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Basteln im Advent.

Dezember 10, 2016

Jedes Jahr gibt es in der Schule einen Adventsnachmittag. Da werden alle Zimmer geöffnet, Lehrer und Erzieher bieten Basteln bis zum Umkippen, es gibt ein Elterncafe und im Computerraum werden tolle Spiele gespielt. Erzieher lesen Märcehn vor, in der Aula läuft das ganz große Programm von Musikschule und Theatergruppe. Es ist, kurz gesagt, ein Riesenevent.

Nun ist ja so, dass man das mit dem Basteln als Elternteil schon kennt. In der Kita wird gebastelt was das Zeug hält und auch die Eltern werden öfter eingebunden und basteln ebenfalls bis zum Umkippen. Dann trägt man das Ganze nach Hause und legt es zur Seite bis nächstes Weihnachten. So setzt sich das dann in der Schule nahtlos fort und dieser Adventsnachmittag ist dann eben hauptsächlich dem Basteln gewidmet.

Im ersten Jahr war ich hochmotiviert und kam bastelbereit an. Dazu ist zu sagen: ich mag nicht so gerne basteln. Ich koche, backe und mache Langhaarfrisuren. Aber basteln… naja… also eher nein. Der Junge Mann ist ganz ähnlich gestrickt und mochte schon in der Kita nicht gerne basteln. Das Wichtigste beim Basteln ist ihm, dass es schnell fertig ist. Wir liegen also auf der selben Wellenlänge – aber ich war im ersten Jahr hochmotiviert, kita-ähnlich weiterzubasteln.

Allerdings ist in der Schule eben alles anders – denn das Basteln ist freiwillig. Und was macht der Kunge Mann wenn Basteln freiwillig ist? Klar, er rast mit seinen Kumpels durch Haus, besucht das Cafe, isst Kuchen, rast weiter, spielt Verstecken, besucht den tollen Computerraum und macht generell Riesenparty. Nur Basteln – das macht er GANZ sicher nicht. Und da er schon den ganzen Tag in der Schule Sachen lernt und zuhause Kekse bäckt, Kekstütchen beklebt und auch sonst immer ganz gut dabei ist, habe ich das Adventsbasteln seit dem 1. Schuljahr abgehakt. Ich esse Kuchen im Elterncafe, treffe eventuell noch andere Eltern, lasse mir vom Jungen Mann Sachen in der Schule erklären und dann gehen wir nach Hause. Ganz un-bebastelt und zufrieden.

Ganz ehrlich: das macht auch sehr viel Spaß.

Jungs und Mädchen – so ist das also!

November 30, 2016

Der Junge Mann kam neulich drauf, dass man mit einem anderen Gehirn ja wiedergeboren werden könne. Wie wir darauf kamen ist nochmal eine GANZ andere Geschichte… die ich hier mal weglasse. Auf jeden Fall brachte ihn die Idee, dass er dann ja nochmal leben könne ins Grübeln.

Mama… dann bin ich aber ein anderer! – Genau, denn deine Gedanken und Ideen sind ja dann auch andere.

Dann könnte ich ja auch ein Mädchen sein! – Das wäre schon möglich.

Das wäre super. Mädchen müssen sich nämlich nicht immer den Kopf zerbrechen. – Den Kopf zerbrechen? Worüber denn?
Na, ob da Jungs sind, die sie mögen und welche das dann sind. Und welche sie da am liebsten mögen. – Ach so…. ja also, das ist bei Mädchen also anders?

Ja sicher! Bei Mädchen ist das so, dass die da nicht nachdenken müssen. Die machen sich da keine Gedanken. Die wissen das ja schon. 

Ah… das überzeugt mich nicht so ganz. Deshalb informiere ich den Jungen Mann darüber wie es war als ich selber 8 Jahre alt war. Nämlich genauso wie es wohl gerade bei ihm ist: alle Mädchen machen sich furchtbar viele Gedanken darüber welche Jungs sie gut finden und ob wohl noch andere Mädchen den Jungen gut finden, den sie selber… undsoweiter. Kompliziert. Aber andererseits:

Junger Mann, eigentlich ist es doch aber ganz einfach. Musst du denn drüber nachdenken wen du am liebsten hast von den Mädchen? – Nein. Das weiß ich schon!

Na siehst du. So ist das eben. Man fühlt das im Herzen! – Mama… das stimmt!

Na also.

 

Achtsamkeit, die 2.

November 25, 2016

Mama007 und der Junge Mann kommen nach Hause. Im Briefkasten wartet ein potentiell wichtiger Brief und ich öffne ihn noch auf der Treppe.

„Mama! Den könntest du viel besser bei uns in Ruhe auf dem Sofa lesen! Auf der Treppe muss das nicht sein!“

Wo er Recht hat…. – siehe Teil 1! Ich setze mich mit dem Brief in der Wohnung aufs Sofa und mach das GANZ IN RUHE.

Mein Handy & ich & die Achtsamkeit 

November 15, 2016

Der Junge Mann hat eine entschiedene Meinung zum Thema Achtsamkeit entwickelt – was vielleicht auch daran liegt, dass Papa007 und ich häufig aus beruflichen Gründen nur per Handy kommunizieren können. Was dazu führt, dass man hin & wieder am Handy hängt weil eben gerade ein günstiger Kommunikationsmoment ist. Und das, obwohl wir gerade eigentlich was anderes machen – Essen zum Beispiel, oder Hausaufgaben. Aber wo der Junge Mann Recht hat hat er Recht:

Mama!!!“-„Was???“-„Du sollst nicht immer auch dein Handy gucken! Du kannst Papa auch später was sagen!“-„Stimmt, Junger Mann aber gerade ist ein günstiger Moment…“-„Später geht das auch noch, Mama!„.

Hat er Recht. Ich nehme es mir zu Herzen, denn es stimmt.

Mütter, kümmert euch!

November 8, 2016
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Wir so, im Urlaub am Meer:

Auweia Junger Mann, wenn meine Hose nicht trocknet, dann muss ich im Pyjama raus!“ –

„Warum hast du denn keine andere Hose dabei?“ –

„Weil ich zwar für dich drei Hosen eingepackt habe, für mich aber nur eine!“ –

„Aber Mama! Wieso hast du denn nicht an dich gedacht?“ –

„Weil Mamas häufig mehr an die Kinder denken.“ –

„Aber Mama, das ist ja sehr lieb von dir, aber du musst dich auch mal an dich selber denken!“

Ich werde versuchen, es im Kopf zu behalten, Junger Mann. Lieb von dir!

Zeit ohne Kind

November 5, 2016

Was macht man, wenn das Kind mal nicht da ist? Auf Klassenfahrt, Kitafahrt, bei Verwandten oder Freunden? Wenn man tatsächlich mal ein paar Tage lang das Leben führt, das man vor dem Kind hatte? Ich kann auf jeden Fall sagen, was ich NICHT mache.

Auf gar keinen Fall werde ich die Wohnung tiefensauber putzen, Schränke ordnen oder Fenster putzen. Ich lege mir keine Arzttermine (also, welche für mich) in diese Tage oder Behördengänge. Ich sortiere nicht die Kleiderschränke durch oder bügele den Wintermantel. Nein, das tue ich nicht, auch wenn es schwierig ist. Denn mittlerweile möchte ich die Wohnung gerne ordentlich sehen, ein Fakt der mich bis zu meinem 20. Laebensjahr nur marginal interessiert hat. Jetzt ist das anders. Aber genau deshalb und weil ich immer noch an die Mütter denken muss, mit denen ich auf Mutter-Kind-Kur war, zwinge ich mich prinzipiell dazu an solchen kinderfreien Tagen folgendes zu tun:

N I C H T S.

Egal ob alleine oder mit Papa007: Nichtstun. Den Tag genießen, nur das tun worauf ich, er, wir beide Lust haben, alleine oder gemeinsam aber auf jeden Fall: nur das, was wir mögen. Das kann auch einen Elterausflug zu Ikea beinhalten, oder intensives Durchziehen der um unsere Wohnung liegenden Cafés, Restaurants und Kneipen. Freie Zeit heißt: Ausruhen, Lustprinzip. Und nicht: jetzt schnell das machen, was sonst eventuell liegenbleibt. Und das dient definitiv der eigenen Gesundheit. Bei den Kur-Müttern war es nämlich meist so, dass der Burn-Out, Migräne, Rückenschmerzen etc auch daher rührten, dass sie berufstätig waren und gleichzeitig noch die perfekte Hausfrau sein wollten. Und Freizeiten dann dazu nutzten um mal die Veranda zu putzen.

Ich habs geschafft, mich da rauszuziehen. Ich mach nur noch, was ich mag, an diesen speziellen Tagen. Und ganz eventuell wechsel ich dann noch Sommer- gegen Wintersachen. Falls ich darauf Lust habe.

Das mit dem Halloween..

November 1, 2016

Ich schnalls ja einfach nichts, das mit dem Halloween. Genau wie das mit dem Valentinstag. Ich kann mich einfach noch zu genau an die Einführung dieser „Feiertage“ erinnern, die so offensichtlich aus kommerziellen Gründen stattfanden. Deshalb versteh ich den Reiz daran immer noch nicht. Noch unklarer ist mir das Halloween-Ding aber in unserem Innenstadtbezirk, in dem man sowieso nirgends wirklich klingeln kann. Außer man will dann in jedem Stockwerk klingeln.

Aus diesem Grund haben sich einige Eltern etwas anderes überlegt, was ich noch seltsamer finde als Halloween an sich: da die Kinder eh nicht alleine losziehen (dürfen/sollen/können), gehen die Eltern mit. Und da die Eltern auch nicht in jedem Haus bis in den 5. Stock latschen wollen, gibt es folgende „Lösung„: man fragt nach „Süßes oder Saures“ in den Läden. Also: beim Bäcker, im Schuhladen, in der Kneipe…

Da hört mein Verständnis echt auf, weil es so GAR keinen Sinn mehr macht: ich dachte man geht von Haus zu Haus und die anderen Kinder auch und so kriegt jeder was. Aber: in den Läden??? Wo ist da der Sinn? Also liefen in unserem Innenstadtbezirk kleinere Kinder-Eltern-Gruppen von Laden zu Laden und riefen fröhlich: „Süßes oder Saures!“ Und ich denke so: WTF?

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