dass sich die Richtlinien nicht schon wieder geändert haben. Und die Infos, die ich habe, scheinen wieder mal so Top Secret zu sein, dass sie diverse andere Miteltern nicht haben. Also: reden reden reden. Es sieht nämlich so aus: Am Anfang der 3. Klasse gibt es eine Elternversammlung. Hier sollen die Lehrer den Eltern zwei Modelle vorstellen: einmal die dritte Klasse mit, und einmal ohne Noten. Dann gibt es Abstimmung, danach ist entschieden ob die Kinder nun benotet werden, oder noch ein Jahr ohne Noten Schule machen. Man könnte aber auch ein Halbjahr ohne, eins mit. Was an dieser (eigentlich ja ganz einfachen) Info so Top Secret sein soll, weiß ich nicht, aber  es fühlt sich an als hätte ich Geheimwissen gebunkert. Denn wie immer wird null informiert. Der ominöse “Elternbrief” des Senats, der uns seit Geburt des Jungen Mannes begleitet, erwähnt das Ganze nur am Rande. Kann ich irgendwie auch verstehen, denn jede Schule macht das Ganze irgendwie anders auf. Und unsere Schule selbst ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass die die großen Informierer sind.

Immerhin: wir wollen mal nicht meckern. Immerhin haben wir ja am letzen Schultag der 2. Klasse dann doch mal erfahren, welche Klassenlehrer der Junge Mann ab Klasse 3 haben wird. Die wechseln nämlich (zumindest an unserer Schule) regulär nach der SAP mit dem Übergang zu KLasse 3. Und da ja aus den JÜL-Klassen immer nur die Hälfte aller Schüler in die 3. Klasse wechselt, müssen logischerweise die Klassen aufgefüllt werden, damit wieder eine Klassenstärke von ca. 25 Schülern erreicht ist. Also kommen alle Schüler aus der Klasse des Jungen Mannes zusammen mit den Schülern einer Parallelklasse in eine – nun neue – dritte Klasse. Kompliziert? Ach wo. Aber um das Ganze noch etwas spannender zu gestalten, werden die Infos zu Lehrern etc eben erst am allerletzten Tag rausgegeben. Oder in den Ferien – so geschehen letztes Jahr bei anderen Eltern.

Also, wolln wa ma nich meckan, wa? – wie der Berliner sagen würde. Wir warten auf Klasse 3. Der Junge Mann nimmts eh gelassen. Seine Kumpels kommen mit in Klasse 3, er fühlt sich als Ganz Großer Junge und ist generall entspannt. Auf gehts! Ich werde berichten.

Kalendertetris

August 5, 2015

Tetris fühlt sich sicher in Echtzeit so an wie mein Kalender. Und der Kalender meiner Freunde, sei es mit oder ohne Kinder. Wir haben alles voll voll voller Termine. Treffen mit Freunden, Arbeiten, “Ruhezeit”, Einkaufen. Und genau aus diesem Grund ist ein Treffen mit anderen immer  – finde ich – schwierig. Zumindest dann, wenn man es alles vorher planen will – und deshalb mach ich das jetzt so: wir treffen uns spontan. Einfach so, nach der Schule. Oder eben mal am Wochenende. Vorher planen: minimal. Oder gar nicht. Wer wie ich ein Planungsfanatiker ist, wird merken wie entspannend das sein kann, wenn man sich mal drauf einlässt.

Ich mache mir minimale Gedanken wo wir hin wollen. Und überlasse den Rest dem Zufall. Bislang führten alle Versuche zu entspannten Momenten, also genau zu dem was ich mir wünsche. Nachdem ich nun längere Zeit alles durchgeplant und zeitlich eingeordnet hatte, reichts jetzt gefühlt für die nächsten 5 Jahre mit der ganzen Planerei. Also: kein Kalender-Tetris mehr, sondern: Mal gucken.

Leute, ist das entspannt. Warum hat mir das keiner vorher gesagt?

Was bisher geschah….

Juli 27, 2015

Seit gut 2 Monaten habe ich nix mehr geblogged und eine Recherche aufm Blog zeigt: die Monate davor auch nicht mehr sooo viel. Nicht, dass nix mehr geschehen würde, aber der Junge Mann ist nun schon größer und Zweifel tauchen auf: bloggen – nicht bloggen? Und wirklich Privates blogge ich ja auch nich. Und soooviel Makeup & Frisuren kann eins gar nciht probieren. Außerdem mache ich gerade eine Art Pause – auf Twitter, WordPress, Instagram, Facebook sowieso. Fühlt sich gar nicht so übel an, einfach mal nur zu sein ohne gleich alles mitteilen zu wollen.

Andererseits: seit ich NICHT mehr blogge, ruft mir WordPress in regelmäßiugen Abständen zu: “Neue Follower!”, “Neue Marke geknackt!”, “Viel Zulauf!” – irgendwie ist das absurd. Über 3 Jahre bloggen ist doch auch lange, und all die festgehaltenen Momente hätte ich mir nie und nimmer in nem Tagebuch notiert.

Also: ich denke weiter darüber nach. Und wenn es sich wieder gut anfühlt, blog ich weiter! Bis dahin bereiten wir uns auf Fußball, Star Wars, die dritte Klasse und die Abstimmung über Schulnoten vor. Ich werde einen Friseur besuchen und mir ne Haremshose kaufen. Und mich hingebungsvoll dem Urlaub widmen.

Plan steht!

Warum mich der Kita-Streik wütend macht

Mai 12, 2015

Ganz lange hatte ich überlegt: was zum Kitastreik schreiben? Ja? Nein? Der Junge Mann ist ja schon lange nicht mehr in der Kita. Und in unserer Stadt gibt es keinen wirklichen Streik, soweit ich das beurteilen kann. Andererseits war ja in unserer Stadt vor kurzem Lehrer- & Erzieherstreik, besser bekannt als “Streik des Öffentlichen Dienstes”. Und weil es mehr auffällt wenn die Lehrer streiken als wenn es zeitgleich der Forstbeauftragte tut, kannte man es eher als Lehrerstreik. Ich habe darüber geschrieben, und ja, ich habe mich beklagt. Wegen der blöden, unklaren Vorabinfos. Nicht wegen des Streiks an sich, den ich gerecht fand, und dass den Streikenden auch mehrmals gesagt habe. Aus Prinzip.

Sei es, wie es sei – ich kann nun leider doch nicht mehr den Rand halten, seit nämlich kurz vorher wieder die GDL gestreikt hat und zeitgleich auch die Busfahrer in Brandenburg und zeitgleich auch die Geldtransporteure in Berlin und Brandenburg. Und eben die Kitas. Denn, und da kommt mir die Galle hoch, immer: die meisten anderen Menschen mit denen ich so zu tun habe sind…. DAGEGEN.

Sie sind dagegen, jetzt halte man sich mal fest, weil: DAS FÜR SIE PROBLEME MACHT. Was ich da alles für Mosereien gehört habe, war zum Auswachsen. Auch die Zeitungen waren/sind voll davon: Abiturienten kommen nicht zu den Prüfungen! Kein Bargeld mehr in den Bankautomaten! Eltern müssen Urlaub nehmen wegen des Kitastreiks! Ja, sind die denn alle verrückt geworden? Wissen die denn nicht, dass das für uns andere (unausgesprochen immer = normale, arbeitende, nette) Menschen Probleme macht?Also, wenn ich ein Busfahrer wäre, und streiken würde, würde ich bestimmt nur nachts von 2-3 Uhr streiken. Dann sind am wenigstens Leute unterwegs und ich würde mit meinen Forderungen niemanden belästigen. *Ironie aus.

Ich möchte auch nicht mehr darüber diskutieren, weil diese Diskussionen so unglaublich unfruchtbar sind. Und nur Ärger mit sich bringen. Ich habe gerade keine Energie für Ärger. Also schaffe ich es gerade mal: “ICH bin dafür!” zu sagen, bevor ich mich umdrehe und das weiter tue, womit ich gerade beschäftigt war. Deshalb bin ich heilfroh, dass es etwa Daily Pia doch mal in aller Ausführlichkeit gesagt hat. Für den Kitastreik, in diesem Fall.

Danke dafür an Pia. Und ich will es hier nochmal sagen: Wenn die Busfahrer, und Geldtransporteure, und Lokführer, und Lehrer, und Erzieher, und Kitaerzieher, und WERWEISSICH streiken will, dann sollen sie das tun. Und wenn die Zeitungen dann nur darüber berichten, wie furchtbar das für uns ist, und kein Wort über die Ziele der Streikenden verlieren, werde ich mich weiter ärgern. Und wenn die Medien stattdessen darüber reden, dass das bulgarische Lohnniveau großartigerweise geringer ist als das deutsche, und es deshalb toll ist, in Bulgarien zu produzieren, will ich weiter Galle spucken und verlangen dass es auch in einem sehr reichen Land wie Deutschland Beschwerden über zu geringen Lohn geben darf. Weil es nämlich um Teilhabe an diesem großen Wohlstand geht, nicht ums Überleben. Ach ja, um ANERKENNUNG geht’s übrigens auch. Braucht aber kein Mensch, ist ja nichts Reelles, Essbares, Kaufbares.

Wem meine Wut gerade nicht passt, dem möchte ich empfehlen nach Bulgarien zu ziehen und dort arbeiten und leben zu gehen. Denn da sind die Menschen mit ihrem geringen Lohnniveau bestimmt super glücklich, weiterhin Kinder betreuen, Bus fahren und Geld transportieren zu dürfen. Die meckern & streiken nicht rum. Oder vielleicht können wir unsere Busfahrer und Erzieher auch nach Bulgarien exportieren und jeden Morgen, Abend usw einfliegen. Auf Staatskosten, oder so.

Danke fürs Lesen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 192 Followern an

%d Bloggern gefällt das: